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Das Spiel von Himmel & Hölle

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1 Das Spiel von Himmel & Hölle am Mo Jun 16, 2014 8:21 pm

Lioness

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Admin
Dies ist ein Privi zwischen Mizuki und mir ^-^






○ Prolog ○
Seit jeher wachen die Wächter Gottes über die Menschheit. Sie beschützen die geliebten Wesen ihres Vaters vor Leid und Kummer.
Doch nicht alle von ihnen waren reinen Herzens. So wuchs der Neid und der Hass in Reihen der Engel, bis schließlich ein Erzengel sich gegen Gott auflehnte, um seinen Platz einzunehmen und ihm die Bedeutungslosigkeit dieser absurden Menschen vor Augen zu führen.
Doch wurde er von seinem Bruder im Kampfe geschlagen und von Gott mitsamt seinen Anhängern in die Hölle verdammt... 






○ Steckbriefe ○

○ Miranda ○:

○ Name ○
Miranda

○ Alter ○
17 Jahre

○ Charakter ○
Miranda ist hier und da gerne mal verrückt und auch ziemlich tollpatschig. Dennoch ist sie für ihre Freunde immer da und ist auch ziemlich Abenteuerlustig.

○ Rasse ○
„Mensch“

○ Herkunft ○
Japan

○ Hobbys ○
Reiten und Tennis, wie auch Essen xD

○ Fähigkeiten ○
Miranda schafft es, das sich eine Person nach einem Gespräch mit ihr wieder besser fühlt

[b○ Stärken ○ [/b]
Das Trösten, wie auch ihre Hobbys und ihr Ehrgeiz

○ Schwächen ○
Miranda kann nur selten Kritik annehmen und diskutiert diese meistens auch. Sie ist schnell eingeschnappt und schmollt schnell mal

○ Vorgeschichte ○
Miranda wurde als kleines Baby vor einem Waisenhaus gefunden und wuchs auch dort auf. Von ihren Eltern weiß man nicht wirklich etwas.
Luzifer hat damals einen Teil seiner Macht von sich abgespalten, wodurch Miranda als seine vorhergesehende Erbin hervorging, doch vor ihrem 14. Lebensjahr ahnte niemand etwas von ihren Fähigkeiten – warum auch? Die Menschen glaube schließlich nicht an die Engel oder den Teufel höchstpersönlich…- Doch sie bekam einen Wutausbruch, als Jugendliche eine Klassenkameradin von ihr bedrängt haben. Sie setzte ihre Kraft frei und verscheuchte so die drei Jungs. Seitdem hat sie sich mit dem Mädchen angefreundet und die beiden besuchten die gleichen AG’s in der Schule und waren beinahe unzertrennlich….
Kurz nach Mirandas 16. Geburtstag zog sie aus dem Waisenhaus aus und zog in ein kleines Häuschen. Doch es dauerte gerade mal ein Jahr und ihr Leben änderte sie sich um 180 Grad. Denn plötzlich standen zwei seltsame Gestalten und nahmen sie einfach mit sich. Sie verschleppten Miranda in den „Himmel“ wo sie unterrichtet wurde und wo ihr dann ihr „Schicksal“ und ihre Mission erklärt wurde…

○ Aussehen ○


○ Amilia ○ :

○ Name ○
Amalia

○ Alter ○
219 Jahre

○ Charakter ○
Amalia ist eine sehr ruhige und geduldige Persönlichkeit. Sie lächelt viel und verfolgt sehr zielstrebig ihre Ziele.

○ Rasse ○
Engel

○ Herkunft ○
Engelsfälle

○ Fähigkeiten ○
Amalia ist eine hervorragende Bogenschießerin und Strategin. Wie jeder Engel kann sie sich zwei weiße Engelsflügel wachsen lassen und damit fliegen

○ Stärken ○
Amalia weiß sich und ihrem Team auch in einer heiklen Situation zu helfen und sie hat auch die Fähigkeiten zu heilen

○ Schwächen ○
Amalia ist sehr anfällig auf schwarze Magie und Flüchen. Sie ist zudem noch ziemlich schlecht im Schwertkampf

○ Vorgeschichte ○
Amalia hat eine, für einen Engel, relativ normale Kindheit hinter sich. Mit fünf wurde sie zur großen Schwester und kümmerte sich immer gut um ihren kleinen Bruder, auf den sie stets stolz war. Sie bekam mit sieben Jahren ihre Ausbildung zur Kriegerin, welche sie im Alter von 18 erfolgreich abschloss. Sie tötete hier und da mal ein Dämon, aber ansonsten war ihr Leben für einen Engel recht gewöhnlich.

○ Aussehen ○

○ Luzifer ○ :

○ Name ○
Sein Engelname der ihm von Gott gegeben wurde lautet Luzifer und bedeutet "Lichtbringer", oder auch "Morgenstern". Allerdings ist er auch unter anderen Namen bekann, wie "der gefallene Engel Schemchasai", "Azazel", "Helel", "Samael" und "des gestürzten Morgensterns"; "Judas" und der "Verräter". Im Volksmund ist er vorallem bekannt als "Satan", "Teufel" oder "Fürst der Finsternis".

○ Alter ○
Älter als die Menschheit, geschweige denn die Welt

○ Charakter ○


○ Rasse ○
gefallener Erzengel

○ Herkunft ○
Paradies, die "Hauptstadt" des Hillemreiches.

○ Fähigkeiten ○
Er hat seine Kräfte bei seinem Sturz aus dem gelobten Land nicht einbüßen müssen. Sie sind durch die Dunkelheit die er sich hingab nur noch mehr gewachsen, sodass er fähig ist durch seine ihm gegebene Macht Telekinese anzuwenden, sprich, Gegenstände oder gar Lebenwesen mit bloßem Gedanken oder simplen Gestiken und Mimiken gegen ihren Willen zu bewegen und sogar 'schweben' zu lassen. Dabei kann er sie auch an Ort und Stelle festhalten oder sie beiseite schleudern.
Auch kann er sich und andere durch das auflegen zweier Finger auf die Stirn teleportieren.
Luzifer ist es möglich, wie allen Erzengeln, die Gedanken der Menschen zu lesen und selbst die Gedanken anderer willensschwacher Engel.
Durch seine militärische Vergangenheit die er im Himmel durchlief, ist er sehr erprobt im Zweikampf.

