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Priests and Demons

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1 Priests and Demons am Mo Dez 01, 2014 10:36 am

Lioness

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Dies ist ein privates RPG von Kuraiko & mir


What is Good an what is Evil?
Were do you draw the line between them two?


Story

Seit je her herrschten Dämonen über die unentdeckten Teile der alten Welt, über jene Gebiete auf die bis dahin noch nie ein Mensch seinen Fuß gesetzt  hatte. Doch die Menschheit breitete sich immer weiter aus, brauchte immer mehr Land für ihre wachsende Gesellschaft. So blieb es nicht aus, dass sie eines Tages das Territorium der Dämonen betraten und es zu ihrem Eigen machen wollten. Dies war jedoch ganz entgegen dem Sinne der dort heimischen Dämonen und so brach der große Krieg aus. Er setzte sich aus mehreren hundertjährigen Kreuzzügen zusammen, erstreckte sich über Jahrtausende hinweg, in denen jede Partei sowohl Gewinne und  als auch Verluste zu beklagen hatte.



Das entscheidene Ende der Kreuzzüge brachten jedoch die Priester. Laut der Legende, des heiligen Vaters höchst persönlich ihre Gaben erhaltend, die sie schneller und stärker als jedes menschliche Geschöpf werden ließ, war es ihnen bestimmt den zahlenmäßig unterlegenen, jedoch um einiges fähigeren Dämonen ebenbürtige Gegner zu werden. Dadurch gelang es den Priestern mitsamt den Menschenheeren die Dämonen zu besiegen. Diejenigen von ihnen die überlebten, wurden in den Untergrund weit weg der menschlichen Städte, Untertage einer Wüste weggesperrt, auf dass sie bis zum jüngsten Gericht dort drinnen verrotten würden.




In ihrer eigenen Gesellschaft überflüssig geworden, waren die Priester, nun da der Feind besiegt war, von keinem Nutzen mehr für die Kirche, denn wer brauchte schon Krieger, wenn es keinen Krieg mehr zu bestreiten gab?
So mussten sich die erfahrenen und hoch angesehenen Kämpfer von einst mit dem alltäglichen (Vor-)Stadtleben arrangieren und ihren bürgerlichen Pflichten nachgehen. Die damals so hoch gepriesenen Erlöser des Volkes waren nun gezeichnet von ihrem Mal absonderlich und seltsam. Sie waren anders und deshalb vom gemeinem Volk gefürchtet, Außenseiter, nicht dazugehörig und es begannen sich Gerüchte und Sagen um sie zu spannen.




Charaktere

•Sie (Priester) •Er (Dämon)



Steckbriefe
Code:
[quote][center][u][b][color=#A4A4A4]Name[/color][/b][/u] [i][color=#610B0B]~Vor- & Nachname~[/color][/i] [u][b][color=#A4A4A4]Alter | Geschlecht[/color][/b][/u] [i][color=#610B0B] |  [/color][/i]
[u] [b][color=#A4A4A4]Tätigkeit | Stand [/color][/b][/u] [i][color=#610B0B]~dachte an sowas wie nen Beruf ^^~ | ~in der Gesellschaft~ [/color][/i] [u][b][color=#848484]Vergangenheit[/color][/b][/u] [i][color=#610B0B]~von mir aus gerne ausformuliert~[/color][/i] [u][b][color=#610B0B]Sonstiges|Wissenswertes[/color][/b][/u] [i][color=#FE2E64][/color][/i] [u][b][color=#6E6E6E]Aussehen[/color][/b][/u] [i][color=#610B0B]~ich wäre für Anime & Digital Art Bilder ^^ ~[/i]



Zuletzt von Lioness am Fr Dez 18, 2015 8:28 pm bearbeitet; insgesamt 14-mal bearbeitet

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2 Re: Priests and Demons am Mo Dez 01, 2014 8:43 pm

Kuraiko

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Name
Elena Kyscha


Alter | Geschlecht
19 | Weiblich  

Tätigkeit | Stand
keinen festen Beruf | vergessene Priesterin; untere Schicht

Vergangenheit
Elena wuchs von klein auf im Vatikan auf, allerdings ohne Eltern. Natürlich hatte sie eine Mutter, aber diese konnte sie nie kennenlernen. Ihr Vater war angeblich Tod. Gestorben im Krieg gegen die letzten Dämonen. Auch von ihrer Fähigkeit wusste Elena nichts, was dazu führte, dass sie Nachts unter schlimmen Albträumen litt. Doch das war alles damals, als sie noch ein Kind war. Nun ist sie 19 und weiß alles besser. Woher sie das weiß? Mit sechzehn kam der Wendepunkt in ihrem Leben. Schon immer hat sie viele dinge hinterfragt, was dem Vatikan nie gepasst hatte, denn sie hatten auf die meisten Fragen keine Antworten. Sie wimmelten Elena immer wieder ab, was sie immer kritischer blickend werden ließ und in ihren Träumen war der Vatikan schuldig! Nur wusste sie in diesem Moment noch nicht, dass das nicht ihre Träume waren. Die Jahre vergingen und Elena wurde zur Priesterin gewählt. Das war auch der Tag an dem sich alles in ihrem bisherigen Leben änderte, denn sie wollte nun wissen, wer ihr Vater war und wer ihre Mutter war. So ging sie ins Archiv und suchte nach irgendwelchen Hinweisen, bis ihr ein Buch über sämtliche Fähigkeiten der Priester in die Hand fiel. Jetzt konnte sie sich auch ihre Albträume erklären und sie wusste, dass nur ein weiterer Mann im Vatikan diese Fähigkeiten besaß. Der Mann, welcher so hoch im Vatikan war. Im ersten Moment konnte sie es nicht glauben und so verging ein weiterer Monat indem sie sich sicher wurde, dass nur er ihr Vater sein konnte. Außer sich über diese Erkenntnis stürmte sie ein Büro, aber wurde nur mit mehr Ausreden abgespeist. Das war der Moment indem sie den Vatikan verließ. Auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter. seitdem streift die durch die Welt und trainiert hier und da ihre Fähigkeiten. Der Vatikan macht nichts gegen sie, da er ja auch gar keine Priester mehr braucht, aber behält sie stetig im Auge, denn wer weiß schon wozu ihre Fähigkeit noch gut ist

Sonstiges|Wissenswertes
-Sie kann die Träume anderer nach ihren Wünschen gestalten und verändern. Das schließt ein, dass sie der Person Albträume, sowie gute Träume einpflanzen kann, Nachrichten zu übermitteln (dabei steht aber in Frage ob die Person die Nachricht versteht). Der Anwender selber muss dabei auch Träumen/schlafen.
-Hat ein großes Tattoo auf dem Rücken, was beweist, dass sie eine Priesterin ist (die Farbe des Tattoos ist schwarz und geht über ihren ganzen Rücken)


Aussehen

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3 Re: Priests and Demons am Mi Dez 24, 2014 2:01 pm

Lioness

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• Amon •

Die Unterwelt lag weit östlich von unserer Hauptstadt Casmanà, mitten im Nichts der Wüstenregion, die die Menschheit zu verschulden hatte. Die Luft war stickig, aufgeheizt und viel zu schwer um ausreichend Sauerstoff in die Lungen zu saugen, sodass man das Gefühl hatte nur oberflächlich Atmen zu können. Zudem war man hier unten von all den äußeren Geschehnissen abgeschnitten. Es war zu jeder Tageszeit finster in den Höhlen, man wusste werder wann es Tag oder Nacht war.  Hätten einige von uns nicht die Tage gezählt, wie lange wir schon hier drinnen verrotteten, dann wüssten wir noch nicht einmal wie lange wir schon warteten. Nur wenn gelegentlich ein Sandsturm in den letzten neunzehn Jahren über die Unterwelt  gepeitscht war, hatte man wenn man stillschweigend lauschte den von prassenden Sandkörnern durchsetzten heulenden Wind weit über seinen Kopf hören können, wie ein Flüstern in der Ferne. Wasser war ein seltenes Gut hier in den Tiefen des Erdreiches, weshalb wir uns brunnenartige Löcher gegraben hatten, die wir jeden Tag aufs neue ausschöpfen und strapazieren mussten, um überleben zu können. Man hättesuns weg gesperrt, wie man es noch nicht einmal mit Tieren macht. Lebendig begraben, das war es wie es sich anfühlte und wie die harte Realität aussah. Wir waren zum sterben eingeschlossen worden. Doch so leicht machten wir es den Menschen nicht. Sie mochten zwar damals die Schlacht gewonnen haben, doch der Krieg war noch lange nicht vorbei! Ich wollte Rache. Dieses Verlangen war in den letzten Jahren immer weiter gewachsen. Mit jedem Jahr in dem ich mein Volk wie Ratten unter Tage hatte hausen sehen müssen. Mit jedem Tag an dem ich an die unschuldigen in Casamanà, Tangjai, Kimonea und all den anderen letzten großen Städten dachte, an die einfachen Leute in unseren Dörfern. Und wenn Felicitas uns heute gut gestimmt war, würde sie uns sicher Glück bei unserem Vorhaben zukommen lassen.
Dante stand hinter mir. Sein Atem rasselte in meinen Nacken, als wir uns dem Höllentor näherten. Der weg hinauf war steil und durch den losen Boden konnte es schnell geschehen dass man abrutschte. Doch gelang es uns den Aufstieg zu meistern, was nahe zu einem Wunder glich, da all jene uns folgten, die sich bereit erklärt hatten die Menschen für ihre Taten büßen zu lassen. Bis auf einige vereinzelte die die Hoffnung verloren hatten, oder hier unten verrückt  geworden waren, hatten sich uns alle angeschlossen. Ein siegessicheres Lächeln breitete sich über mein Gesicht aus. Wir hatten die Wachen vor dem Höllentor belauscht, ihre Gewohnheiten und Schwächen studiert. Alles getan, um für diesen Moment die Überraschung auf unserer Seite zu haben. Heute war ein großes Fest der Menschen, 'Weihnachten' glaubte ich immer mal wieder gehört zu haben. Die Wachen vor dem Tor unseres Massengrabes war in den letzten Tagen nur noch spärlich bewacht worden. Entweder wurden sie aufgrund ihrer Festtage nachlässig oder aber sie glaubten wir wären schon längst zu Staub zerfallen. Der springende Punkt war, dass sie nachlässig wurden und heute früh wurde mir mitgeteilt, dass nur noch zwei Wachen present waren und das auch noch betrunken. Das war unsere Chance! Jetzt oder nie!
Vor den riesigen Schwarzsilbertoren blieb ich stehen und drehte mich zu den anderen Dämonen um. Im dunklen Schatten der Höhle waren die Schemen jener zu erkennen die die letzten Überlebenden unsereins waren. Ob groß oder klein, von elementarischer Natur oder animalischer. Wir alle hatten diese Flammen in den Augen. Flammen der Wut, der Vergeltung glimmten sichtbar hell. Ohne ein Wort zu sagen drehte ich mich um, erhob meine Hand. Das vertraute Kribbeln unter meiner Handfläche, die ich die letzten Jahre nur verspürt hatte, wenn ich die Fackeln oder Lagerfeuer angezündet hatte, war nun intensiver denn je. Eine Lichtquelle bildete sich inmitten meiner prankenartigen Hand. Das Tor wurde von einer riesigen Flammenbrunst aufgesprengt und mit Kriegsschrei stürmte ich nach vorne in das viel zu grelle Licht hinaus, begleitet von den letzten hundert Kriegern.
Die Wüstensonne stach mir in die Augen, dass es brannte. Dennoch rannte ich weiter, dem einzigen Wachturm entgegen, der sich nur schwach von dem weißen Untergrund abhob. Unter der sengenden Hitze war der Aufschwund der geflügelten Krieger sowohl unter den Füßen als auch durch den schlagenden Wind zu spüren. Während der Bodentrupp von mir angeführt wurde, hatte Dante mein erster Offizier die Führung am Himmel übernommen. Sie würden schneller im Turm ankommen. Mein Trupp stürmte entgegen die Treppen des Turm, da kamen die ersten Menschen uns entgegen und sie waren eindeutig mehr als bloß zwei. Ein Irrtum? Gut möglich, doch gab es jetzt kein zurück mehr und wir schnellten den zahlenmäßig überlegenen Menschen entgegen. Der Aufschlag beider Volker war hart. Den ersten den ich zu fassen bekam wurde verbrannt. Andere von uns fielen über sie her und zerfraßen ihre Geschichter. Eisen wurde in unser Fleisch versenkt. Schrille Aufschreie auf beider Seiten. Die Treppen hoch kämpfend gelang ich in die Hauptzentrale. Einer der Menschen redete etwas in ein kleines Gefäß an einer Schnur dass an einem Ding an der Wand befestigt war. "...brauchen Verstärkung! Sie sind ausgebrochen!" Waren seine letzten Worte ehe ich ihm mit einer Feuerkugel ins Jenseits stieß. Mich bückend hob ich das kleine Gefäß auf das an der Schnur baumelte und berichtete es in meiner Hand. Die Menschen waren kleiner als ich, weshalb es auch schwierig war ihre Geräte zu fassen da sie nicht meiner Größe entsprachen. Da kamen Stimmen aus dem Ding an der Wand. "Wachturm! WACHTURM! MELDEN! WIR SENDEN VERSTÄRKUNG! BITTE MELDEN!" Mit geballter Faust schlug ich gegen dem sprechenden Gegenstand, dass er zersprang und Einzelteile auf den Boden klirrten. "Verflucht!" Knurrte ich aus den tiefen meiner Kehle. Ich wusste nicht was sich die Menschen in den letzten zwei Jahrzehnten einfallen gelassen haben um so ein Geräterschaffen zu können, doch das was ich daraus entnehmen konnte war nicht gut gewesen. Ich verließ den Raum um weiter zu kämpfen. Wir hatten nur noch einen Ausweg! Wir mussten von hier weg bevor die Verstärkung eintraf!