○ Stärken ○
Luzifers wohl größte Stärke ist seine Wirkung auf andere Lebensformen, seien sie nun irdisch oder übernatürlichen Ursprungs,  denn er strahlt nicht nur für das andere Geschlecht eine hohe Attraktivität aus und ist sich dessen auch bewusst. Zudem ist sein Auftreten von seinem Stolz und seiner Eitelkeit geprägt,  wodurch sich oft die falsche Vermutung von Würde und Erhabenheit bei den meisten Aussenstehenden einschleicht, doch ist das genaue Gegenteil der Fall. Denn ist er hinterhältig, geschlagen und mit allen Wassern gewaschen. Auch schreckt er vor Opfern in seinen eigenen Reihen nicht zurück und ist bei ungehorsam gegen seinen Befehlen skrupellos.

○ Schwächen ○
Seine mit größten Stärken sind auch mitgleich seine größten Schwächen, denn waren es seine Eitelkeit und sein Stolz der ihn zum Fall gebracht hat. Auch weiß er nicht mit übermäßig guten Gefühlen umzugehen, sodass er sie aus seiner Sicht schon vor Jahrtausenden begraben hatte. Seine bereits schon erwähnte Skrupellosigkeit ist ebenfalls nicht immer von Vorteil, denn handelt er schnell zu voreilig - vorallem wenn er gereizt ist - und handelt dann erst bevor er die Konsequenzen überdenkt.
Durch Gottes Einfluss auf die Erde ist es ihm nicht möglich auf dieser hinauf zu steigen, doch schickt er dafür seine Dämonen.


○ Vorgeschichte ○
Er ist der erste Engel gewesen, den Gott erschuf und der alle anderen Engel überstrahlte. Dessen war sich Luzifer allerdings bewusst. Als Gott die Menschen erschuf hielt Luzifer dies für fehlerhaft und akzeptierte sie nicht. Er sollte plötzlich auch dem Menschen im Himmel dienen müssen?
Auf diese Weise lehnte er sich gegen Gott auf, wollte sich sogar über ihn stellen und sagte ihm schließlich den offenen Kampf an, was Erzengel Michael mit seinen Kriegern nicht gefiel, da sie ihrem Vater immer noch treu ergeben waren. Michael gewann den Kampf gegen seinen Bruder, da er auch von Gott unterstützt wurde. Mit etwa einem Drittel der Engel, die sich für Luzifer entschieden, wurde dieser letztendlich in die Tiefen der Unterwelt gestürzt und führte seine Taten aus.
Somit wurde aus ihm der vor Gott in Ungnade gefallene Engel.
Da Luzifer nicht fähig ist aus dem göttlichen heraus etwas zu erschaffen, gelangen ihm seine Versuche einen Nachfahren mit einem Menschen zu erzeugen nicht, denn ist es ihm nur zuteil zu verwüsten und zu zerstören. So spaltete er nach diesen fruchtlosen Versuchen einen Teil seiner Selbst, seiner Macht, mittels eines Rituals von sich, welches die Gestalt eines Seuglings annahm.
Der Hoherat der Engel - gegründet von Michael - bekam dies mit und so entbrannte ein weiterer Kampf, da diese das Kind vernichten wollten,  denn sahen sie darin eine auf blühende Gefahr für Gott und dem Himmelsreich. Luzifer hingegen wusste was er zu tun hatte und versiegelte seine Macht die im Kind innewohnte, aufdass diese bis zu jenem Tage an an welchem es erwachsen wurde (also mit Beginn der Pubertät) in ihm schlummern würde. So unterschied sich das Kind nicht weiter von den anderen Sterblichen und damit die Engel seine Seele nicht vernichten konnten telepathische er es auf die Erde, wo es bis zur Wiedervereinigung mit ihm leben sollte, doch fanden die Engel nach dem Auflegen der Macht des Kindes dieses vor den Dämonen Luzifers und holten es zu sich, da sie in dem falschen Glauben waren, dass dieses Mädchen eine Nephilim, ein Halbengel sei und somit das in der Prophezeiung erwähnte Kind welches Luzifer vernichten konnte.
 
○ Aussehen ○
Er hat viele Gestalten. So hatte er damals als Erzengel anders aus als heute.
Damals:


Doch hat er seit seiner Verbannung ins Exil diese Gestalt bevorzugt:


○ Camael ○:

○ Name ○
Camael,
Sohn des Michael & der Gabriel(la), Bruder von Josephiel & Ariel(la)

○ Alter ○
Älter als die Menschheit

○ Charakter ○
Camael ist nach außen hin der perfekte Engel, denn so wie Gott es wollte hat er keine Gefühle für die Menschen übrig, weder negativ noch positiv. Er gehorcht wortlos seinen Befehlen und befolgt diese ohne sie zu hinterfragen, denn das würde bedeuten er würde an Gott zweifeln. Obwohl er äußerlich ein Paradebeispiel ist, ist er innerlich doch zwiegespalten und kann den Befehlen Gottes oft kein Verständnis entgegen bringen - was er allerdings gut unter einer emotionslosen Maske zu verstecken weiß.

○ Rasse ○
Engel Gottes

○ Herkunft ○
Paradies, derzeitiger Wohnort sind die Kolonien nahe der Himmelstore.

○ Fähigkeiten ○
Er ist in der Lage auf die Erde hinab zu steigen. Er muss sich allerdings um mit den Menschen kommunizieren zu können, einen freiwilligen menschlichen Wirt suchen, dessen Körper er dann übernimmt,  denn würde er in seiner wahren Gestalt versuchen mit den Menschen zu sprechen, würden diese die Trommelfelle platzen und bei seinem bloßen Anblick erblinden. Auch ist es ihm möglich unter anderen Umständen den Menschen in Träumen zu erscheinen.

○ Stärken ○
Seine Ausbildung die er von seinem Vater höchst persönlich erhielt, hat er mit Pravur abgeschlossen und ist somit in jeglichen himmlischen Mächten vertraut die ein Seraphim - Gottes Elitekrieger - besitzen kann. Auch seine Geduld ist nur sehr schwer zu strapazieren und er versucht bei seinen Aufträgen immer mit nüchterem, distanzieren Blick zu betrachten ohne seine eigene Gefühle mit einzubringen.

○ Schwächen ○
Ist es geschafft dass man seinen Gedultsfaden gerissen hat, so geht er hoch und ist nur sehr schwer wieder zur Vernunft zu bringen.
Auch hat er immer wieder Selbstzweifel, weiß diese aber zu verbergen, genauso wie seine Zweifel an Gottes Befehlen.
Er ist sich in dieser Hinsich nicht sicher und leicht manipulierbar.

○ Vorgeschichte ○
Camael ist der älteste Sohn von Erzengel Michael und Erzengel Gabriel(la). Nach seiner Geburt zog er mit seiner Familie von der Hauptstadt weg, in ruhigere Gebiete des Himmelreiches, wo er schließlich zwei Geschwister bekommen sollte, seinen Bruder Josephiel und einige Jahrhundert später seine Schwester Ariel(la).
Durch die Aufgabe seines Vaters, die toten Seelen ins Himmelreich zu geleiten, wurde er darin ausgebildet und ebenfalls in der himmlischen Kampfkunst.
Er ist dafür vorgesehen dessen Platz einzunehmen, wenn dessen Existenz ausgelöscht werden sollte.
Nun hat er seine Ausbildung beendet und seine erste Aufgabe von Gott erhalten, eine Nephilim, einen Halbengel, ins Paradies zum Rat der Engel in die Hauptstadt zu führen.


Vater, Erzengel Michael: http://fc07.deviantart.net/fs70/i/2013/315/0/4/angel_guilo_by_kejablank-d6ts5x6.jpg

Mutter, Erzengel Gabriel(la): http://images2.fanpop.com/images/photos/8000000/Beautiful-Angel-angels-8025041-1024-768.jpg

Bruder, Engel Josephiel: http://wallpapers-3d.ru/sstorage/53/2011/07/image_532807110051063642612.jpg

Schwester, Engel Ariel(la): http://wallpapers-3d.ru/sstorage/53/2010/09/image_530509101337144005125.jpg

○ Aussehen ○

 




Zuletzt von Lioness am Fr Jun 20, 2014 9:07 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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2 Re: Das Spiel von Himmel & Hölle am Mi Jun 18, 2014 3:16 pm

Lioness

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Admin
Camael

Ein grelles Licht. Das war alles an was ich mich von meinem Abstieg auf die Erde von den Himmelstoren aus mitbekommen hatte. Es war nur ein kurzer Moment, ein Mäuseherzschlag lag, und doch durchfuhr mich der lehmende Schmerz wie ein donnernder Blitz, klang bei meiner Ankunft in den Wirtskörper jedoch schnell ab. Kurz sah ich an mir herunter. Es war ein männlicher Gläubiger dessen Körper ich für meinen Auftrag befehligen durfte, dessen  konnte ich anhand der fehlenden weiblichen Brust und des schmaleren Beckens erkennen. Auch die Hände waren nicht zierlich, sondern groß und rau. Bei meinem ersten Abstieg in der Prüfung war es ein weiblicher Körper gewesen von dem ich hatte Besitz ergreifen sollen. Meine nächste Umgebung musternd, stellte ich fest dass ich in einem Wohnzimmer der Menschen befand. Es war dunkel im Raum, ebenso wie außerhalb des Hauses. Lediglich eine Lichtquelle blendete mich beim hineinsehen und ich erkannte andere Menschen, klein und farbenfroh hinter dem hell erleuchteten Glaskasten.  Mich erhebend hielt ich zum Schutze eine Hand gen dem Licht, sodass dessen Schatten auf die Augenpartie des Menschenwirtes fiel.
"Liebling, geht es dir nicht gut?" Ertönte eine Frauenstimme und ich blickte in das Gesicht der Sprechenden. Es dauerte etwas bis ich diese irdische Sprache zuordnen und verstehen konnte. Doch schließlich hatte ich die Botschaft der Worte entschlüsselt. Doch statt zu antworten, stand ich wortlos auf und ging an ihr vorbei. Dabei legte ich der Menschenfrau im Vorübergehen beruhigend eine Hand auf die Schulter, ehe ich die Haustür aufschloss und hinaus auf die offene Straße schritt.
Es war ein mittelständiges Wohnviertel, indem mein Wirt wohnte.
Ich war die Straße hinaub gegangen, es wurde inzwischen schon wieder hell, da erklang eine Stimme. "Camael." Ich drehte mich ihr zu und fand einen riesigen dunkelhäutigen Menschen vor. Sein kahl geschorener Kopf glänzte in der aufgehenden Sonne und seine schwarzen Augen sahen auf mich herab. "Uriel." Grüßte ich ernst zurück. Es war ungewohnt in einer fremden Stimme seine eigenen Worte zu hören. Mein Onkel war für diese Mission als mein Partner vorhergesehen und hatte ebenfalls einen Wirt übernommen. Dessen Körper war Muskel bepackt und die Adern beulten sich schon unter der warmen braunen Haut auf. Wir beide sahen nun nach Süden. "Nicht mehr weit, mein Neffe." Sprach mein Onkel mit der tiefen Stimme seines Menschen. Ich nickte darauf und wir machten uns auf den Weg.
Während wir nebeneinander Richtung Ziel gingen, fiel mir nebensächlich auf, dass Uriels Wirt nicht nur sonderlich groß für einen Menschen sein musste, sondern meiner zudem recht klein. Doch das störte mich wenig, denn spätestens während unseres Aufstiegs würde ich diese Hülle zurück lassen und in meiner wahren Gestalt umher wandern können.
Als wir dann einen kleinen Hügel hinab stiegen, spürte ich es. Die Anwesenheit eines anderen Engels außer Uriel und mir, nur war diese Presentz nicht ganz so wie die unsrige. Irgendwie fühlte sie sich unvollkommen, unvollständig an. War ja auch nicht anders zu erwarten bei einem Nephilim.
Vor dem Haus aus dessem Inneren diese spirituelle Kraft kam, blieben wir stehen und sahen uns kurz um. Niemand sonst war auf der Straße zu sehen. Also tat ich den ertsen Schritt zur Tür und klopfte an.
"Camael, die Menschen haben sich weiterentwickelt seit deiner Prüfung." Klang es tief von dem dunklen Riesen versetzt hinter mir. Ich sah zu ihm. "Es gibt eine Gerätschaft die ein Signalton erklingen lässt, damit sie wissen dass jemand an ihrer Türe wartet." Erklärte er mir und wies auf einen Knopf in der Wand. Kurz zog ich kaum merklich die Augenbrauen zusammen ehe ich meinen Finger ausstreckte und darauf drückte. Ein Klingeln war zu vernehmen, während der Zeit die ich den Knopf gedrückt hielt.
Uriel ließ mir beabsichtigt bei allen Taten und Handlungen die nun auszuführen waren den Vortritt, da ich es so am besten lernen würde - zumindest sah er das so.