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4 Re: Priests and Demons am Do Dez 25, 2014 3:02 pm

Kuraiko

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Admin
Elena
Ich saß irgendwo in der Wüste in einer dreckigen, heruntergekommenen Kneipe. Es war erst Nachmittag, aber dennoch waren alle hier drinnen besoffen, was aber nicht sehr dramatisch war, weil ich nur mit drei anderen plus dem Barkeeper hier saß. Außerdem war ich selbst nicht besser. Vor mir stand ein Glas gefüllt mit Bourbon. So sah fast jeder Tag bei mir aus. Ich ging in kleinere Städte und übernahm den ein oder anderen Auftrag, um mich über Wasser halten zu können, während ich Nachmittags in irgendeiner Bar den Tag ausklingen ließ. Dabei kam es aber nie so weit, dass ich betrunken war. Nein, denn für solche Sachen musste man Sicher sein und ich war ja vieles, aber nicht Sicher. Die Regierung alias der Vatikan sah mich als Bedrohung, aber auch gleichzeitig, als Hilfe...Naja, ich wäre auch eine Hilfe, wenn ich meinen Glauben in die Regierung nicht schon längst verloren hätte. Sie tischte uns lügen auf und die meisten von uns Menschen glaubten sie auch noch. Allerdings blieb den meisten Menschen auch nichts anderes übrig, als dem Vatikan glauben zu schenken, denn wenn die Kirche dahinter kam, dann wurde man bestraft mit den schrecklichsten Methoden, welche man sich nur vorstellen konnte. Das wollte sich wirklich keiner antun, also hörte man brav auf die Regierung und vermied es in Ärger zu geraten. Wahrscheinlich hatten sie mich auch nur damals gehen lassen, weil sie keine Priester mehr brauchten. Die Gefahr war verbannt und wir waren nicht mehr von nutzen. Doch die Priester wussten genau, dass ich eine Gefahr war, wegen meines kritischen Denkens. Von allein wären sie ie dahinter gekommen, wie ich über sie dachte. Allerdings war ich damals so unklug gewesen und hatte einen ziemlichen Aufstand gemacht, als ich etwas über meine Vergangenheit erfahren hatte...
Plötzlich wurde ich aus meinen Gedanken gerissen, denn ein Mann stürmte in die kleine Kneipe und steuerte mich an. „Elena Kyscha?“ fragte er ganz gehetzt und ich fragte nur: „Wer will das wissen?“ Argwöhnisch musterte ich ihn, aber er hielt mir nur einen Brief hin und verschwand dann wieder. Langsam öffnete ich den Brief und als ich ihn las weiteten sich meine Augen kurz vor Schreck. Die Dämonen waren seid einer halben Stunde dabei das Tor zu zerbrechen. Sofort machte ich mich mit meinem Motorrad auf den Weg zum Tor, welche nicht so weit von hier lag. Nur weil ich die Kirche hasste hieß das noch lange nicht, dass ich die restlichen Menschen alleine ließ, weil ich nicht den Ausbruch der Dämonen verhinderte. Nein, ich hasste die Regierung, aber nicht die Menschheit allgemein.Lange brauchte ich nicht, da kam ich am Tor an und hier herrschte reines Chaos. Ohne lange zu zögern schwang ich mich in die Masse. Die meisten Dämonen waren größer und stärker, aber das war nur halb so schlimm, denn wir glichen das mit unserer Stärker und Schnelligkeit aus. Priester waren im physischen Sinne besser als andere Menschen. Wir waren stärker, schneller und es brauchte etwas mehr, um uns ernsthaft zu verletzen. Viele von uns hatten auch gute Kräfte, welche man im Kampf anwenden konnte.
Ich drehte mich um mich selbst und verletzte dabei zwei Dämonen stark. Die normalen Wächter sollten sie dann ganz töten, aber erst einmal musste ich ihre Zahl vermindern. Also rannte ich auf den nächsten etwas größeren Dämonen zu und kämpfte mit diesem eine ganze Weile. Als auch er am Boden lag, kümmerte ich mich um den nächsten. Das ging stundenlang so weiter. Ich bekam einige Verletzungen ab, aber nichts hinderte mich daran weiter zu kämpfen. Irgendwann, ich wusste nicht wie lange ich hier schon stand und kämpfte, war auch der letzte Dämon gefallen. Zumindest glaubte ich das, denn ich hatte nicht mitbekommen, wie einer in die Wüste flüchten konnte. Die restlichen Dämonen waren wieder hinter dem Tor und ich ließ mich keuchend in den rot und schwarz gefärbten Sand sinken. Der Geruch von Gedärmen lag in der Luft, aber das war mir egal. Ich brauchte eine Pause und diese nahm ich mir gerade auch. Neuankömmlinge stapelten die toten Dämonen und es würde nicht lange dauern, bis der Vatikan hier antanzte. Doch bis dahin wäre ich wieder weg. Das war klar

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5 Re: Priests and Demons am Mo Dez 29, 2014 7:27 pm

Lioness

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• Amon •


Ich sah mich in diesem Zimmer um in welchem ich mich ducken musste um nihct gegen die Decke mit meinen Hörnern zu stoßen. Auf dem Tisch wühle ich in den Unterlagen nach wichtig aussehenden Unterlagen, doch fand nichts. Weiter durchwühlte ich die kleinen Schubladen und
Immer fünf auf einmal der kleinen menschlichen Bauwerks entspringenden Treppenstufen nehmend, rannte ich so schnell es mir meine Beine erlaubten den Turm wieder hinab. Ich musste die anderen warnen sonst würde das hier in einem Schlachtfeld schwarzen Blutes werden.  Verdammte Architektur, warum mussten die Menschen so unnütz hoch hinaus bauen? Es verschwendete doch nur Zeit und Kraft diese unzähligen Treppen auf und ab zu steigen. Und von beidem konnte ich es mir nicht leisten auch nur im geringsten etwas zu verlieren. Während ich meinen eiligen Weg hinunter verfolgte, rasten meine Gedanken. Wenn ich unten war würde ich meine Leute zum Rückzug rufen. Zur Flucht. Auch wenn es entgegen meiner Natur war, entgegen jeder Natur eines jeden einzelnen Dämonen zu fliehen und einen Kampf aufzugeben, doch wäre es vergeblich weiter zu kämpfen und es bestannt kein Sinn darin, wenn es uns statt zu befreien den endgültigen Tod bringen würde. Unsereins wäre ausgelöscht und die Menschen würden unsere Welt nur weiter zerstören und ausweiden, wie erlegtes Wild.
Ich konnte bereits das Licht, das von der Wüstensonne heiß und erbarmungslos auf den letzten Metern einfiel, sehen. Bevor ich hinaus zum Ausgang um die Ecke bog, tauchten drei menschliche Schatten auf dem Boden auf und kamen mir entgegen. Noch bevor ihre Eigentümer reagieren konnten, ließ ich sie während ich weiter sprintete mit einer Handbewegung, als boxe ich mit einer Faust gegen einen unsichtbaren Gegner, durch einen Feuerstoß zurück nach draußen werfen. Ich folgte ihnen und als ich auf das Gelände trat, was mittlerweile einem Schlachtfeld glich, waren noch die leuchtenden 'Rüstungen' der drei Menschen in einiger Entfernung zu sehen die mir entgegen gekommen waren. Ihre metallenen Schutzanzüge glühten noch von der Hitze die ich sie ausgesetzt hatte. Als ich mich umsah machten meine Krieger einen guten Eindruck, denn wir schienen die Überhand gewonnen zu haben. Doch ich wusste der Schein trügte, denn sobald die Verstärkung eintraf, würde sich das Blatt sehr schnell ändern und wir wären es die vergeblich weiter kämpfen würden. Also begab ich mich zu Balan, dem Dämon der sogar mich mit seiner Körpergröße überragte und mit seinem Bullennacken und seinen Stierhörnern, seinen zwei Hufen auf denen dieser massige Körper thronte und seinem animalischen Borsten zur Gattung der Büffeldämonen gehörte. "Balan!" Rief ich ihm zu als er gerade einen Menschen auf die Hörner genommen hatte und weggeschleudert. Schnaubend sah mich der im menschlichen Glaube als Minotaurus bezeichnete Mann an. Kampflust glitzerte in seinen schwarzen starrenden Augen. "Ruf alle zusammen! Wir ziehen uns zurück!" Befahl ich ihm und stürzte mich auf zwei Menschen, als sie Giltine hinterrücks angreifen, wenn nicht sogar enthaupten wollten. Nun aber brach ich dem einen sein Genick und dem anderen durchbohrte einer meiner Feuerbälle, sodass ein faustgroßes durch seine Brust geschlagen wurde. Die Dämonin drehte sich ruckartig um und bedankte sich kurz, als sie begriffen hatte was geschehen war und wollte schon weiter auf den nächsten Menschen los, doch ehe dies geschehen konnte, packte ich sie am Arm und hielt die Kriegerin fest. "Nein, wir verschwinden von hier." Knurrte ich ihr zu, fixierte jedoch misstrauisch die uns umgebenen kämpfenden Menschen. "Was?" Schnappte sie ungläubig. Auch Balan hatte bis jetzt noch nichts sehen lassen, weswegen ich mich zu ihm wand und "Los!" Rief. Er senkte seinen Blick, wütend nicht weiter Vergeltung ausüben zu können, doch würden sie s mir noch danken. Der riesige Dämon ging und trommelte unsere Leute auf dem Boden zusammen. Giltine sah immer noch fassungslos zu mir. "Wir können jetzt nicht weg! Wir gewinnen!" "Für den Augenblick, ja. Aber es wird Verstärkung der Menschen kommen." Erklärte ich ihr und sie begann zu verstehen. Halb drehte sie sich von mir weg. "Mir gefällt das trotzdem nicht." Meinte sie. "Willst du wieder zurück in dieses Loch gesperrt werden, oder lieber nach Casmaná um dort zu planen wie wir weiter vorgehen?" Fragte ich sie streng und es stand außer Frage dass sie mir nicht antworten würde. Die Weißhaarige ging, rannte zu den anderen. Da spürte ich Wind der von oben vertikal auf mich anblies. Meinen Kopf entgegen dem viel zu hellen Himmel reckend, blinzelte ich die Gestalt klar bis ich sie als Dante erkannte. "Warum ziehen wir uns zurück?" Er warf es mir nicht vor wie die anderen beiden, sondern fragte aus Interesse. "Die Verstärkung der Menschen wird bald hier eintreffen." Die vor Verwunderung gerunzelte Stirn meines ersten Offiziers und guten Freundes straffte sich und er starte mich für einen Augenblick ungläubig an. "Stell sicher dass unsere Geflügelten es auch hier heraus schaffen." Befahl ich ihm. Dante gewann wieder an Fassung und nickte ehe er sich mit Hilfe seiner mächtigen Schwingen empor schwang. Ich sah mich noch einmal um. "RÜCKZUG!" Schrien bereits einige meiner Dämonen und alle setzten sich in Bewegung den Turm zu verlassen. Auch ich setzte an den anderen zu folgen, doch da hatte ich mich zu früh gefreut, denn Motorengeräusche waren zu hören und die ersten Priester trafen ein. "Nein." kam es auf meiner Kehle. Wir waren so nah dran zu entkommen. "WEITER!" Rief ich meinen Kriegern Mut zu als ich durch ihre Reihen rannte, doch es war bereits zu spät.
Viele von uns fielen. Die Luft war nun nicht mehr nur schwer von der Hitze. Der zusätzliche Geruch von Blut, metallisch und alles erfüllend, stand in der Luft. Die Erde war Blutgetränt, sowohl mit rotem, als auch schwarzen. Doch letztendlich überwiegte das schwarze Blut auf dem Wüstensand. Die Menschen würden uns ein weiteres mal besiegen. Mittlerweile war ich so weit gegangen - so weit gekommen - es war mir egal ob ich sterben würde. Es war mir egal was ich opfern musste. Das einzige was ich noch wollte und was mir wichtig war, war der Sieg. auch wenn ich wusste wir würden fallen und ich schicke uns alle nur ins Verderben. Wir durften nicht aufgeben! Nicht wenn wir es aus der Hölle geschafft hatten und uns nur noch die Menschen von unserer Heimat trennten!
Ich war blutüberströmt, hatte gerade einem Menschen das Herz mit meiner bloßen Hand heraus gerissen. Es war ein Priester gewesen der mich zuerst exorzieren wollte, dann aber zu leichtmütig geworden war. Das war nun seine Strafe. Hochmütiger Mensch. Da landete Dante neben mir. Er sah nicht gut aus. Von Wunden und Blut war er nun gezeichnet und konnte nicht mehr aufrecht stehen. Der Geflügelte sah mich an. Seinen Blick konnte ich nicht deuten, so hatte er mich noch nie angesehen. Dante legte eine seiner Klauen auf meine breite Schulter. "Amon. Du musst fliehen." Keuchte er und verzog sein Gesicht vor Schmerzen. "Nein!" Stützte ich ihn. "Ich werde weiter kämpfen, mit euch zusammen!" "Es ist vorbei, Amon." Hustete Dante und biss die Zähne zusammen. "Lauf!" "Nein!" "LAUF!" Stieß er mich von sich weg und ich taumelte um nicht hinzufallen. Wir waren hinter einer Sanddüne und so vor den blicken der Priester vorerst geschützt. ich sah zu Boden, ballte meine Hände zu Fäusten und sah zu Dante. "Ich werde zurück kommen und euch befreien." Versprach ich. Dante nickte und lächelte mir zum Abschied zu. "Ich weiß. Pass auf dich auf. Du bist unsere letzte Hoffnung." Mit diesen Worten drehte sich mein Freund von mir weg und stieg die Düne hinauf. "Ich werde euch nicht enttäuschen." Ich rannte hinein in die Wüste.

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6 Re: Priests and Demons am So Jan 11, 2015 9:11 am

Kuraiko

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Elena
Ich sah mir das Massaker an und konnte darüber eigentlich nur de Kopf schütteln. Zwar hielt ich nichts vom Vatikan, aber sie sorgten wenigstens dafür, dass die Dämonen uns nicht versklavten. Trotzdem war ich der Meinung, dass dieses Abschlachten nicht nötig war. Aber wer hörte schon auf mich? Richtig, Niemand! Doch ansonsten ist der Vatikan für mich nicht mehr als ein Verein von Feiglingen, welche sich hinter ihren großen Toren verstecken und erst die Priester und Menschen sterben lassen ehe sie dran kamen. So würde es ablaufen, wenn die Dämonen uns tatsächlich angriffen. Besonders eine der Städte. Zuerst würde man uns Priester einschalten, so wie hier und wenn wir alle gefallen waren, dann waren die Menschen aus den untersten Schichten dran, weil diese ganz am Rand der großen Städte lebten. Danach kam die Mittelschicht und letztendlich die Oberschicht, bis jeder Mensch gefallen oder von den Dämonen versklavt worden war. Erst dann, ja ganz zum Schluss, würde der Vatikan dran sein. Sie redeten immer davon, dass ihnen die Menschen so wichtig waren, aber ein Scheiß waren wir dem Vatikan das. Dieses ganze System das funktionierte einfach nicht und genau aus diesem Grund habe ich mir vorgenommen, dass ich dem Vatikan die Macht nehmen wollte. Keine Ahnung, wie lange ich für diese Aufgabe brauchte, aber ich schaffte es, da war ich mir ganz Sicher und wenn ich es nicht schaffte, dann würde ich jemandem meine Aufgabe übertragen, doch noch ging ich davon aus, dass ich den Vatikan irgendwie unterbuttern konnte.
Ich sah auf und merkte, dass die meisten der toten Dämonen nun auf einem Haufen lagen. Ob ich stolz darauf war so viele getötet zu haben? Nein, das war ich nicht. Aber ich musste an die Menschen in den Städten denken. Diese, welche nicht vom Vatikan geschützt werden, auch wenn der Vatikan das sagt. Seufzend strich ich durch den rot-schwarz gefärbten Sand. Noch mehr Blut an meinen Hände machte auch nichts mehr aus, denn im ganzen sah ich etwas derangiert aus. Überall hatte ich Hämatome und Wunden. Nichts dramatisches, glaubte ich. Und der Rest meines Körper ist übersät von Blut. Rotes Blut sowie schwarzes. Aber davon durfte ich mich jetzt nicht ablenken lassen, denn ich musste hier weg, bevor der Vatikan mich wieder aufhält. Die akzeptierten mich eh nur, weil sie immer irgendwelche Aufseher hinter mir her schicken, sonst wäre ich ein zu großes Sicherheitsrisiko. Naja, aber ich war ja auch selbst Schuld dran, denn als ich damals den Vatikan verlassen hatte, habe ich einen ganz schönen Wirbel verursacht.
Ich stand auf und streckte mich kurz. Meine Muskeln brannten von der Anstrengung und ich freute mich jetzt schon auf eine heiße Dusche, um meine verkrampften Muskeln wieder zu entspannen. Ich machte auf den Rückweg und suchte diesmal das nächstgelegene Gasthaus auf. Hier kam ich öfters unter, denn es lag sehr abgelegen und hier kamen nur Menschen mit Geheimnissen hier. Ich war mir Sicher, dass mir hier niemand nach spionierte, weil ich etwas komisch war, denn hier war so manch einer etwas anders. Deshalb suchte ich nur Orte wie diesen aus. Ich kramte aus meiner Tasche meinen Mantel und zog mir diesen über, schließlich sollte niemand das Blut und die Verletzungen sehen, sonst konnten sich die meisten wohl denken, was passiert war und das war auch nicht nötig, denn auch wenn die Menschen mir nicht nach spionierten so waren sie dennoch neugierig. Ich betrat die Gaststätte und ließ mir ein Zimmer geben

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7 Re: Priests and Demons am So Feb 01, 2015 12:54 am

Lioness

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• Amon •



Obwohl ich ein Dämon war, machte mir die Hitze der Wüste schwer zu schaffen. Musste wohl an den Verletzungen liegen die ich durch die Schlacht erlitten hatte. Oder aber es lag daran dass es wirklich viel heißer war als vor einigen Jahrzehnten. Durstig, müde und hungrig wanderte ich ziellos im heißen Sand umher. Ein Ziel hatte ich verloren und meine Gedanken waren mittlerweile aus meinem Schädel ausgekocht worden von den Sonnenstrahlen. Antriebslos setzte ich wie eine rostige Maschine einen Huf vor den anderen. Wie weit hatten diese verdammten Menschen die Wüste bloß ausgebreitet? Ich musste doch bereits mehrere Kilometer gewandert sein und noch immer kein Anzeichen von anderem Leben. Früher, als ich noch ein Kind war und er Krieg noch nicht so alt  hatten die Menschen das meiste unseres Landes noch nicht eingenommen. Damals war auch die Wüste kleiner gewesen. Ich wusste es, da wir diese immer durchqueren mussten, wenn wir zu meinem Onkel auf ein Fest oder zu einen der westlichen Fürsten eingeladen waren. Allerding reisten wir mit Gefolge und in Schlitten. Jetzt war ich völlig allein, hatte noch nicht einmal ein Equus auf dessen Rücken ich wenigstens meine eigene Hufe geschont hätte. So aber setzte ich Stunde für Stunde immer und immer wieder einen Schritt nach dem anderen.
Ich glaube schon beinahe nie an das Ende dieser Wüste zu gelangen, da meinte ich am vor Hitze flackernden Horizont etwas zu sehen. Ich ging weiter, wollte wissen was das ist und es entpuppte sich schon bald als kleines Kaff, noch weit weg von irgendeiner Stadt entfernt. Da fiel mir auch wieder mein Ziel ein: Stadt.
Ich schleppte mich weiter, ließ meine äußere Erscheinungsform die eines Menschen gleichen, was noch mehr an meinen Kräften zerrte. Verflucht ich war ein Feuerdämon! Die Wüste solle im Grunde ein Kinderspiel für mich sein! Stattdessen aber brach ich weinige Meter vor dem Schatten des ersten Hauses im Staub zusammen.

Der Mond war aufgegangen als ich vor Kälte erwachte. Ich fühlte mich als würde ich glühen, doch nicht von innen heraus wie ich es gewohnt war. Meine bleiche menschliche Haut war es die glühte und wenn ich es jetzt schon so erwähnte, war diese Haut gar nicht mehr so blass, eher rot wie ein Leuchtfeuer. Ich stützte mich vom sandigen Boden ab, raffte mich auf. Leicht taumelnd geriet ich wieder auf die Beine. Es war bitterkalt und das nächste was mir auffiel war dass mein Magen rebellierte. Ich beschloss mir eine Unterkunft zu suchen, allerdings nicht nackt. Wie gut es sich da doch traf dass einige Menschen ihre Wäsche zum Trocknen über Nacht draußen auf hingen. Als ich mir die leichten Stoffe überzog, brannte meine Haut an jeder Stelle an der sie berührt wurde. Die Zähne zusammen beißend ertrug ich es stur. Als nächstes suchte ich ein Wirtshaus auf. Es war nicht schwer zu finden gewesen, da diese Bretterspilunke so ziemlich das einzige größere Häuschen war, in dessen inneren noch nicht alles zu schlafen schien, was nicht zuletzt das besoffene Grölen der Gäste verriet. Also machte ich mich auf ins innere. Auch wenn ich die Gegenwart der Menschen verabscheute, so brauchte ich doch ein Dach übern Kopf, vor allem wenn dieses Dach mich vor weiteren Sonnenbränden schützte und mir garantierte dass ich die Nacht nicht von irgendwelchen Tieren angefressen wurde. Am Theresen meldete ich mich für ein Einzelzimmer und gab bescheid dass ich am Tag meines Aufbruchs dafür bezahlen würde.
Im Zimmer angekommen rümpfte ich die Nase. Überall Sandkörner oder Staub. Wussten Menschen nicht wie man fegt? Doch das und der Sonnenbrand hintreten mich trotzdem nicht daran auf das knorrige Bett zu legen und die Augen zu schließen.

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8 Re: Priests and Demons am So Feb 01, 2015 2:42 pm

Kuraiko

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Admin
Ich weiß sogar was equus heißt xD

Elena

Hinter mir öffnete sich noch einmal die Tür und ich drehte mich kurz um. Es war ungewöhnlich, dass es hier in der Gaststätte gleich zwei Ankömmlinge an einem Tag gab und dazu noch direkt hintereinander, aber ich ließ mich daran gerade nicht weiter stören, denn mich ging nichts die Geschichte des Wichts an, welcher nun die Gaststätte betrat. Doch sein Aussehen war schon etwas gewöhnungsbedürftig. Jedenfalls für den normalen Durchschnittsmenschen. Hier sahen viele so ähnlich aus, wie er. Er hatte eine große Narbe im Gesicht, doch das war nicht was meine Aufmerksamkeit erregte. Nein, er hatte eine ganz rote Haut. Da hatte sich wohl jemand zu lange in der Wüste herumgetrieben. Naja, wie dem auch sei. Das war nichts, was mich anging. So nahm ich meinen Zimmerschlüssel entgegen und ging nach oben in mein Zimmer, weil ich nur noch das viele Blut, welches sich unter meinem Mantel versteckte und meine Haare verklebte abwaschen.
Ich schloss mein Zimmer auf und betrat. Viel hatte ich nicht erwartet und das war auch gut so, denn sonst wäre das hier eine bittere Enttäuschung gewesen. Viel gab es hier nicht und das was es gab war zum größtenteils sehr herunterkommen. Hier stand ein Bett, eine Schreibtischkommode, ein dreckiger Spiegel und ja, das war es auch schon. Es gab kein dazugehöriges Badezimmer. Natürlich nicht. Mich wunderte das nicht, denn so war das oft hier in der Wüste. Es gab nur ein großes Gemeinschaftsbad, wobei man groß wohl kaum sagen konnte. Ich hatte Glück, wenn es hier zwei Duschen gab mit Vorhang. Viel Privatsphäre gab es hier nicht. Doch mir machte das nicht ganz so viel aus, denn jeder der gucken würde, wenn ich duschte, der bekam sehr viel Ärger. Also ließ ich mich von solchen Kleinigkeiten nicht beirren.
Ich schmiss meine Tasche auf das Bett und hatte schon Angst, dass es nun zusammenbrach, aber noch hielt es stand. Dort suchte ich mir frische Sachen raus und betrat dann wieder den Flur, nur um mich ins Badezimmer zu verziehen. Ein Highlight gab es hier dann ja doch, denn das Badezimmer ließ sich abschließen. Wirklich super. Das war quasi reiner Luxus. Langsam zog ich mich aus und stellte mich dann unter die Dusche. Das Wasser, vor allem das saubere Wasser tat unheimlich gut und für einen Moment blendete ich einfach den Tag mit all seinen Ereignissen aus. Das Duschwasser war dunkelrot und schwarz, aber hauptsächlich schwarz. Sobald ich halbwegs sauber war, stieg ich aus der Dusche und ließ meine Haare offen. Dann zog ich mich an. Mein Blick glitt zur Uhr. Es war vier Uhr morgens, aber ich hatte Hunger und ich wusste, dass ich noch etwas bekam, denn vor sechs Uhr ging hier niemand schlafen. Der Nachteil war, dass man auch vor zwölf Uhr Mittags nichts zu Essen bekam, aber das war ja gerade nicht mein Problem.
Deshalb ging ich nach unten und setzte mich an die Bar, wo ich einen Bourbon bestellte und mich umsah. Hier saßen nur arme Seele, betrunken, nichts außergewöhnliches. Der Wirt stellte mir einen undefinierbaren Eintopf vor die Nase, aber ich störte mich nicht daran und aß ihn auf. Danach beschloss ich nach oben zu gehen, sobald mein Bourbon alle war

Kleidung:
Sie trägt die rote, eine schwarze Röhrenjeans und solche schuhe wie ich sie dir gezeigt habe ;D

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9 Re: Priests and Demons am Sa Feb 07, 2015 8:04 pm

Lioness

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Hatte da etwa jemand Latein gehabt?  Wink



• Amon •

Es klopfte. Nein, es polterte regelrecht gegen die Tür. Nur träge öffnete ich die Augen und musste mir erst bewusst werden wo ich war und was passiert ist. An die Decke starrend die vorherigen Ereignisse resümierend erkannte ich Spinnenweben mit den dazugehörigen Bewohnerinnen in den windstillen Ecken des Zimmers. Das Poltern wurde lauter und eine undeulich gedämpfte Stimme rief irgendwelche Wörter. Ich rieb mir eines meiner Augen mit dem Handballen, während ich aufstand und gähnte ausgiebig. Die alte Holztür staubte bei jedem Hämmern dagegen. Mir durchs Haar fahrend legte ich das Schanier um und öffnete die Tür.  "Bist auch mal endlich wach, was?" Meinte ein groß gewachsener schlagsiger junger männlicher Mensch und grinste schreg. Ich war noch gar nicht richtig wach und murrte bloß. Als er vor mir stehen blieb, ohne mir zu sagen was er wollte oder zu gehen, fixierte ich den Menschen fragend mit einer erhobenen Augenbraue. "Tja ich sollt nachsehen ob du noch lebst, das letzte mal als jemand nen Tag lang nicht das Zimmer verlassen hat war er tot... außerdem hab ich kein Bock wieder nen Toten hier raum zu karren." zuckte er recht teilnahmslos die Schultern. "Man sieht sich." Zwinkerte er mir mit schlaff salutierender Hand entgegen, ging im gemütlichen Gang mit den Händen in den Hosentaschen weg  und ich ließ die Tür wieder zufallen dass es staubte. Einen Tag hatte ich geschlafen? Und hatte der Mensch damit einen ganzen Tag gemeint oder  bloß übertrieben? Das kleine Fenster in dem engen Zimmer ließ nur wenig Licht in den Raum hinein, doch war es in warmer Farbe gehüllt. Ich sah raus und erkannte die sich immer länger ziehenden Schatten der Baracken ähnlichen Hütten auf dem Sandboden. Die Sonne musste dabei sein ein weiteres Mal unter zu gehen. Meine Hand hatte ich unbewusst gegen die verdreckte Scheibe gelegt, nun viel mein Blick auf diese menschliche bleiche Haut. Ich war wieder bleich? Meinen Oberkörper hinunter sehend stellte ich fest dass der Sonnenbrand verheilt war. Anscheinend wirkten einige meiner Kräfte auch noch in dieser schwachen Gestalt. Mich hätte es schon interessiert zu sehen wie ich in menschlciher Form aussah, aber nun hatte ich erstmal wichtigeres zu erledigen, denn überkam mich ein unstillbar erscheinender Hunger.
Ich hatte mich auf eine Bank an einem Tisch in einer der hinteren Ecken im unteres Wirtsbereich des Gasthauses gesetzt und winkte die Bedienung zu mir.  Ein weiblicher junger Mensch, blondes Haar und große braune Augen. Dazu sehr offenherzig gekleidet. "Was wünschen Sie mein Herr?" Fragte sie schüchtern als ich ihr in die Augen sah. "Was empfilst du mir denn?" Machte ich es mir gemütlich. "Wir haben Bier, Votka, Schnaps, Burbon,Whisky..." zählte sie auf mit dem Tablett unterm Arm geklemmt. "Nein nichts zu trinken! Ich will was essen." "W-wir hätten noch Eintopf von gesten..." ich nickte nur und sie drehte sich eilig um. Machte ich etwa einen solch Angst einflößenden Eindruck auf die Menschen? Der Gedanke missfiel mich nicht, jedoch würde es sich früher oder später als Problem herausstellen. Da war ich mir sicher. Ich sah mich um und erblickte mein Spiegelbild im Fenster. Mickrig, kein und schwach. So sah ich aus. Wie ein Mensch. Keine Hörner, keine flammenden Augen. Nichts dergleichen. Bloße blasse Haut, auf dem Haupt schwarzes strehniges Haar, das mir in die Augen fiel - die Augen. Solch abscheuliche Augen hatte ich seltend gesehen, wenn nicht sogar noch nie. Wasserblau, mit einer tier schwarzen Pupille und weißem Augapfel. Von meinem eigenen Erscheinungsbild angewidert rümpfente ich die Nase, dabei entblößten sich die langen spitzen Eckzähne. Weiß funkelten sie in der Fensterscheibe wieder. Schnell verdeckte ich sie wieder und sah mich unauffällig um, doch schien niemand etwas davon mitbekommen zu haben, alle waren mit sich selbst beschäftigt oder zu besoffen. Warum mussten Menschen sich immer besaufen? Es war mir unbegreiflich.
Die Suppe kam. Ich lächelte dem Mädchen zu, allerdings aus Gewohnheit jedoch ohne Freundlichkeit. Sie strich sich nervös die blonden Haare hinters Ohr und lächelte verlegen, sah auf den Boden. Ich runzelte leicht die Stirn. Seltsames Verhalten dass die Menschen so an den Tag legten, sehr seltsam.
Ich aß einfach meinen Eintopf und hoffte die Mensch Frau würde von selbst verschwinden, was sie dann auch tat da sie gerufen wurde. Obwohl ich noch nie so eine Plörre gegessen hatte füllte sie doch gut meinen Magen. Allmählich beruhigte sich mein grummelnder Bauch und das Sättigungsgefühl trat ein. Ich lehnte mich zurück und sah mich ein weiteres mal in dem Kneipenabteil um. Ich musste mich bald von hier aus dem Staub machen, am besten unbemerkt. Vielleicht wenn ich vorsetzlich einen Spaziergang machen würde und nie wieder zurück kam? Jedenfalls konnte ich nicht bezahlen und sah auch nicht ein dafür irgendwie aufzukommen.