Luzifer

Gereizt ließ ich meine Finger nacheinander auf der Armlehne meines Thrones aufschlagen. Immer und immer wieder. Das schwarze Blut des Dämons, der mir die Nachricht verkündet hatte, dass er Filia - meine geliebte Filia die ich damals hatte weggeben müssten - aus den Augen verloren hatte, tropfte noch von meiner anderen Hand herab und dort wo der Kopf auf dem abartigen Rupf hätte sitzen sollen klaffte nun ein glänzendes Loch, nass vom schwarzen Blut, welches sich über den Boden ergoss. Der Kopf lag abgetrennt gut fünf Meter entfernt und das Herz welches ich ihm herausgerissen hatte, war noch ganz warm und weich in meiner blutverschmierten Hand.
Finster sah ich zu Levientar. "Schick deine besten Sucher und findet sie!" Knurrte ich und verengte den Griff um das Herz.
Der andere Dämon nickte nur stumm. Kurzzeitig hatte man Angst in seinen Augen sehen können,  als ich das Herz seines Bruders heraus gerissen hatte und schließlich in meiner Rage den Kopf abgetrennt hatte. Angst und Entsetzen. Doch war diese schnell wieder durch den Schleier der Kälte übertrumpft worden. Während er nun aus meinen Augen trat, blickte ich angewidert auf das Herz hinab. "Dreckiger kleiner Bastard." Sagte ich grinsend und ließ es plump zu seinem früheren Besitzer in den Deck fallen.

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3 Re: Das Spiel von Himmel & Hölle am Mi Jun 18, 2014 5:36 pm

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Miranda
Ich war letzten Abend relativ schnell eingeschlafen, da eine anstrengende Woche hinter mir lag und ich dringend etwas Schlaf gebraucht hatte, schließlich schrieben wir gerade in der Schule eine Arbeit nach der anderen und auf einen Tennis-Wettbewerb nächste Woche, durfte ich auch noch teilnehmen, auch wenn ich ehrlich gesagt überhaupt keine Lust dazu hatte. Ich liebte es zwar Tennis zu spielen, aber unser Lehrer war doch einfach nur zum kotzen!  Ständig hielt er sich für etwas besseres, nur weil er dieses Fach unterrichtete, bekam es aber nicht auf die Reihe ein anständiges Match ohne Faul zu spielen. Aber wenigstens, war ich nicht alleine, mit diesen Gedanken… Jeder aus meiner AG schien ihn zu hassen und die meisten, wollen nächstes Jahr eh eine andere wählen,  aber was solls, das Jahr war eh bald rum und dann hatte ich endlich Sommerferien!
Doch aus irgendeinem Grund beunruhigte mich etwas und mir war mein Schlaf nicht lange gegönnt. Normalerweise schlief ich am Wochenende auch gerne mal bis 13:00 Uhr, aber heute war ich ungewöhnlicherweise schon um 5:30 Uhr wach und die einzige Begründung, die ich dazu hatte, war dass ich ein flaues Gefühl im Magen hatte. Ich wusste nicht einmal woher es kam, es war einfach da und beinahe unmöglich zu ignorieren…
Da ich schon so früh wach war und sonst nichts anderes zu tun hatte, machte ich mich schon einmal fertig. Immerhin wollte ich mich heute noch mit Akira, meiner aller besten –und zu dem noch einzigen- Freundin treffen. Sie hatte mir versprochen, mir heute noch Mathe beizubringen, da wir am Montag eine weitere Arbeit darin schrieben und ich nun mal keine Ahnung von dem Thema hatte…
Doch gerade als ich auf die Uhr an meinem Handydisplay sehen wollte, hatte ich eine Nachricht von ihr, welche sie noch gestern Abend verschickt zu haben schien, zu mindestens laut der Uhrzeit und dem Datum… „Kann heute leider nicht kommen, mein Bruder ist krank geworden und meine Eltern sind Morgen wieder auf Geschäftsreise LG Akira.“ Seufzend legte ich mein Handy beiseite. Na super, dass hieß alleine einfach zu büffeln, in einem Fach welches ich hasste und zu 100% nicht beherrschte… Naja Augen zu und durch, dann müsste ich mich halt irgendwie alleine um das Problem kümmern, etwas anders blieb mir auch kaum möglich. Ich könnte ja meine anderen Klassenkameraden fragen, allerdings mieden die mich, wo es nur ging, seit dem „kleinen Unfall“ von vor 3 Jahren. Ich wusste zwar selbst nicht, was da so wirklich passiert war, als auf einmal diese schwarze Aura mich und die anderen umgab, aber immerhin konnte ich so Akira vor diesen Widerlingen retten und es hatte sie ja auch gelohnt, obwohl ich mir hin und wieder mal deswegen den Kopf zerbrach, da ich einfach keine Antwort drauf fand, was da passiert war.
Ich zog mich langsam aus und steig dann unter die Dusche, wo ich direkt das Wasser aufdrehte und es kurze Zeit später auf meiner Haut genießen konnte. Ich stieß ein zufriedenes seufzen aus und schloss meine Augen. Nach ca. 20 Minuten verließ ich die Dusche wieder und trocknete mich ab, ehe ich mich anzog und meine Haare kämmte. Manchmal war es wirklich ein Fluch, dass sie so lang waren! Lauter kleine Knötchen hatten sich gebildet und mit einiger Mühe, bekam ich diese aber wieder raus und begab mich dann zu der restlichen Katzenwäsche, wie Zähneputzen. Da ich morgens sowieso nie auch nur einen  Bissen herunter bekam, übersprang ich das Frühstück direkt.  
Als ich auch damit fertig war, ging ich direkt in die Küche, um mir noch einen Tee zu kochen, doch gerade als ich das Wasser aufsetzen wollte, klingelte es an der Haustür. Verwundert sah ich auf die Küchenuhr. Es war doch gerade mal 6:00 Uhr…, seltsam wie kam denn auch nur ein einziger Mensche auf die irrsinnige Idee, dass ich jetzt normalerweise schon wach war… Naja egal… Also ließ ich das Wasser neben dem Wasserkocher stehen und setzte es nicht auf, sondern ging direkt an die Haustür. Vorsichtig öffnete ich diese und musterte die beiden Männer leicht verwirrt. Den kleineren Mann von den beiden kannte ich. Er wohnte hier irgendwo in meiner Nachbarschaft doch der andere war mir völlig unbekannt. „Ja bitte…, wie kann ich Ihnen helfen?“, fragte ich noch immer vorsichtig und hielt meinen Körper dabei hinter der Haustür versteckt. Seltsame Kautze…