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10 Re: Priests and Demons am Fr Feb 20, 2015 8:20 pm

Kuraiko

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Ja^^

Elena

Ich beschloss erst einmal etwas in dieser Absteige zu bleiben. An sich hatte ich eh nichts zu tun und von meinem letzten Job hatte ich noch genug Geld, um mir das hier leisten zu können. Außerdem waren hier keine Leute, welche fragen stellten und dafür zahlte ich sogar mehr. Trotzdem hielt auch gerne mein Geld zusammen. Man konnte nie wissen, was alles passierte und Geld regierte auch hier die Welt. Geld und Glaube. Also die Kirche. Spöttisch verzog ich bei dem Gedanken das Gesicht und ging runter in die Schenke. Es war noch sehr früh, aber mich überraschte das nicht, denn ich war schon immer sehr früh wach. Gerade durch meine Fähigkeiten brauchte ich auch nicht mehr Schlaf. Ich hatte mir antrainiert mit so wenig Schlaf, wie möglich auszukommen, denn dann war ich auch Sicher. Zwar konnte ich auf die Träume anderer zugreifen, doch ich war genauso angreifbar, wenn ich schlief und meine Fähigkeiten aktivierte. Ich setzte mich auf einen Stuhl an einen Tisch in der Ecke und holte mein Notizbuch aus meiner Tasche. Der Wirt kam zu mir und ich bestellte das, was auf der Speisekarte stand. Das war eh nur ein Gericht und wahrscheinlich von Gestern oder Vorgestern. Gut, dass ich mir durch so ein Essen schon einen starken Magen antrainiert hatte, sonst hätte ich das ein oder andere Probleme gehabt und eine dauerhafte Lebensmittelvergiftung.
Ein junger Mann betrat den Raum und setzte sich ebenfalls in eine Ecke. Anscheinend war er nicht das Leben in der Wüste gewohnt. Er war zwar groß, aber sah nicht gerade sehr durchtrainiert aus eher schlaksig. Außerdem zierte eine große Narbe seine Wange. Seine Haut war fast weiß, was mich ebenfalls zu der Vermutung kommen ließ, dass seine Haut bis vor kurzem so gut wie nie Sonne genießen durfte. Es grenzte wohl an ein Wunder, dass er noch keinen riesigen Sonnenbrand hatte. Doch auch dies ging mich nichts an und nachdem ich aufgegessen hatte, schob ich den Teller beiseite und zog mein Notizbuch wieder zu mir heran.
Seitdem ich bei der Kirche ausgetreten war, war ich auf der Suche nach etwas, was ihr die Macht nehmen konnte. Sie war schon lange nicht mehr der heilige Orden für welchen sie sich ausgab und das war sie nie und das wird sie auch nie sein. Irgendwer musste dem ganzen ein Ende setzen. Doch außer mir traute sich kein anderer oder andere liefen nicht mit den kritischen Augen, wie ich durch die Welt, aber das war auch Okay, schließlich haben sie auch nicht das erlebt und gesehen, was ich erlebt und gesehen hatte. Da dachte dann wohl jeder anders und ich hatte durch meine Erziehung und meine Fähigkeiten, als Exorzisten auch das Können, um die Städte von den Machteinflüssen zu befreien. Jetzt musste ich nur noch wissen, was ich tun konnte, damit die Kirche ihr Macht verlor. Bis jetzt war ich noch auf keine Lösung gekommen, aber laut einer sehr alten Sage gab es ein Buch, doch es war weit weg von hier. Sehr, sehr weit und alle konnte ich es kaum schaffen dieses Buch zu besorgen. Da brauchte ich mir nichts unnötig einbilden, denn so gut war ich auch nicht, dass ich den Dschungel ohne Hilfe überlebte. Nicht bei den Kreaturen, welche da lebten. Ich musste ja auch schlafen und das konnte ich an so einem Ort nicht, weil ich dauerhaft aufpassen musste, dass mich keines dieser Bestien angriff und wer überlebte schon mehrere Wochen ohne Schlaf? Also ich sicherlich nicht. Zwar kam ich mit wenig Schlaf aus, aber etwas brauchte ich dann doch noch

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11 Re: Priests and Demons am Sa März 07, 2015 11:09 pm

Lioness

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• Amon •

Obwohl ich mir eigentlich die Spielunke etwas ansehen wollte, viel mein Blick doch immer wieder zu dem Fenster. Das was sich dort drinnen als mein Spiegelbild wiederfand war einfach zu surreal, als dass icb es einfach so abhaken konnte. Ein weiteses mal mein menschenmickriges Äußere distanziert betrachtend, stellte ich erst bei genauerem hingucken fest, dass darauch dass einige meiner Haare hinters Ohr geklemmt waren, dieses nach oben hin spitz zu lief. War das bei allen Menschen so? Ich sah mich um. Nicht viele der Menschen hier hatten ihr Haar kurz genug oder trugen es so dass man etwas sehen konnte. Doch meinte ich mich bei der Kellnerin erinnern zu können, dass sie abgerundete Ohren besaß. Mit einer schlichten Handbewegung strich ich das ungewohnt weiche Geflecht auf meinem Haupt über meine Ohren. Selbst wenn nur die männlichen Vertreter dieser Spezies spitze Ohren aufwiesen und wie weiblichen runde, so wollte ich kein Risiko eingehen. Denn möglich wäre es dass sie alle diese runden Ohren besaßen.
Ich hatte mich gerade dazu entschieden aufzustehen und den geplanten 'Spaziergang' zu machen, da bemerkte ich dass meine Zunge am Gaumen kleben blieb und mein Mundraum wie ausgedürrt war. Fühlte es sich so an in diesem fremden Körper durstig zu sein? Sicherlich. Ich schluckte, der Hals war von innen rau, trotz der Plörre die ich eben noch herunter geschlungen hatte. Deshalb blieb ich sitzen und rief die Beziehung. "Wie sieht's mit Trinken aus?" Fragte ich sie und sie begann das gleiche zeug wie vorhin aufzuzählen. "Gibt's auch was anderes außer dem Zeug?" Fragte ich schon beinahe lustlos. Das Mädchen sah mich wie entgeistert an. "W-wie meinen...?" "Was anderes eben." "Ähm... ich könnte nachfragen, ob Vater die Trauben noch nicht aufgesetzt hat. Wäre das in Ordnung?" Fragte sie schüchtern. Ich überlegte kurz. Dann würde ich Saft trinken. Gut wenn sie kein Wasser hier haben, sondern nur so ein Zeug dann soll es eben so sein. Ich nickte ab und sie begann nervös zu lächeln ehe sie hinter dem Tresen in einen Hinterraum verschwand. Nach einiger Zeit kam sie wieder, allerdings ohne etwas bei sich zu haben. "Es tut mir leid aber wir haben nichts ohne Alkohol mehr." Ich rümpfte die Nase, da viel mein Blick auf ihren langen, schmalen Hals und ich leckte mir über die Zähne. Ich kannte noch etwas was rot war wie Traubensaft und nicht alkoholisch. Doch verwarf ich den Gedanken. Es kam meiner Tarnung nicht gut, wenn ich in aller Öffentlichkeit ein Menschenmädchen in den Hals biss. Oder in den Arm oder sonst wo. Da hätte ich mich auch gleich in meiner wahren Gestalt hier hinein setzten können. "Gut." Knurrte ich, riss meinen Blick los und stand auf. Obwohl ich doch in dieser mickrigen Hülle gefangen war, überragte ich nun die Blonde vor mir die mkr eilig Platz machte. Dann würde ich eben sehen ob es in sanitären Einrichtungen das kühle Nass gab, wonach ich micb sehnte. Falls dieses Lokal denn überhaupt soetwas besaß. "Gibt's Duschen?" Fragte ich mich ein letztes Mal zum Mädchen umdrehend. "J-ja, im zweiten Stock." Zeigte sie hinauf als würde das etwas bringen. So setzte ich meinen Weg an. Die Treppen hinauf kam mir ein zugedröhnter alter Mann entgegen gestolpert. Seinen Hut schief auf dem Kopf und keinen Fuß mehr gerade  vor den anderen setzen könnend. Verständnislos schüttelte ich den Kopf und ging einfach vorbei. Es war mir ein Rätsel wie die Menschheit sich nur in solchen Rauszuständen freiwillig begeben konnte.
Im zweiten Stock dann angekommen, fand ich erst nach einigem nachfragen die richtige Tür zu den Duschen. Da ich schon mal hier war, konnte ich auch gleich den Wüstendreck von mir abwaschen der noch von dem letzten Tag an mir klebte. Es war kein großer Aufwand meine Sachen auszuziehen und zusammen in eine Ecke zu legen. Das kalte Wasser das nun auf mich hinab rieselte tat gut, jagte mir einen kühlen Schauder über den gesamten Körper und ich öffnete mit der Duschbrause entgegen gerichtetem Gesicht den Mund um zu trinken. Tat das gut. Ich wusste nicht wie lange ich unter dem Wasser gestanden hatte, doch begann die Haut an meinen Händen zu schrumpeln, wie Dörropst. Außerdem wurde mir zu kalt. Ich stellte das Wasser ab und zog mich an. Das Hemd klebte von Feuchtigkeit an meinem Oberkörper und erschwerte es mir anzuziehen. Ebenso die Hose. Ich sah zu meinen nackten Füßen hinunter. Ich brauchte Schuhwerk, wenn ich mir nicht die Sohlen im heißen Sand verbrennen wollte. Ich verließ die Duschen und stolperte beinahe im Flur über einen Menschen. Es stellte sich heraus dass es die blonde Bedienung war. "I-ich wollte nachsehen ob Sie es gefunden hatten..." meinte sie schüchtern auf den Boden blickend. Ich runzelte nur verwundert die Stirn und dachte mich nichts weiter dabei. "Habe ich." Dann ging ich die Treppe hinunter in mein Zimmer. Auf der Etage fiel mir eine Tür ins Auge die einen Spalt weit offen stand. Warum sie mir ins Auge fiel? Die anderen Türen waren alle ausnahmslos geschlossen. Auf leisen Sohlen ging ich näher heran und hörte aus dem Inneren ein stetiges Schnarchen. Neugierig lugte ich durch den Spalt und erkannte ein Bett mit etwas drinnen dass ein Mann sein musste. Wo ein Mann war mussten auch seine Sachen sein. Also öffnete ich die Türe etwas, wobei es ein unliebsames Knarren verursachte, das mich inne halten ließ. Doch nichts, der anscheinend gut beliebte Mann grunzte weiter vor sich her. Gut, sehr gut. Die Tur so weit geöffnet dass ich hindurch passte, trat ich ein. Wunderbar! Dieser Mensch hatte direkt am Fußende des Bettes seine Schuhe platziert. Leise und vorsichtig schlich ich dort hin und nahm sie in die Hand. Sahen recht stabil aus und würden mir vorerst reichen. Dann fiel mir seine Hose ins Auge, die ausgezogen über einem Stuhl lag, an der mich die ausgebeulte Tasche reizte. Weiter in den Raum vordringend fasste ich in den Stoff hinein und holte einen kleinen Geldsack hervor. Das wurde ja immer besser. Grinsend steckte ich mir das Geld in die eigene Tasche und machte mich auf leisen Sohlen auf und davon. Die Tür lehnte ich nur leicht an, als ich wieder draußen im Flur war. Lief doch wie geplant. Nun hatte ich Schuhe und Geld.


sein Hemd und Schuhe:

Das Weiße in der Mitte Wink




Hier seine Hose + Schuhe


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12 Re: Priests and Demons am Sa März 21, 2015 3:21 pm

Kuraiko

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Elena

Etwas frustriert schlug ich mein Notizbuch zu, denn so wie es aussah, musste ich mir einen Partner suchen. Dabei gab es nur zwei Probleme...Erstens war Partnerarbeit wirklich nichts für mich. Schon damals im Vatikan war ich eine Einzelgängerin gewesen und absolut nicht Teamfähig, das hatte sich in den letzten Jahren mit Sicherheit auch nicht geändert. Das zweite Problem war, dass ich bestimmt auch niemanden fand, der so bald war, um mich zu begleiten. Ich hatte nur eine vage Beschreibung, wo das Buch sein sollte und dabei stand in Frage, ob es dieses Buch überhaupt wirklich gab oder ob es nur eine Sage beziehungsweise Legende war. Doch selbst wenn es das Buch gab, so war der Weg dahin mehr als nur gefährlich und manche würden diese Mission als Selbstmordkommando bezeichnen, was es bestimmt auch war. Das alles war doch ein sehr niederreißendes Ergebnis und ich fuhr mir durch die Haare. Dennoch war ich fest entschlossen einen Weg zu finden, um den Vatikan aufzulösen und das Buch war der einzige Anhaltspunkt und wenn ich dabei draufging, dann war das eben so. Viel hielt mich hier auch nicht mehr.
Mit diesen Gedanken im Kopf, stand ich auf und ging nach oben in mein Zimmer. Das Essen ließ ich mir einfach mit auf meine Rechnung schreiben. War doch praktischer, wenn ich am Ende alles bezahlte, als wenn ich nun hundert Mal mein Geld heraus kramen musste und am Ende so viel Kleingeld hatte. In meinem Zimmer angekommen warf ich mich auf mein Bett und sah an die mehr als nur kaputte Decke. Es war ein Wunder, dass es noch nicht rein regnete, die Decke zusammenbrach oder es noch nicht schimmelte. Doch es war nur eine Frage der Zeit, bis es soweit war und das Haus wirklich ein einziger Schrotthaufen war, aber bis dahin war ich schon längst weg. Da war ich mir Sicher. Spätestens Morgen wollte ich auch von hier wieder weg sein und in die Stadt, um mir noch ein paar Informationen zu besorgen. Noch war ich nicht bereit auf lange Reise zu gehen. Vorher musste ich in die Hauptstadt vom Vatikan zurück und durch ein paar andere Städte reisen, um alles zu bekommen, was ich für diese Mission brauchte und das war nicht gerade wenig, wie sich die meisten bestimmt vorstellen konnten. In meinem Kopf erstellte ich schon einmal eine kleine Liste von Dinge, welche ich unbedingt noch besorgen musste neben einen Partner und Informationen. Allerdings brauchte ich dafür ebenfalls Geld und so viel hatte ich auch wieder nicht, dass ich mir neues und vor allem auch gutes und hochwertiges Equipment leisten konnte. Also musste ich so oder so noch einmal in die Stadt, um den ein oder anderen Auftrag anzunehmen, damit an Geld herankam. Vielleicht würde ich mir auch etwas klauen, selbst wenn ich das nicht so gerne machte. Aber ich tat alles für mein Ziel und dafür musste ich dann eben auch mal meine moralischen Bedenken über Bord werden. Wer war heute denn schon ehrlich? Richtig, so gut wie niemand mehr und ich war ein Exorzist, so gehörte ich wohl zu den letzten Menschen auf dieser Welt, welche etwas über Moral erzählen sollten.
Genervt blickte ich auf die Uhr. Es war erst Mittag, also konnte ich theoretisch noch etwas raus gehen und trainieren, aber dafür fehlte mir gerade irgendwie der Antrieb und so blieb noch etwas liegen ehe ich mich aufsetzte und wieder nach dem Notizbuch vertiefte, um meine Aufzeichnungen und schon gesammelten Informationen noch einmal durchzugehen. Das machte ich ziemlich oft, wie ich selbst schon gemerkt hatte, aber ich wollte einfach nichts übersehen haben. Mit der Zeit begann ich durch den kleinen Raum zu laufen, samt Buch in meiner Hand

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13 Re: Priests and Demons am So März 29, 2015 12:45 am

Lioness

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• Amon •


Von den jüngsten Ereignissen froh gestimmt, ging ich leichten Fußes in das mir zugewiesene Zimmer und schloss hinter mir die Tür. Die Schuhe ließ ich nun aus meinem Griff vor mir auf den Boden fallen, dass die Sohlen ein dumpfes Klacken erzeugten. Mit den nackten, teils von der Dusche noch feuchten, Füßen stieg ich in die abgenutzten Männerstiefel, welche an sich nicht sonderlich hoch waren und nur bis zur Mitte meiner Waden verliefen. Kaum in den einen Schuh, stellte ich fest, dass sich etwas darin befand und sah nach. Kurz lief es mir durch den Kopf, dass der rechtmäßige Eigentümer eventuell eine weitere Geldbörse darin gelagert haben könnte, doch wurde diese Wunschvorstellung jäh enttäuscht, als ich lediglich ein altes Paar zusammengeknäulter dreckig-löchriger Sock heraus fischte. Den Kopf in Schieflage beäugte ich in einer Mischung aus Enttäuschung und Angewidertheit den Stoff, bis mir der beißende Geruch in die Nase stieg und ich reflexartig den Kopf zurück zog. Widerlich! Ich behaupte zwar nicht dass 'Dämonen' wie ein Blumenbeet duften, wenn sie sich wochenlang nicht gewaschen hatten, aber dieser Vertreter der Gattung Mensch hatte dem Geruch nach zu urteilen Monate kein Bad mehr genommen. Wenn er denn überhaupt jemals eins genommen hatte. Andererseits... vielleicht nutzen mir die Socken auch. Sicher würde ihr Geruch jegliche Milch sauer werden lassen, doch bahnte sich mir das Bild vor Augen, welch abgescheuerte Haut und blankes Fleisch an meinen Füßen zu sehen wären, wenn der grobe Wüstensand zwischen dem Schuhwerk und dieser weichen menschlichen Haut in der ich jetzt gefangen war scheuern würde. Deshalb zog ich die ausgefransten Socken an, auch wenn es schöneres gab was ich mir vorstellen konnte. Was soll's. Wählerisch war das letzte was ich sein konnte. Mit den ranzigen Socken in die Schuhe steigend, stellte ich fest, dass es sich seltsamerweise angenehmer anfühlte, als mit dem bloßen Fuß hinein zu steigen. Meine Hand vergrub ich in die Hosentasche, wo der Geldbeutel ruhte. Wenn ich mich trotzdem aus dem Staub machen würde, hätte ich länger etwas von dem Geld. Andererseits konnte ich auch in anderen Städten sehen was sich dort holen lassen würde und hätte hier nicht die Last zu tragen, im Stillen zu verschwinden - was ich nicht in meinem neuen Körper bevorzugen würde, da ich mich in ihm noch eingewöhnen musste. Es war mir immer noch ungewohnt um einiges kleiner als zweieinhalb Meter zu sein, wobei ich noch nicht einmal zu den großen unserer Art gehörte. Auch die Einschränkung all meiner Sinne war mehr als nur gewöhnungsbedürftig. Dabei wanderten meine Gedanken zu meiner Fähigkeit, meiner Leidenschaft für Feuer. War es mir auch in dieser verletzbaren Hülle bestimmt Herr über die Flammen zu sein? Ein Teil von mir wollte es ausprobieren, doch der andere Teil besann sich darauf dass ich mich in einer staubtrockenden Gegend zur Mittagszeit und in einem Holzgebäude befand und es somit nicht ratsam wäre meine Grenzen auszutesten. Ich sollte mich erst mal auf meine Aufgabe konzentrieren. So war es beschlossen.
Das Zimmer verlassen und bereits die Treppe zum Erdgeschoss hinunter gehend, bemerkte ich auf den letzten Stufen den Blick der blonden Kellnerin. Ich sah ihr zwar entgegen, dachte mir dabei allerdings nichts weiter und setzte mich an die Theke, hinter dem ein kahlköpfiger Mann mit Schürze und gezwirbeltem Schnauzbart stand und die Gläser polierte. Ich bestellte ein Getränk. Zur Tarnung versteht sich, denn von selbst würde ich dieses Zeug nicht anrühren. Ich trank auch während der ganzen Zeit nicht, behielt lediglich die Hand um das kühle Glas, ohne es je an meinen Mund zu führen. Ich musste Informationen sammel und alles was ich über den Vatikan erfahren würde mir dabei willkommen. Es war bereits Mittag geworden und ich würde unter keinen Umständen einen Fuß nach draußen setzen. Zu sehr war mir noch die Erinnerung an den Sonnenbrand und den schier unstillbaren Durst nach Flüssigkeit in Erinnerung, die dadruch dass ich durch die Wüste gewandert war entstanden waren. Ich würde erst später,  also abends oder noch besser nachts aufbrechen. Mich von meinen Gedanken lösend, hörte ich mich um. Unter dem besoffenen Gelalle, was unüberhörbar aus der breiten Masse empor klang, waren nur wenige brauchbare Informationen zu erkennen und selbst diese waren letztendlich doch Sackgassen. Ich würde wohl oder übel den gesamten Vatikan auslöschen müssen.  Vater hatte mir zu seiner Zeit gesagt, man vernichtet eine Schlange am schnellsten und effektivsten wenn man ihr den Kopf abtrennt. Nun könnte man zwar meinen dass der Papst dieser Kopf sein würde,  die leitende Führung der Menschheit, doch würde ich nur ihn umbringen würde der Vatikan darauf nur einen neuen Papst wählen und das ganze Spektakel würde erneut starten. Nein, der Vatikan an sich war das leitende Haupt. Der Papst war nur ein Symbol, eine Marionette des Vatikans für das Volk.
Nach guten zwei ein halb bis drei Stunden beschloss ich, dass es keinen Sinn mehr hatte und fragte den Wirt was er bekommen würde, denn war es nun Nachmittag und irgendetwas hatte diese Spilunke an sich, was mich nicht länger aushalten ließ zu verweilen. Ich legte dem Wirt das Geld hin und stand von dem Hocker auf, als unverhofft vor mir die Bedienung stand, sodass ich binahe in sie hinein gerannt wäre. "Entschuldigung." murmelte sie verschämt darüber. Ich winkte ab und wollte vorbei, da kam es erneut von ihr. "S-Sie wollen uns schon verlassen?" die Blonde wandte ihren Blick eilig von mir ab und sah auf den Boden als ich zu ihr sah. "Wollen Sie vielleicht noch etwas beiben?" Fragte ihre hohe Stimme. Da dämmerte es mir. Es war keine Angst, die sie mir entgegen brachte. Schon die ganze Zeit über war es keine Angst gewesen. Es war die Scham eines Mädchens, dass sich in einen Mann verguckt hatte. Bei dieser Erkenntnis bahnte sich mir unterschwellig ein Grinsen an. "Es gibt nichts was mich hier noch hält." fixierte ich sie. Mit glühenden Wangen begann das Menschenmädchen zu stottern. "I-ich... weiß nicht. Vielleicht wenn Sie nur eine weitere Nacht hier bleiben...?" Ich beugte mich etwas vor. "Und wozu?" Sie erstarrte und ihr Kopf lief rot an. Sie hatte verstanden was ich damit hatte sagen wollen,  hätte die Zweideutigkeit beinahegreifen können. Mich an die Theke angelehnt hörte ich ihrer gestotterten Antwort zu und sah mit zurückgehaltenen Genuss wie sie sich immer unwohler fühlte, als laute Stimmen meine Aufmerksamkeit auf sich zogen. "Da! Das sind sogar meine Schuhe! Das verdammte Arschloch hat bestimmt auch mein Geld gestohlen! Haltet ihn!" Rief die Stimme des dickbäuchigen Mannes dessen Anschuldigung mir gegenüber stimmte. Allerdings hatte ich nicht vor Wurzel zu schlagen und rannte eh ich realisierte was das bedeutete zum Ausgang. Doch dort waren zwei kräftige Gestalten von Menschen aufgesprungen und hatten mir den Weg versperrt. So machte ich auf den Absatz kehrt und rannte zwischen den Tischen und Stühlen zur Treppe, benutzte sie, in der Zwischenzeit in der der Alte die Treppe hinunter kam und der halbe Laden mich zu verfolgen schien, als Hindernisse für die anderen, indem ich sowohl die Sitzgelegenheiten als auch die Tische bei meinem Lauf verstellte, indem ich sie beim rennen mitzog oder umkippen ließ. Auf der Treppe nahm ich immer gleich zwei Stufen auf einmal während hinter mir die meisten über die Möbel fielen und mir hinterher riefen. Allen vorweg der fette Alte. Das Treppenende erreichend sprintete ich durch den Flur und rannte in das erstbeste Zimmer das mir vor die Nase kam. Hinter mir die Tür zu schmeißend, rannte ich Hals über Kopf in jemanden hinein, worauf ich die Person begleitet von einem unbeholfenen Ausruf mit zu Boden riss. Im nächsten Moment in dem ich mich wiederfand, lag ich auf einer Menschenfrau. Ohne weitere Zeit zu verlieren grüßte ich sie eilig mit einem genickten und teils entschuldigenden "Abend.", ehe ich aufsprang und auf das Fenster zu spurtete, es öffnete und den Weg hinaus auf den Vorsprung des Dachs wagte. Eilig setzte ich meinen Lauf über das Dach fort, jedoch mit mehr Vorsicht wo ich meine Füße hin setzte und versuchte nicht abzurutschen. Es war ein wahrer Gleichgewichtsakt in dieser verkümmern Menschenform zu klettern und ein Wunder dass ich nicht herunter fiel. Weiter auf dem Dach entlang am laufen, kam ich auf ein tiefer gelegenes Vordach, von dem aus ich auf einen stehenden Pritschenwagen strang. Von diesem hinunter kletternd machte ich mich auf und davon, noch bevor mich die Menschen einholen konnten, unter der träge brennenden und bald vom Horizont verschwindenen Frühabendsonne.