Amalia
Ich hatte vor einigen Wochen einen Auftrag, von Gott höchstpersönlich bekommen, dass ich Luzifer beobachten sollte. Natürlich nahm ich diesen Befehl an und führte ihn Bedingungslos aus… Doch bei all dem, was ich dort zu Gesicht bekam, drehte sich mir immer und immer wieder der Magen um. Ich fand es verabscheuungswürdig, wie er mit seinen Untertanen umging und wie er sie führte. Sie blieben doch alle nur aus dem Grund bei ihm, weil sie Angst hatten von ihm getötet zu werden! Ich selbst kannte ihn nicht persönlich, aber das was ich von ihm hörte, war alles andere als gut, aber das wunderte mich nicht, sonst wäre er ja schließlich nicht Luzifer…, der Herrscher der Hölle, der, der sich selbst gegen Gott aufgelehnt und seine Gesetze missachtet hat.
Meine Beschattung lief reibungslos…, zu mindestens bis gerade eben, denn auf einmal wurde ich von hinten rum attackiert und von solchen seltsamen Typen gefesselt, welche mich dann direkt zu ihm brachten und mich vor ihm auf die Knie drückte, was mich nur noch mehr anwiderte. Ausgerechnet vor ihm auf die Knie gehen zu müssen. „H-Hier M-Meister…, w-wir haben sie beim Sp-Spienoeren erfunden!“, sagte einer der zwei Typen, wobei sich ab und zu seine Zungenschlange zeigte, weswegen er auch nispelte und nur schwer zu verstehen war. Na super…, da ließ ich mich einfach von zwei Typen gefangen nehmen…

4 Re: Das Spiel von Himmel & Hölle am Mi Jun 18, 2014 9:08 pm

Lioness

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Admin
Camael

Die Tür ging auf, und erst mit deren Öffnung ließ ich von dem Knopf ab. Seltsame Gerätschaft. Fur einen kurzen Augenblick starrte ich noch auf den Knopf, als wäre er in der Lage mich jederzeit anzufallen, doch sah dann zu dem Mädchen welches in der Türe stand. Sie hatte langes blondes Haar, blaue Augen und war recht schlank.
Ein kurzer Blick zu Uriel genügte und er stimmte mkr mit einem Nicken zu. So trat ich vor. "Ich bin Camael, und das hier ist Uriel. Wir sind Engel des Herren. Du wirst uns begleiten." Stellte ich uns beide vor und eh ich den mittleren Teil erreicht hatte wanderte meine Hand unmerklich hinter meinen Rücken. Dort hatte ich einen Dolch versteckt. Es war allerdings nicht irgendein Dolch, sondern die Klinge der Seelen. Sie war mittels für solche Zwecke erschafgen worden, nämlich um Menschen oder auch Nephilim von ihrem irdischen dasein zu befreien damit sie ohne dass ihre Seele davon schaden davon tragen würde, hinauf ins Himmelreich gelangen konnten, wenn nahc ihnen verlangt wurde. Doch Uriel legte eine Hand auf meine Schulter und trat vor mich. "Dürfen wir rein?" Fragte er freundlich wie eh und je. Scheinbar wollte ich ihm dje Sache zu schnell erledigen. Was sollten wir allerdings noch mit ihr besprechen? Alles wichtige war doch bereits gesagt. Wozu dann noch Zeit verlieren?
Zugegeben, Uriel machte selbst als ein solchen Bär von einem man einen vertrauenswürdigen Eindruck. Dennoch verstand ich den Sinn und Zweck des ganzen nicht.


Luzifer

Kurz nach meinen Worten sollte ich nicht nur einen dreckigen kleinen Bastard zu Gesicht bekommen, sondern auch ein dreckiges kleines Engelchen.  Meinen Blick fixierte ich auf die dunkelhaarige Gestalt welche vor mir auf die Knie geworfen wurde.
Es waren zwei meiner Dämonen die die Schnüfflerin endlich entdeckt hatten. "Das hat ja lang genug gedauert, meine Herren!" Verbündete ich. "Ich hatte schon befürchtet dass sie niemand von euch entdecken würde und ich sie dann mit einem Fluch belegen müsste, sodass sie nicht mehr hinaus kann." Hämisch grinsend erhob ich mich und ging auf den Engel zu. Mir war mein Auftreten dass ich ausstrehlte durchaus bewusste und auch wie ich wirkte. Langsam beugte ich mich zu dme Engelchen. "Sag, warum schickt mir Vater einen solch erbärmliches Geschöpf wie dich?" Es war mehr eine rhetorische Frage und ich ließ ihr auch keine Zeit zum antworten, da ich weiter redete. "Anscheinend musst du begabt sein." Stellte ich fest, richtete mich wieder auf und ging einige Schritte um sie herum, während sie von den beiden Dämonen in einem Siegel, welches speziell für Engel galt, festgehalten wurde. "Oder aber ihm liegt einfach nichts an dir." Gab ich abschätzig von mir.
Hinterhältig lächelnd trat ich vor sie und näherte mich ihr bis aufs Äußerste indem ich so nah mit meinem an ihrem Gesicht ging dass sich unsere Nasenspitzen hätten berühren müssen und sah in ihre großen violetten Augen.
"Et maledicam maledicentibus tibi. Ut forever're cepissem fugiunt a me, et non erit. Numquam posse sine me liberet." (= dt.: "Ich verfluche dich. Auf dass du ewig meine Gefangene bist und dich nie von mir losreißen wirst. Nie wirst du frei sein ohne mich.")
Sprach ich den Fluch über sie aus und legte ihr dabei die Hand auf.
Ich spürte wie meine Mahct mich durchspülte, wie sie meine Adern durchzug und durch meinen Körper raste. Wie sie sich in das mir bekannte Dunkle verwandelte und den Fluch deshalb so mächtig werden ließ. Als meine Tat vollendet war sah ich zu ihr hinab. "Niemand, nicht einmal dein über alles Gott wird dir helfen können."

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5 Re: Das Spiel von Himmel & Hölle am Mi Jun 18, 2014 10:23 pm

Gast


Gast
Miranda
Ich sah den Kerl wohl mehr als nur verdattert an, was ist denn das für ein Freak?! Und so was läuft frei rum! Hier leben schließlich auch noch Kinder! Unverantwortlich! Eigentlich wollte ich ja dachte ich, dass die beiden welche, von diesen unausstehlichen Leuten sind, die von dir zu Tür gehen und um Geld im Namen der Kirche betteln, als der eine Mann aber jedoch fragte, ob sie eintreten können, verscheuchte ich dieses Gedanken wieder aus meinem Gehirn und musterte die beiden noch immer ziemlich verwirrt und beinahe entgeistert. Verständlich, oder? Ich meine es tauchen nicht jeden Tag irgendwelche Geistesgestörte auf und sagen, dass sie irgendwelche Engel aus der Bibel wären…, die vor über 2000 Jahren also lebten und somit rein theoretisch schon tot waren und rein realistisch, dass das ganze sowieso voll der Bullshit war! Ich wollte die beiden ja sogar fragen, ob ich einen Arzt für sie holen gehen sollte, allerdings schien mir das ganze nicht so recht passend in diesem Augenblick, angesichts der Tatsache, dass der Kleine von den beiden sogar etwas hinter seinem Rücken versteckt hielt und ich nicht wusste was es war.
„J-Ja…, bitte treten Sie ein…“, sagte ich ruhig und öffnete dann die Tür ganz, so dass die beiden Herren hineintreten konnten. „Da vorne ist mein Wohnzimmer…“, erklärte ich den beiden Männern und brachte sie in den besagten Raum, wo ich mich auf das eine Sofa setzte und den Männern bedeutete sich auf das gegenüberliegende zu setzen. „Also meine Herren…, was führt sie zu mir? Wie kann ich Ihnen behilflich sein?“, fragte ich und versuchte normal dabei zu klingen.
Das ganze war seltsam bis zum geht nicht mehr und am liebsten hätte ich diese beiden seltsamen Gestalten vor meinem Haus stehen gelassen und einfach die Tür vor deren Nasen zu geknallt und die Polizei gerufen, dass sich zwei geistesgestörte vor meinem Haus aufhielten…, aber spätestens danach, hätte der Polizist am Hörer –wieder einmal- gelacht und aufgelegt… jaja von wegen Freund und Helfer!
Stumm musterte ich die beiden Leute erneut und konnte nicht einmal sagen, was für Emotionen in meinem Blick lagen, was mich aber selbst nicht sonderlich wunderte, da in mir sowieso das reinste Gefühlschaos herrschte…


Amalia
Ich sah Luzifer nicht einmal an, sondern wendete meinen Blick ab, damit ich nicht zusehen musste, wie er scheinbar auf mich herab sah. Das wäre wirklich zu viel der Demütigung! Aber so einfach sollte, dass ganze nicht für mich werden. Denn während der eine mich nun etwas fester packte, griff der andere meinen Kopf und drückten ihn in die Richtung von Luzifer. Dieser kam mir zu allem Überfluss auch noch so nah, dass sich unsere Nasenspitzen berührten. Sünder!
Doch mit einem Mal wurde ich ganz still und hörte auf zu zappeln und mich zu wehren. Mit entsetzten Blicken musterte ich Luzifer. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass er ausgerechnet diesen Fluch aussprach, geschweige denn, mich überhaupt am Leben ließ… und jett sollte ich eben dieses für immer bei ihm verbringen?
Innerlich war ich bereits verzweifelt, doch ich wollte nicht aufgeben. Ich wollte mich damit nicht zufrieden geben, für immer sein „Spielzeug“ zu sein. Alleine schon die Vorstellung ekelte mich an, aber der Gedanke daran, dass es Realität war, ließ etwas in mir zerbrechen… Mir war zu heulen zu muten und doch zeigte ich keine einzige Träne…, mir war zu schreien zu mute und doch verließ meine Lippen kein einziger Schrei…, ich wollte kämpfen und ihm die Stirn bieten, aber dennoch bewegte ich mich keinen Zentimeter von der Stelle…
Ich sah noch die ganze Zeit, weiter stumm zu ihm auf, bis auf einmal einer dieser Typen das Wort ergriff. „Sollen wir sie in den Kerker bringen, oder wollt Ihr sie noch bei euch haben, Meister?“, fragte der jenige, welcher anscheint nicht so heftig nispelte, wie sein Partner und Teamkolloge.