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14 Re: Priests and Demons am Di Mai 12, 2015 4:11 pm

Kuraiko

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Admin
Elena

Ich musste schon eine ganze Weile durch den Raum getigert sein, denn als ich plötzlich am Ende des Flures Lärm vernahm, registrierte ich, dass ich fast schon am Ende meiner Notizen angekommen war und ich hatte durchaus nicht wenige davon. In den letzten Jahren habe ich einiges an Notizen zusammengetragen. Wie viele davon stimmten und welche davon relevant und wichtig für meine Forschungen und für meine Suche war, wusste ich selbst nicht, aber in Zeiten wie diesen war ich froh über jeden kleinen Tipp, welchen ich bekam. Momentan kam ich gar nicht voran, wie ich selbst fühlte und das ärgerte mich schon ein wenig. Ruckartig wurde ich aus meinen Gedanken gerissen, denn der Lärm war näher gekommen, zu nah. Um ehrlich zu sein riss er gerade die Tür zu meinem Zimmer auf um dann mitten in jenen Raum zu rennen. Vorher hatte ich dem Lärm und dem damit einhergehenden Ärger nicht viel Beachtung geschenkt, schließlich war ich hier in einer ziemlich heruntergekommenem Gasthaus und dementsprechend sah auch die Kundschaft aus. Mir war das egal, deshalb war für mich so etwas normal. Wenn so viele schwierige Charaktere aufeinander prasselten dann gab es eben das ein oder andere Mal ärger. Mich ging das nichts an, denn ich hatte meine eigenen Probleme. Doch nun konnte ich mich diesem Ärger nicht mehr entziehen, denn dieser besagte Ärger rannte nun in mich hinein. Zu allem Überfluss riss er mich auch noch zu Boden. Es reichte ja nicht, dass er durch seine ganze Aktion meine Blätter im Raum verteilte, nein, er musste mich auch noch zu Boden ringen, was ich dem jungen Mann mit den schwarzen Haaren gar nicht zugetraut habe. Jedenfalls gestern nicht, aber er schien dennoch einiges an Kraft und auch an Gewicht zu haben. Ein Stöhnen kam mir über die Lippen, als er mir die ganze Luft aus den Lungen presste in dem er auf mich fiel. Hauptsache der werte Herr hatte es bequem. Kaum hatte ich diesen Gedanken zu Ende gedacht, da sprang der Fremde schon wieder leichtfüßig auf und grüßte mich sogar. War das sein ernst? Erst brachte er den Ärger in meine Ruhe, dann verteilte er wichtige Unterlagen im Raum, schmiss mich zu Boden und das einzige was kam war ein abendlicher Gruß. Das konnte nicht sein Ernst. Doch in so einer Spielunke sollte ich nicht all zu viel Freundlichkeit beziehungsweise benehmen erwarten. Trotzdem etwas fassungslos sah ich dem Fremden hinterher, welcher aus dem Fenster auf das Dach sprang. Die wilde Meute folgte ihm sofort beziehungsweise versuchten sie es, allerdings war ich schneller und hielt sie noch im Türrahmen auf. "Stopp, keinen Zentimeter weiter oder ich schneide euch die Kehle durch," knurrte ich und funkelte die wütend an. Denn wenn die jetzt auch noch durch mein Zimmer liefen, dann würden die alle meine Notizen auch noch verschmutzen und das wusste ich zu verhindern. Als Exorzist war ich durch das gute Training auch um einiges besser, als diese Anfänger und aus diesem Grund machte ich mir keine Sorgen darum, dass ich mich mit diesen Männern anlegte. Meine Drohung zeigte Wirkung, denn sie blieben alle brav im Türrahmen stehen und ich knallte die Tür vor den verdutzten Männern zu. Endlich wieder Ruhe. Seufzend sah ich mich in dem raum um, wo jetzt ein großes Chaos herrschte hergeführt von einem Wirbelsturm bestehend aus Papieren. Genervt beugte ich mich und sammelte im krabbeln erst einmal alles zu einem großen Haufen zusammen, welchen ich dann begann zu sortieren und neu in das Notizbuch einzuordnen. Natürlich konnte ich die Dinge auch mal einkleben, aber dafür war schlichtweg kein Platz mehr in dem Buch. Das fiel schon von alleine halb auseinander.
Fast die ganze Nacht oder eher die ganze Nacht, je nachdem wann man aufstand, brauchte ich um alles wieder an die richtige Stelle des Notizbuches zu bringen. Erst als die Sonne aufging war ich damit fertig. Gähnend streckte ich mich und wäre jetzt am liebsten in mein Bett gefallen. Allerdings konnte ich mir das nicht leisten, denn ich musste dringend in die Stadt etwas erledigen und das konnte nicht warten. Lieber legte ich eine Extraschicht ein oder auch mehr, als mir wichtige Hinweise entgehen zu lassen nur weil ich müde war. So bezahlte ich mein Zimmer und schwang mich etwas später auf mein Motorrad womit es in Richtung Stadt ging

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15 Re: Priests and Demons am Fr Mai 15, 2015 8:46 pm

Lioness

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Immer noch durch das karge Ödland am rennen, das nur vereinzelnd von einigen brettigen Häusern besiedelt wurde, bemerkte ich, dass ich gar nicht verfolgt wurde. War dem alten Fettsack seine Schuhe und sein Geld plötzlich doch nicht mehr so viel Wert, wie vor wenigen Minuten? Mir sollte es nur recht sein, dann hatte ich weniger Ärger am Hals. Umso besser damit ich mich in der Stadt umzuhören konnte. Wenn ich den Vatikan stürzen wollte, dann musste ich erst mal dorthin kommen und wissen welcher Stadt ich am nächsten war, um von dort aus Proviant aufzustocken und vielleicht sogar einige andere Bekanntschaften zu machen, wie das Wirtsmädchen, und von dort aus zur Vatikanstadt zu reisen. Den Beutel mit den Münzen in meiner Hosentasche hielt ich fest, als ich meine Hand hinein steckte und mich in einen zügigen Schritt drosselte. Ich wollte weiter rennen, einfach weil ich es konnte. Ich hatte mich so lange nicht mehr frei bewegen können, auch wenn es nicht in meiner richtigen Gestalt war, aber neunzehn Jahre waren auch für mein Volk eine Zeitspanne die nicht bedeutungslos war und es fühlte sich gut an draußen zu sein. Aber gab es da etwas, was meine Heiterkeit linderte. Ich war jetzt frei. Ich - die anderen waren tot oder wieder zurück in die Tiefen der Hölle verschleppt worden. Außerdem wusste ich immer noch nicht genau wie ich das mit dem Vatikan anstellen wollte. Mir war klar, ich musste etwas tun, gegen die ganzen Kuttenträger, allesamt mussten sie vernichtet werden, damit unsereins wieder frei und in Würde über unsere Kontinente regieren konnten. Dann fiel mir etwas wichtiges ein. Ich hatte ein bedeutendes Detail vergessen. Wie hatte ich das nur übersehen können? Meinen Plänen, sofern ich sie bisher zusammengeschustert hatte, stand eine Armada von Priestern entgegen. Mist.
Doch war es sicher nicht verkehrt mich schon mal in dessen Reichweite zu begeben, damit ich schneller dorthin kommen würde, wenn ich weiter wusste. Bei einen auf der Holzveranda stehenden und gegen einen Pfahl gelehnten graubärtigen Mann erkundigte ich mich in welcher Richtung die nächste Stadt wäre. Er deutete mir mit einem Handwink murmelnd die ungefähre Richtung. "Immer der Nase nach." Kam unter dem Bart hervor und die selbstgedrehte Zigarette in seinem Mundwinkel wippte, als er sprach. Ich bedankte mich, wurde dabei überrascht angeguckt indem der Alte eine Augenbraue anhob und mir schräg nachsah. War wohl in dieser Gegend nicht üblich, dass man sich bedankte. Wie auch immer, ich folgte der mir gesagten Route nach Nord-Ost.
Die Sonne war nun untergegangen und es würde noch zwei, vielleicht auch drei Stunden dauern bis die Nacht mit ihrer Dunkelheit über diesen Teil der Welt einbrechen würde. Ich brauchte mal wieder eine Unterkunft, aber wenn ich ehrlich war, war es mir schon beinahe zu wider ein weiteres mal in Gesellschaft von Menschen zu schlafen, zumindest unter einem Dach mit ihnen. Ich beschloss mir keine Bleibe zu suchen, stattdessen würde ich die Nacht durchmarschieren, um schneller in die nächste Stadt zu kommen. Die Nacht brach schneller ein als erwartet, bereits nach einer Stunde nach Sonnenuntergang war es düster geworden. Ich blickte während ich ging hinauf in den Himmel. Die Sterne schienen mir so unerreichbar fern wie noch nie zuvor. Versteh mich nicht falsch, es war ein wunderschöner Anblick, der mich zurück in die Zeit versetzte, als meine Eltern und meine Schwester noch lebten, doch gerade dieser Gedanke war es, der das funkelnde Glitzergewirr vor meinen Augen entfremdete. Früher schienen sie mir näher, irgendwie größer. Heute waren sie kleiner geworden und auch weniger. Schade drum, aber es waren auch nur Sterne.
Nachdem ich, dem Mondstand nach zu urteilen, bis in den frühen Morgenstunden gewandert war, wurden die Baracken merklich größer, stabiler und die Wege wurden von provisorischen Straßen abgelöst dessen Häuser sich dichter ansiedelten. Die Sonne erschien nun wieder, ich spürte ihre behaglich morgendliche Hitze auf meinem Rücken und blickte auf die vor mir empor ragende Mauer der Stadt in der Ferne, die sich wie ein Riese den Himmel entgegen streckte und nun von der Morgensonne in einem warmen Licht angeschienen wurde. Wie ich mich durch die Tore schmuggeln würde wusste ich noch nicht, aber ich würde mit Sicherheit einen Weg hinein finden. Doch erst mal brauchte ich eine Pause und eine Flasche zu Trinken wäre auch nicht verkehrt. Mit beflügelten Schritt, da ich jetzt mein Ziel sehen konnte, ging ich auf die Vorsiedlungen vor den Mauern zu. Hier lebten die Menschen, die es sich nicht leisten konnten innerhalb der sicheren Mauern zu wohnen und ein eher einfaches Dasein fürchten. Angekommen stellte sich glücklicherweise heraus, dass es Mark war, das bedeutete für mich, dass ich mir nicht nur etwas Flüssiges kaufen konnte und Proviant für die spätere Reise noch dazu, sondern auch noch weiteres Geld ergattern und mit gutem Glück auch hilfreiche Informationen sammeln könnte.

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16 Re: Priests and Demons am Mo Sep 07, 2015 9:27 am

Kuraiko

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Elena

Ich genoss den Fahrtwind in meinem Gesicht. Dies war einer der Gründe, wieso ich nie einen Helm trug, die kühle Luft tat einfach gut, wenn man durch die sonst so heiße Wüste fuhr und ich war ja die meiste Zeit in der Wüste unterwegs. In die Stadt ging ich eigentlich nur, wenn ich etwas kaufen musste, was ich hier nicht bekam, denn die Auswahl an Objekten, welche man in der Wüste erwerben konnte war ziemlich gering oder aber ich besuchte die Stadt, weil ich Informanten traf, sonst aber hielt ich mich in der Wüste auf, was dem Vatikan auch ganz gut passte, da ich für sie eh mehr oder weniger eine Gefahr darstellte. Außerdem war die Wahrscheinlichkeit, dass ich den Helm bei einem Unfall brauchte verschwindend gering, weil mein Körper um einiges robuster war und da ich quasi nur in der Wüste fuhr traf ich wohl auch auf niemanden mit dem ich einen Unfall bauen könnte. Also sah ich gar keinen Grund einen Helm auf den Kopf zu setzen. Zumal man darunter schwitzte, er das Sichtfeld einschränkte und einfach nur nervte.
Nach gut einer Stunde Fahrt war ich endlich in der Stadt angekommen, beziehungsweise in den äußersten Vierteln der Stadt. Mir war gar nicht klar gewesen wie weit ich vor ein paar Tagen rausgefahren bin, um das Tor der Dämonen wieder zu verschließen. Da fiel mir ein, dass ich dem Vatikan heute vielleicht doch noch einen Besuch abstatten sollte, damit ich weiß, wie das passieren konnte. So etwas hätte nie passieren sollen und es war eine absolut inakzeptable Katastrophe. Wäre das hier erst in 30 oder 40 Jahren passiert, dann hätte die Welt schwarz gesehen, denn dann hätte es vielleicht nur noch eine Handvoll Priester gegeben und diese wären nie in der Lage gewesen den Herrscharen der Dämonen mächtig zu werden. Schon jetzt hatten wir in diesem Kampf viel zu viele Verluste zu beklagen, da wollte ich mir nicht vorstellen, wie es aussah, wenn es keine Priester mehr gab. Doch das war das Problem der Kirche. Schon immer wurde gewarnt, dass sie noch die Priester brauchen würden, aber diese Dummköpfe in ihren roten, weißen, schwarzen und was weiß ich nicht farbigen Kleidern hatten ja keine Ahnung. Aber wie sollten sie auch? Schließlich saßen sie da auf ihrem goldenen Scheißthron in einem weißen Käfig und predigten etwas, was sie nicht einmal selbst zu Gesicht bekommen haben.
Kopfschüttelnd, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen, stellte ich mein Gefährt vor den Mauern, der Stadt ab und sicherte es gut. Klauen konnte das eh keiner. Dann schulterte ich meinen Rucksack und betrat Die Stadt. Hier draußen gab es keine Einlasskontrollen. Diese kamen erst, wenn man weiter in das innere der Vatikanstadt eindringen wollte. Deshalb hielt ich mich hier am liebsten auf. Der Vatikan wusste zwar eh so gut, wie immer, wo ich war, aber ich war über jede Sekunde froh, wo ich mich ihrer Kontrolle entziehen konnte. Die Bewohner hier draußen waren Schutzlos den Gefahren, welche aus der Wüste kamen ausgeliefert und das sah man dem Bezirk an. die meisten Menschen wohnten in Hütten, welche zwischen den Gassen gebaut wurden und nur aus ein bisschen Holz und Plastikplanen bestanden. Die Menschen, welche das Glück hatten in einem der Häuser zu leben mussten Angst haben, dass jeden Moment das alles über sie einstürzte. Der Markt und die Läden waren nicht gerade besser. Die Läden besaßen meist nur den Müll, welche die oberen Ringe der Stadt wegwarfen oder Sachen, welche schon lange an Wert verloren hatten, weil sie schlichtweg außer Mode waren. Die Marktstände selbst hatten meist nur Obst und Essen auf Lager von dem man nicht sicher sein konnte, was es war oder ob man es nur essen konnte. Das Trinken, was man hier bekam, war meist dreckig oder versucht von Krankheiten. Das Leben hier war kaum lebenswert und es war eine Schande, dass der Vatikan es zuließ, dass die Menschen hier so leben mussten.
Doch genau hier, bekam ich oftmals die meisten meiner Tipps her. Die Menschen hier bekamen viel mit, denn Wissen war hier teuer, weil sie wussten, dass Wissen Macht ist und das ließen sie sich teuer bezahlen. So schlenderte ich über den Markt auf der Suche nach einem meiner wichtigsten Informanten. Kurz fiel mein Blick auf den Mann, welchen ich schon in dem Wirtshaus getroffen hatte und welcher mein Buch ganz durcheinander gebracht hatte, aber sicher war ich mir auch nicht, dass er es wirklich war. Also ging ich weiter, um nur wenige Meter auf Gins Stand zu treffen. Prompt als er mich erblickte machte er ein Zeichen und ich folgte ihm ins Zelt. "Was hast du?" fragte ich sofort, als wir Sicher waren, dass wir alleine waren

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17 Re: Priests and Demons am Di Sep 29, 2015 10:06 pm