6 Re: Das Spiel von Himmel & Hölle am Do Jun 19, 2014 10:16 am

Lioness

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Admin
Camael

In ihrem Gesicht ließ sich gut lesen. Zuerst war es Erstaunen, welches sich breit machte, doch dann von Ablehnung und einen Hauch von Misstrauen den Platz frei machte. Hätte Uriel mich die Sache hier schnell erledigen lassen, dann wären wir jetzt nicht gezwungen so vorsichtig umzugehen, sondern hätten sie gleich mit nahc Hause nehmen können.
Meinen aufglimmenden Ärger ließ ich nicht durchscheinen und erstickte ihm im Keim, indem ich wieder die Gefühlslosigkeit die Gott uns befohlen hatte anlegte und so ein kühlen teilnahmslosen Eindruck machen musste.
Uriel nickte lächelnd und bedankte sich freundlich bei der Nephilim um einzutreten und sich ins Wohnzimmer zu begeben. Ich folgte ihm und nahm neben ihm auf der Couch Platz. Die Hande ordendlich auf die Knie gelegt, mit aufrechter Körperhaltung und wachem Blick sahen wir beide zu der Blonden und warteten darauf dass sie sich setzte.
Als Ruhe eingekehrt war und sie sich ebenfalls niedergelassen hatte, erklang wieder die tiefe Stimme Uriels Wirtes. "Du hast doch sicher fragen an uns. Es kommt schließlich nicht jeden Tag vor dass zwei Wildfremde vor deiner Tür stehen und solch wüßte Behauptungen von sich geben, hab ich Recht Miranda?" Schaffte er es trotz seiner äußeren Erscheinung sanft und verständnisvoll zu klingen. Uriel war auch geübt was der Kontakt zu Menschen anging, immerhin war er einer der Botenengel.
Er lehnte sich mit den Unterarmen auf seine Oberschenkel und sah das Menschenmädchen einladend an. "Hast du dich denn nie gefragt woher du diese Kräfte hast?" Er machte eine kurze Pause, ehe er fortfuhr. "Deine Wutausbrüche oder gar Träume? Vorahnungen oder häufige Déjà vu's?"


Luzifer

Ich sah den Dämon belustigt an. "Wo bleiben denn eure Manieren! Behandelt man etwa so einen Gast?" Lachte ich schon fast und winkte dann ab. "Bringt sie in Lillith's Gemächer." Und damit war die Sache für mich auch erledigt, denn nun hatte ich das Engelchen an mich gebunden. So konnte es ebenso wie ich nie wieder aus mejnem Reich hinaus. Nie wieder zurück ins Himmelreich oder gar auf die Erde. Das was mir verwehrt war blieb ihr auch verwehrt. Es war wie ein unsichtbares Band was uns nun verbund. Diesen Fluch hatte ich schon des Öfteren gesprochen bei den Spionen Vaters, und die Engel die er bislang geschickt hatte hielten es nicht lange hier unten aus und entweder brahcten sie sich selbst um oder aber sie langweilen mich, was so ziemlich auf das gleoche hinaus kam.
Und in Lillith's Räumlichkeiten würde sie sich erstmal umsehen können. Die Dämonin hatte schließlich einen prachtvollen Wohnbereich, und war immerhin auch nicht umsonst meine Rechte Hand. Schätzungsweise würde sie erst in einigen Tagen zurück kehren von ihrer Mission. Bisdahin konnte das Engelchen bei ihr wohnen.
Mich umdrehend schritt ich wieder auf meinen Thron aus Engelsgebeinen zu. "Und mach das hier mal einer sauber!" Ordnete ich einfach an.



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7 Re: Das Spiel von Himmel & Hölle am Do Jun 19, 2014 11:33 am

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Miranda
Es herrschte für einen kurzen Moment eine merkwürdige Stille, die mir mehr als nur unangenehm, aber der größere Mann von den beiden durchbrach diese dann schließlich, als er meinte ob ich nicht ein paar Fragen an die beiden hätte. Natürlich hatte ich viele Fragen an die beiden, aber ich wusste nicht so ganz wie ich anfangen sollte. Als er dann aber anfing, von meinen Ständigen Träumen und dem anderen Zeugs zu reden, wurde ich nun etwas hellhöriger. Woher konnte er denn nur davon wissen? Ich hatte es doch niemandem erzählt, mal abgesehen von Akira, aber die fand auch, dass das ganze nur Zufall war, sie erinnerte sich ja kaum noch an den Wutausbruch den ich damals hatte, als sie von diese Jugendlichen bedrängt wurde…
„Woher wissen Sie davon?“, fragte ich ihn nun leicht kühl. Das ging die beiden zum Teufel nichts an! Es war ganz alleine meine Sache und nur meine!
Aber dann schüttelte ich leicht den Kopf. Vermutlich müsse ich jetzt für einen Moment meinen ganzen Stolz und alles andere vergessen, wenn ich wollte, dass diese seltsamen Dinge endlich aufhörten. Denn sie machten mir zunehmend immer mehr Angst. In manchen Momenten erkannte ich mich manchmal selbst nicht wieder und hätte mich dann am liebsten in einem Loch versteckt und wäre nie wieder raus gekommen. Sogar meine Mitschüler machte es Angst…
Ich sah zu leicht zu Boden und nickte dann leicht. „I-Ich habe mich schon gefragt, was das alles soll… Ich bin zu einem Arzte gegangen, aber er konnte nichts Ungewöhnliches an mir feststellten…“, murmelte ich schließlich nachdenklich „Ich habe es oft versucht zu ignorieren, a-aber es verfolgt mich selbst im Schlaf, durch meine Träume. Und entweder habe ich es am nächsten Tag vergessen, oder es beschäftigt mich sogar noch Monate danach. Meine Träume ergeben selten irgendeinen Sinn…, es sind meistens nur Bilder, die ich sehe, aber oft brennen sie sich in meinem Kopf ein und dann dreht sich alles nur noch um sie… Manchmal wenn ich in der Schule sitze, sehe ich diese Bilder ein weiteres mal…, nur viel deutlicher als im Schlaf, da diese meistens verblassen, sobald ich aufwache…“, erklärte ich den beiden Männern nur ruhig.
Ich hatte schon so einigen Mist geträumt und versucht ihn aus meinem Kopf zu verbannen, aber es gelang mit nur selten bis gar nicht. Ganz im Gegenteil, desto mehr ich es erzwang, desto schlechter ging es, also hatte ich vor kurzem versucht es einfach hinzunehmen. Irgendwann würde es bestimmt aufhören. Das hatte ich mir immer und immer wieder eingeredet, aber nie traf es zu, es ging mit fürchterlich auf die Nerven, dass ich keine Ahnung hatte, was es war und wie ich es loswerden konnte. Denn das einzige, was mir dabei wirklich übrig war, war es abzuwarten oder es einfach hinzunehmen. Beide Optionen gefielen mir nicht sonderlich. Würde das ganze jetzt aufhören? Könnten mir diese beiden Männer tatsächlich helfen…?