Lioness

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• Amon •

Stände voll mit zerlumpten Stoff und abgetragenen Ketten, mit faulem Obst und Gemüse und zu meinem Leidwesen ohne klarem trinkbaren Wasser. Ich hatte an einem Getränkestand halt gemacht und fragte den Verkäufer, ob er auch keine alkoholischen Produkte im Angebot hätte, doch dieser lachte nur laut auf nachdem er mich verdutzt angeglotzt hatte. "Hier will keiner an Magenkrämpfen sterben, mein Junge!" War ihm noch das Lachen wie ins Gesicht geschnitzt. "Aber wenn du nicht viel verträgst, kann ich dir nur etwas nicht so hartes ans Herz legen." Meinte der bärtige Mann und holte eine Flasche mit hellem orangenen Inhalt hervor, während ich eine Braue hochzog. "Julischka. Donnert nicht so hart wie manch anderer Schnaps, ist durch den Alkohol aber auch sauber." Ich nahm die Flasche in die Hand und begutachtete sie. "Birne-Pflaume. Schmeckt süßlich und brennt nicht im Abgang." Gab mir der Händler bereitwillig Auskunft und ließ seinen Blick kurz über die anderen Kunden schweifen, die scheinbar besser wussten als ich was sie zu kaufen hatten. "Nehm ich." "Drei Goldmünzen." "Drei? Dafür wird mir aber wenig geboten." "Du wolltest doch auch wenig Alkohol: da hast du's. Also drei." "Das bekomm ich woanders sicher günstiger." "Warte warte warte! Wie wäre es mit zwei Goldmünzen?" "Fünfzig Silbermünzen!" "Eine Goldmünze!" "Dann will ich aber auch eine weitere Flasche davon!" "Damit würde ich gar kein' Gewinn machen! Willst du mich ruinieren?" "Dann geh ich." Kehrte ich dem Mann schon den Rücken zu, als ich das hörte worauf ich aus war. "Stopp! Ich kann dir eine größere Flasche geben. Wie wäre das?" "Ich will aber auch das da dazu haben." Hatte ich mich wieder zu ihm gedreht und zeigte wahllos auf eine kleine dunkelbraune Flasche. "Sollst du kriegen! Aber lass dich warnen, das Zeug hat's in sich." Überreichte der Verkäufer mir die größere Flasche Julischka und die kleine braune. Ich holte den Beutel hervor und gab ihm eine Goldmünze. An sich hatte ich ganz gut verhandelt. Von einer Flasche für drei Goldmünzen auf eine größere Flasche mit einer anderen kleinen dazu für bloß eine Goldmünze. Zufrieden verabschiedete ich mich und sah mich weiter um. Es wäre besser gewesen, wenn ich mir zuerst eine Tasche gesucht hätte, doch das fiel mir erst jetzt im Nachhinein ein, dann hätte ich die Flaschen nicht jede in einer Hand tragen müssen. Deshalb machte ich mich auf zu einem Stand an dem mit verschiedenen Stoffwaren gehandelt wurde. Doch statt mich interessiert davor zu stellen, ging ich unverbindlich und im gemütlichen Schritt daran vorbei. Der Menschentrubel hier sprach für sich, so könnte ich unentdeckt einen Seesack aus der vordersten Front des Stands mitgehen lassen und steckte hinter der nächsten Abzweigung die Flaschen in den von Brauntönen dominierten Wildlederbeutel, bevor ich diesen schulterte.
So verging der Morgen und zum Vormittag hin wurde der Markt brechend voll. Ich hatte mir bis dahin nur noch umgeschaut, jedoch ab und zu etwas von fremden Taschen mitgehen lassen, sodass sich der Geldbeutel schon gar nicht mehr füllen ließ und ich einen Teil der Münzen lose in meiner Hosentasche tragen musste. Dann beschloss ich dass es reichte. Damit würde ich erstm gut auskommen. Doch verspürte ich langsam Hunger. Großen Hunger. Und da sah dieser bereits etwas runzelige Apfel wie zum anbeißen aus! Mochte sein dass der Hunger mich nachlässig werden ließ oder aber die Hitze, jedenfalls hatte ich gerade den Apfel stibitzt, als ich gegen jemanden stieß und mir die Frucht aus der Hand fiel. "Hey! Hast du dafür bezahlt?" Fragte die Verkäuferin energisch und ich schnappte mir das auf dem Boden gefallene Essen und rannte. "Haltet den Dieb! Er hat mich bestohlen!" Hörte ich es hinter mir laut rufen und nahm einen Mann im Augenwinkel wahr der meine Verfolgung aufgenommen hatte, doch ich bahnte mir unermüdlich meinen Weg durch die Menge. Ab und an lichteten sich die Menschenmassen und man konnte besser Fersengeld geben, doch größtenteils kam ich nicht drumherum die mir entgegen kommenden oder herumstehenden Leute bei meinem Lauf anzurempeln. "Bleib stehen!" Rief mein Verfolger, wobei ich den Abstand zwischen uns zu meinen Gunsten einschätzte. Ich bog einige male ab und da sah ich ein Zelt durch welches ich perfekt von der Bildfläche verschwinden konnte. Ohne groß zu überlegen stürzte ich hinein und sieh einer an! Dieses Gesicht erkannte ich wieder. Es war das Mädchen in das ich erst gesten bei meiner anderen Flucht hineingelaufen war. Dieses mal entging ich nur um Haarenbriete einer weiteren Kollision mit ihr, da ich ihr noch gerade so ausweichen konnte. Etwas überrascht sah ich ihr entgegen, bemerkte dann dass wir nicht alleine waren. Ich hob den Zeigefinger vor meinen Mund und ließ ein leises "Schhh..." hören, ehe ich zum Eingang des Zeltes ging und etwas den Vorhang beiseite schob um zu sehen ob ich noch verfolgt wurde.

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18 Re: Priests and Demons am Sa Jan 23, 2016 6:43 pm

Kuraiko

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habe gerade ihren Stecki gelesen...da erfährt man interessante Dinger xD

Elena

Es kam ziemlich oft hier auf dem Markt vor, dass geklaut wurde. Auf der einen Seite konnte ich das einfach nicht verstehen, schließlich hatten die Menschen, welche hier ihre Ware verkauften selbst auch kaum Geld und mussten die Sachen verkaufen, um ihre eigenen Familie oder sich selbst ernähren zu können. Gerade die Diebe mussten doch wissen, wie hart es war sich ernähren zu können, denn sie konnten sich selbst nicht einmal auf ehrliche Art und Weise ernähren. Auf der anderen Seite konnte ich die Diebe sehr gut verstehen, denn sie hatten weniger, als die Ärmsten dieser Stadt. Hier gab es kaum Diebe, welche in den oberen Bezirken klauten, denn die Diebe, welche hier lebten hatten weder das Know-how noch das Material, um dort zu stehlen. Außerdem passte der Vatikan viel zu gut auf, dass der Dreck beim Dreck blieb und der Glitzer beim Glitzer. Zudem waren die meisten Diebe hier Kinder. Traurig, aber wahr. Kinder waren oftmals schneller, als die Erwachsenen, da man hier eh nur eine Lebenserwartung von 45 hatte oder weniger. Wer älter wurde galt in diesem Bezirk schon fast als Legende. Kinder waren meistens noch nicht so krank, wie die Älteren und hatten aus diesem Grund schon bessere Chancen andere zu beklauen. Das wussten sie natürlich selbst, denn es wurde ihnen schon früh genug beigebracht.
Das alles machte mich immer wütender auf den Vatikan. Und genau diese Wut war es, welche mich vorantrieb immer weiter zu machen, obwohl ich bisher nicht gerade weit gekommen war mit meinen Forschungen, aber ich wusste, dass es bald weitergehen würde. Es war nur wichtig, dass ich am Ball blieb. Bis vor einem Monat hatte ich nicht einmal gewusst, wonach ich wirklich suchte. Doch jetzt war mir klar, dass ich ein Buch suchte. Ein Buch, womit ich den Vatikan zerstören konnte. Allerdings, wo sollte ich suchen? Der Vatikan selbst, wusste auch von der Existenz des Buches, welches sie zerstören konnte. Das Evangelium des Blutes. Die Welt war riesig und die Vatikanstadt war so ziemlich die einzige funktionierende Stadt der Welt. Der Krieg mit den Dämonen hatte die Bevölkerung stark reduziert. Doch mein Wille war stark. Ich musste das Buch finden, um endlich diese Stadt befreien zu können und auch um mich zu befreien. Ich wollte Rache, Rache für die Grausamkeiten, welche die Menschen durch den Vatikan ertragen mussten und Rache für meine Mutter. Zwar konnte ich mir nicht sicher sein, was mein Vater ihr angetan hatte, aber ich war mir Sicher, dass er ihr etwas angetan hatte. Unbewusst ballte ich meine Hand zur Faust.
Plötzlich kam der Mann aus der Kneipe ins Zelt gelaufen. Überrascht zog ich eine Augenbraue, denn auch wenn die Weltbevölkerung minimal war, so war die Wahrscheinlichkeit auch nicht so riesig jemanden ein zweites Mal zu treffen, wenn man ihn zuvor mehrere Kilometer außerhalb der Stadt gesehen hat und schon gar nicht am selben Tag. Im nächsten Moment verwandelte sich meine Überraschung dann jedoch in Zorn. Ich hatte hier einen wichtigen Termin und beim Gesprächspartner gehörte eher zu der scheuen Sorte Informant. Erschrocken drehte ich mich um und wie zu erwarten war mein Informant verschwunden und hatte nur einen kleinen Zettel hinterlassen. Ohne ihn zu lesen, knüllte ich ihn nur schnell ein und packte ihn in meine Jackentasche. Dann drehte ich mich wutentbrannt zu dem Ankömmling um und verpasste ihm einen ordentlichen Kinnhaken. "Du bescheuerter Idiot. Erst ruinierst du mir meine Notizen und jetzt auch noch meinen Termin. Was fällt dir eigentlich ein? Für wen hältst du dich du widerliche Kakerlake!" Normalerweise war ich beherrschter, aber das war jetzt schon das zweite Mal, dass er mich in meiner Mission störte und das in nicht einmal 24 Stunden. Wütend holte ich zum nächsten Schlag aus, weil ich meinen Frust gerade entladen wollte und ich mir dachte, dass es wohl besser war, ich würde es an ihm tun und nicht an irgendeinem Menschen, welcher nichts für meine Wut konnte. Aber er konnte sehr wohl etwas für meine Wut

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19 Re: Priests and Demons am Sa Jan 30, 2016 9:00 pm

Lioness

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○ Amon ○

Den Zusammenstoß mit der jungen Frau war erfolgreich vereitelt, wenn auch mit mehr Glück als Geschick. Das was mich überraschte, war nicht die Tatwache, dass ich nicht mehr verfolgt wurde, sondern dass ihre Faust mich genau dann traf, als ich von dem Vorhang zurück trat und mich umdrehte. Mieser Schachzug. Ich torkelte ein paar Schritte benommen zurück und war damit beschäftigt mit kreisenden Bewegungen meines Kiefers zu prüfen, ob noch alles funktionstüchtig war, während die andere mir wilde Flüche an den Kopf warf und zu einem weiteren Schlag ausholte. Als ich ihre erhobene Faust bemerkte, wich ich ihrem direkten Radius aus und achtete darauf Abstand zwischen uns zu bewahren. “Eins muss man dir lassen, eine Linke hat’s in sich.” Zog ich die Nase hoch und wollte schon das Blut in meinem Mund ausspucken, wollte aber wiederum nicht, dass sie anhand meines schwarzen Blutes erkannte, dass ich kein Mensch war. Ob es auch schwarz war, wenn ich in dieser unwürdigen Gestalt herum rannte, konnte ich nicht sagen, ging aber lieber kein Risiko ein.
“Abgesehen davon ist es nicht so, dass ich dir absichtlich hinterher renne.” War ich schon auf die andere Seite des Zeltes gegangen und prüfte die Lage dort. Draußen schien es als hätte es nie eine Verfolgung gegeben. Das bunte Durcheinander der Menschen und der aufgewirbelte Sand boten den perfekten Ort um unterzutauchen. Zeitgleich hatte ich meine Ohren auf die Brünette gerichtet und auf ja jedes Geräusch geachtet, das von ihr ausging, denn scharf auf nich einen Hieb war ich nun wirklich nicht. Gut, ich hätte mich auch auf einen Kampf mit ihr einlassen können, hatte aber eine gute Hand voll Gründe es nicht zu tun. Die wohl wichtigste davon war, dass ich keine Energie und auch keine Lust dazu hatte. Die Sonne und der Flüssigkeitsentzug setzten mir zu und ich hatte wirklich Hunger. Wie auf’s Stichwort meldete sich meinen Magen. Ich drückte meine Hand auf den Bauch, um es so zu unterdrücken. Ein weiterer Grund wäre, weil ein Kampf - je nach dem - zu viel Aufsehen erwecken würde und das konnte ich am wenigsten gebrauchen.

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20 Re: Priests and Demons am So Mai 01, 2016 3:40 pm

Kuraiko

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Elena

In meinen Augen war seine Begründung schwach, wirklich schwach. Davon abgesehen, war es mir ganz egal, ob er mir mit Absicht hinterher rannte oder weil er sonst etwas von mir wollte. Ich hatte andere Dinge im Kopf, als eine Kakerlake wie ihm. Dabei kam mir der Gedanke in den Kopf, dass der Vatikan ihn geschickt haben könnte, um mich auszuspionieren, denn auch wenn die Chefs da oben so taten, als wäre ich ihnen egal wusste ich, dass sie mich im Auge behielten, schließlich war ich eine der einzigen Priester, die nicht gerade begeistert von den Aktionen des Vatikans ist und das auch laut ausspricht. Dabei war es wohl auch schon ein Wunder, dass sie mich noch nicht am Holzkreuz haben verbrennen lassen, weil ich öffentlich Kritik am Vatikan geübt habe und auch immer übe. Sie sahen Menschen, wie mich als eine offene Gefahr, allerdings konnten sie mir auch nichts anhaben, denn sie brauchten jeden einzelnen von uns Priestern, das sollte denen vor allem nach dem Übergriff der Dämonen vorgestern klar sein. Ich war nicht dumm genug zu glauben, dass sie mich einfach machen ließen, nein, dafür übte der Vatikan sich in einem zu großen Kontrollzwang aus. Es war auch nicht komplett vom Himmel hergeholt, dass sie mir einen armen Bürger auf den Hals hetzten. Doch keiner der Bürger aus dieser Gegend würde etwas für den Vatikan tun, ohne vorher eine Provision zu erhalten. Auch hier misstrauten viele der Kirche, nur traute sich kaum jemand etwas zu sagen, denn das endete immer böse für die beteiligten Personen. So fuhr mein Blick intensiv über den Körper des Mannes vor mir. Er war schlackig, nicht gerade durchtrainiert. Ein typisches Merkmal dafür, dass er hier aufgewachsen ist. Auch wirkte er ungepflegt und naja sein Geruch war auch nicht gerade erträglich. An seinem Körper fand ich nicht ein kleines Stück, was daraufhin deutete, dass er Geld vom Vatikan bekommen hatte, anscheinend nicht einmal Geld, um sich etwas zu Essen zu kaufen, denn sein knurrender Magen erfüllte den Raum. Also vom Vatikan konnte er definitiv nicht geschickt worden sein.
"Was suchst du hier?" fragte ich ihn gerade heraus. Es war selten, dass er erst in dem Wirtshaus mitten im nirgendwo war und nun in der Hauptstadt. Ein Großteil der Menschen hier blieb in der Großstadt und der kleine Rest, welcher sein Glück woanders suchen wollte, kam nicht weit, weil die Wüste unerbittlich war und nur noch menschliche Knochen ausspuckte. Er sah auch nicht gerade, wie jemand aus, der auf Reisen war, dafür hatte er viel zu wenig dabei. Der Mann war alles in allem ein großes Rätsel und ich wollte dieses Rätsel lösen, genauso wie das Rätsel um das Blut des Evangeliums. Ich musste herausfinden, was mich an diesem Mann störte und außerdem war er mir eh noch etwas schuldig dafür, dass er mir hier einen Deal nach dem anderen zerstörte und ich langsam wirklich genervt war.

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21 Re: Priests and Demons am Do Jun 30, 2016 8:34 pm

Lioness

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Amon

Ein Glück dass ich noch so geistesgegenwärtig gewesen war und den schrumpeligen Apfel schnell aufgehoben hatte, bevor ich die Flucht vor der Wache antreten musste, denn kneifte es in meiner Magengrube schon. Mit Wehmut erinnerte mich das an Dante. Er konnte richtig biestig werden, wenn er großen Hunger gehabt hatte und das bedeutete, dass das zusammenleben mit ihm die letzten 19 Jahre in der Hölle kein Zuckerschlecken gewesen waren. Doch auch wenn er ab und an schlecht gelaunt war und vor sich her gegrummelt hatte, war er mir ein treuer Freund gewesen, sogar bis in den Tod.
Den Träger des Seesacks zurecht rückend, hörte ich wie das Mädchen mich fragte, was ich hier suchen würde. Ich fuhr unbeirrt mit meinen Bewegungen fort, spürte dass sie mich genau beäugte und öffnete den Sack, um den Apfel heraus zu holen. Er sah eher wie ein Schrumpfkopf aus, vertrocknet und eingefallen wie er war, doch würde er seinen Zweck erfüllen. “Na Proviant.“ Antwortete ich der Dunkelhaarigen und biss in den Apfel. Schmeckte fast so, als würde man Trockenobst essen.
“Und du? Sagtest du nicht etwas von ‘Notizen’ und einem ‘Deal’?“ Stellte ich kauend die Gegenfrage und betonte das letzte Wort, da ich keine Ahnung hatte was dieses Deal sein sollte. Ihr linker Haken war mir noch gut im Gedächtnis geblieben, weshalb ich darauf achtete, dass ich schnell ausweichen konnte und genügend Platz eben dafür hatte, falls sie wieder meinte mich angreifen zu müssen. Trocken schluckte ich den Apfel runter. In meiner  Kehle war es rau wie Schmirgelpapier, doch hielt ich es noch nicht für nötig etwas zu trinken, vor allem wenn es bloß Alkohol gab, den ich dabei hatte. Eine frische Wasserquelle oder gar einen gepressten Saft würde ich da eher vorziehen. An solch heißen Tagen wie diesen war ein kühler Saft und ein schattiges Plätzchen genau das richtige um der Hitze entgegen zu wirken. Doch von solch einem Luxus konnte ich hier unter all den Menschen nur träumen. Es war eine Schande was sie mit dem Land auf dem sie lebten anstellten. Sie lebten nicht im Einklang mit der Natur, sondern zerstörten sie.
Den Strung warf ich auf den staubigen Boden. Alles verdürrt und nichts weiter als Sand blieb übrig.

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22 Re: Priests and Demons am Di Okt 11, 2016 3:51 pm

Kuraiko

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Elena

Ich verdrehte die Augen, als er in den mehr als nur alten Apfel biss. Etwas neues war Obst in dieser Qualität nicht für mich, nur war ich auch gerne Mal als Söldnerin unterwegs, weshalb ich das Glück hatte auch mal etwas besseres Obst zu kaufen und vor allem Getränke ohne Alkohol. Gerne verbrachte ich Abende in den Kneipen, das war immer noch besser als auf die Sauforgien der Reichen zu gehen. Außerdem war mein Nebenjob eben Kopfgeldjägerin, denn man brauchte genug Geld, um wie ich nach dem etwas suchen. Das kleine etwas, welches den Vatikan zerstören konnte oder ihn überhaupt etwas von seiner Macht nehmen konnte. Beide Optionen wären ein Erfolg. Bei Kneipen gab es noch den Vorteil, dass ich immer an die Informationen kam, welche ich brauchte um die Leute zu finden, welche ich suchte. Ganz nebenbei kam ich während der Jagd auch immer mal wieder an nützliche Informationen, trotzdem hatte ich es bisher nie in eine andere Stadt geschafft. Es gab nicht viele Städte auf diesem Kontinent, generell war die Bevölkerung ziemlich gering, wenn man das mit der Menge an Land verglich, doch das lag wohl auch daran, dass es viele Regionen gab, welche vollkommen unbewohnbar waren für das Menschenvolk. In den anderen Städten gab es ebenfalls starke Verfechter der Kirche, nur der Vatikan, den gab es nur hier und von hier aus regierte er über die ganze Welt. Ein ziemlich erschreckender Gedanke.
"Komm mit," knurrte ich genervt und verließ das Zelt wieder. Nirgendwo lange bleiben, sonst wurde man noch entdeckt. Außerdem wollte ich niemanden erklären müssen, was ich hier machte. "Das hast du nie gehört," meinte ich nur abwinkend, denn ich wollte eben nichts erklären, dieser Typ war so grün hinter den Ohren, wie das Gras in der grünen Hölle. So erschien es mir jedenfalls. Nur wurde mir leider klar, dass er keine Ruhe geben würde, also sagte ich nur: "Ich suche etwas, und du hast diesen Deal mit wichtigen Informationen zerstör." Man hörte ganz deutlich, wie wütend ich darüber war

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23 Re: Priests and Demons am Fr Dez 16, 2016 7:11 pm

Lioness

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Amon

Irgendwie hatte das Menschlein vor mir es geschafft, dass ich neugierig wurde. Immerhin tat sie auf sehr geheimnisvoll und statt direkt auf meine Frage zu ihren Notizen zu antworten, sollte ich ihr erstmal folgen, ehe ich dann doch eine Antwort bekam, die jedoch eher informationslos für mich ausging. Dadurch dass die Fremde mir alles nur wage erzählen wollte, war ich nun wirklich auf eine vernünftige Antwort gespannt. „Verrate mir doch worum es geht, dann kann ich es vielleicht wieder gut machen? Oder dein Deal war wirklich unsonst.“ Zog ich die Schultern hoch und sah sie mit einem Blick an, der soviel sagte wie 'deine Entscheidung'. Da fiel mir noch etwas ein. Vor einem Tag im Gasthaus, als ich in sie hinein gerannt war und ihre Zettel mit den ganzen Notizen durch die Luft flogen, hatte ich da nicht das Zeichen des Vatikans auf einem Blatt gesehen? Und ein Wappen, aber an das könnte ich mich nicht mehr erinnern. Zu flüchtig war mein Blick gewesen und zu schnell hatte ich aus der Situation fliehen müssen. Ich sah mich um, hier wo wir nun standen gab es nicht so ein gedränge und die grobe Masse hielt sich woanders auf. Trotzdem beugte ich mich etwas zu dem Menschenmädchen hinunter und senkte meine Stimme. Sicher war sicher. „Hat dein Informant etwas mit dem...“ ich wurde immer leiser, sodass ich das Letzte nur noch flüsterte „Vatikan zu tun?“
Ich sah ihr fest entgegen. Vielleicht war sie die Spur die ich suchte? Es war immerhin gut möglich, dass jemand, der unter Verschluss an Dingen interessiert war, die nur den Vatikan etwas angingen, eben diesem auch nicht gut gesinnt war. Hatte ich in sieser jungen, zugegeben wortwörtlich schlagfertigen, Frau eine potentielle Komplizin gefunden? Doch ich musste vorsichtig bleiben. Menschen waren das hinterhältigste Volk das ich kannte. Sie konnte auch ein Spitzel der Regierung sein, der “Ungläubige“ in den eigenen Reihen ausfindig machen sollte. Außerdem schien sie mir auch nocht die vertrauenswürdigste Person zu sein. Mal davon abgesehen dass sie ein Mensch war, war sie in einem ziemlich zwielichtigen Milieu unterwegs.

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24 Re: Priests and Demons am Sa Dez 17, 2016 7:22 pm

Kuraiko

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Elena

Ich schnaubte empört, schließlich konnte der doch selbst nicht glauben, dass ich mich in so einer Gegend in einem kleinen Hinterzimmer beziehungsweise Zelt traf mit einem durchaus mysteriös wirkenden Menschen, um ihm das dann hier mitten auf der Straße zu erzählen. Vielleicht standen wir gerade nicht auf dem Wochenmarkt, aber hier gab es genug Ohren, die Sachen hörten, welche sie nicht hören sollten. In so einer Gegend, wie dieser hier, brauchte der Vatikan kaum eigene Spitzel. Eigentlich alle, die in solchen heruntergekommenen Gegenden lebten und die Kinder Todesrate nur wegen mangelnden Essen und Krankheiten so hoch war, hasste den Vatikan. Trotzdem gab es genug, die andere verrieten nur um eine Belohnung zu bekommen und hier aus der Ecke einen Ring höher steigen zu können. Es konnte das eigene Alt werden und überleben sichern. Jeder verriet hier jeden, wenn es drauf ankam. Alle würden es feiern, wenn der Vatikan fiel, aber alle würde es auch feiern einfach so aus den Slums und der Armut rauszukommen. Doch es schien diesem Typen nicht nur zu reichen, dass er mich auf den Deal ansprach, nein, jetzt musste er mich auch noch auf den Vatikan ansprechen. Zwar ging er diesmal etwas vorsichtiger vor, aber flüster war nicht weniger unauffällig, als das Wort der Kirche selbst durch die Gassen zu schreien und durch den Dreck zu ziehen. Genervt rollte ich mit den Augen, denn er schien Blut geleckt zu haben und ließ nach dieser Neuigkeit bestimmt nicht mehr so schnell von mir ab.
"Komm mit," meinte ich nur und drehte mich um ehe ich in der Masse verschwand. Dabei war ich schnell und flink, verschwand so schnell, wie ein Schatten, wenn die Sonne verdunkelte. Vielleicht konnte der Fremde aus der Kneipe mithalten, vielleicht aber auch nicht. Das hier war eine reine Sicherheitsmaßnahme. Umso schneller wir in der Masse verschwanden, umso besser konnten wir uns auch vor möglichen  Verfolgern befreien. Nach circa zehn Minuten kamen wir an einem Gasthaus an, wo ich ohne mich umzuschauen die Hintertür benutzte. Nach einem kurzen Flur stieg ich auf das oberste Zimmer. Hier verbrachte ich öfters mal meine Nächte und der Wirt war einer der wenigen, denen ich etwas vertraute, aber auch nur, weil ich ihn immer mal wieder im Auge behalte. Denn zu hundert Prozent konnte man in dieser korrupten Stadt wirklich niemanden. Vorsicht war überall geboten und man konnte sich nie Sicher sein, ob nicht doch jemand die Seite wechselte.
"Also...?" drehte ich mich zu dem Mann, welcher doch erstaunlich gut hatte mithalten können. Misstrauisch beobachtete ich ihn von oben bis unten. "Setz dich!" wies ich ihn an und nickte in die Richtung eines Stuhls. Er brauchte ja nicht zu denken, dass er am längeren Hebel saß. "Regel Nummer eins, wie du Sicher schon bemerkt hast, bin ich bis unter die Zähne bewaffnet also versuch es gar nicht mich zu überwältigen. Regel Nummer zwei, zuerst stelle ich die Fragen, denn wie schon bemerkt, bin ich besser bewaffnet als du und..." mein Blick fuhr über diesen wirklich sehr schmächtigen Körper, "wahrscheinlich bin ich auch um einiges erfolgreicher im Kampf als du." Er konnte ja auch nicht ahnen, dass ich eine ehemalige Priesterin war, welche schon Dämonen an einen schlimmeren Ort geschickt hatte, als die Hölle selbst.

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25 Re: Priests and Demons am Sa Dez 17, 2016 9:38 pm

Lioness

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Amon

Gespannt wartete ich ab, was die Dunkelhaarige zu erwidern hatte. Es wäre eine willkommene Abwechslung, wenn es nicht eine der sonstigen Enttäuschungen werden würde. Zwar suchte ich erst seit wenigen Tagen nach einem Plan, wie ich weiter vorgehen würde, doch hatte ich nicht vor weitere annähernd zwanzig Jahre zu verschwenden, ehe etwas passieren würde.  Ich wollte nicht unnötig Zeit und Kraft in etwas investieren, was sich dann als Reinfall entpuppen würde. Deshalb wollte ich mir so bald wie möglich Klarheit verschaffen, auch wenn ich dabei Gefahr lief ins offene Messer zu rennen. Manchmal musste man ein Risiko eingehen, hatte mein Großvater immer zu sagen gepflegt.
Statt einer Antwort, bekam wieder ich das bereits gehörte „Komm mit.“ vorgesetzt, bevor das Mädchen in der breiten Masse abtauchte. Schnell und leichtfüßig, wie eine Katze. Meine Augen verloren sie nicht, selbst wenn es mir etwas abverlangte ihr so flink zu folgen. Dieser Körper war mir immer noch nicht ganz geheuer und wollte manchmal nicht so wie ich. Dennoch, an einem Gasthaus ging das Mädchen schnurstracks durch die Hintertür. Wir traten in ein menschenleeres Stübchen ein, mit kläglichen Licht und ärmlichen Ambiente - doch was hatte ich auch erwartet?
Die Fremde drehte sich unerwartet zu mir um, war sichtlich erstaunt, dass ich direkt hinter stand und zu ihr hinunter sah. Im sehr militärischen Tonfall befahl sie mir mich zu setzen. Ich spielte vorerst mit, schließlich wollte ich etwas von ihr wissen. Also setzte ich mich, während sie begann mir ihre Regeln zu erklären, selbst wenn es größtenteils keine Regeln waren, eher Tatsachen die sie zu wissen glaubte. Aber nun gut. Ich nickte. „Verstanden. Du sagst wo's lang geht.“ Erwiderte ich und wollte nun endlich zum Punkt kommen. Was war es nun worum sie so einen großen Aufruhr machte? Ich musste wirklich auf einer heißen Fährte sein… „Was willst du wissen? Oder auch nicht… ich soll ja nicht fragen.“ erinnerte ich mich und lehnte mich zurück. Die Menschen mussten untereinander ja schon richtige Probleme haben, wenn sie nicht einmal ihrer eigenen Spezies vertrauten. Doch ich wollte mich nicht beschweren, immerhin ging es allmählich voran mit meinen ‘Ermittlungen’ rund um den Vatikan.





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