Amalia
Ich sah Luzifer noch mit hasserfüllten Augen nach, als ich von seinen Sklaven auch schon weggebracht und durch viele Gänge geschleift wurde.
Nach gefühlten eine Million Gängen kamen wir vor einer Tür zum stehen. Die beiden grinsten sich an und einer von ihnen öffnete dann die Tür. Zum Vorschein kam ein wirklich luxuriöses eingerichtetes Zimmer. Es war mit roten, goldenen wie auch mit einigen braunen Möbelstücken eingerichtet. Es gab ein riesiges Himmelbett und in der Nähe von eben diesem stand ein riesiger Spiegel mit einem Stuhl davor. Auf dem kleinen Tisch, an dem der Spiegel befestigt war, lagen eine Bürste, Parfüm und Make-up. Auch einen riesigen Kleiderschrank besaß das Zimmer. Hier würde sich vermutlich jede Frau Pudelwohl fühlen. Ich hingegen wollte hier nur noch weg!
Nachdem ich das Zimmer einige Zeit gemustert hatte, schubsten mich die beiden einfach hinein, so dass ich stolperte und hinfiel. Einer von denen hielt mich fest und der andere machte mir Handschellen um, welche aber wenigstens lang genug waren, dass ich mich etwas bewegen konnte. Dann ließen sie mich endlich los und schlossen die Tür hinter sich ab, ehe sie lachend auf den Gängen umher streiften.
Eigentlich war mir wirklich zu heulen zumute, aber ich tat es nicht und unterdrückte es mit aller Müh, da es meine Tränen waren, welche heilend wirkten und ich wollte um jeden Preis verhindern, dass irgendjemand an diese heran kam!
Langsam erhob ich mich und stand auf, während ich meine Kleidung mit einigen Handbewegungen wieder zu Recht rückte. Dann ging ich zu dem großen Spiegel und ließ mich dort kurz nieder. Vorsichtig strich ich mir über mein langes dunkles Haar. Genau deswegen war ich immer dass schwarze Scharf unter den Engeln gewesen… Die meisten hatten blondes oder hell braunes Haar, meines hingegen war dunkel Violet, beinahe schwarz. Auch meine Augen waren anders…, sie leuchteten anders auf und waren für einen Engel ungewöhnlich. Ab und zu hatten sich andere Engel einen Scherz auf der Akademie geleistet und sich darüber lustig gemacht, in dem sie sagten, ich würde eines Tages noch bei Luzifer landen… und so unrecht hatten sie damit gar nicht…

8 Re: Das Spiel von Himmel & Hölle am Fr Jun 20, 2014 5:49 pm

Lioness

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Camael

Nur halbwegs interessiert hörte ich dem Gespräch der beiden zu. War ja aich kein wunder dass sie diese Träume hatte wenn sie ihre Fähigkeiten unterdrückte - oder sie sich jetzt erst entfalteten, bei einem Nephilim wusste man schließlich nie wann es soweit war. Diese hier schien noch im mittelbereich zu sein, den der jüngste Nephilim von dem ich gehört hatte war abgeblich 11 gewesen. Doch ob das auch stimmte oder blanker Hrinriss dass konnte ich nicht sagen.
Uriel ergriff nachdem das Mädchen ihm geantwortet hatte abermals das Wort. "Solche Träume sind völlig normal für einen Nephilim im Anfangsstadium." Erklärte er ihr ruhig und legte die riesigen Hande zusammen als wäre er einer dieser irdischen Politikern. Kurz schloss er die Augen ehe er das Mädchen dann mit festem Blick ansah und in ernster Sorgfalt zu sprechen begann. "Wie mein Neffe bereits sagte, sind wir Engel des Herren und hier um unseren Auftrag zu erfüllen. Ein Nephilim ist ein Kind das aus der Verbindung zwischen einem Menschen und einem Engel entstanden ist. Nun, uns wurde ans Herz gelegt einen Nephilim von der Erde zu seinem rechtmäßigen Platz in den Himmel zu holen. Ich weiß, ich weiß, mein Kind, das alles mag sehr schockierend und unerwartet auf dich einfallen - doch bedenke, damals als du diesen - wie sagen die Sterblichen so schön?" Urial sah mit aufrichtiger Belustigung zu mir hinüber. Ich war während des ganzen aufgestanden und hatte mich an das Fenster begeben und lugte mit hinter dem Rücken verschenkten Qrmen hinaus. "'Wutausbruch.'" Half ich meinem Onkel auf die Sprünge.
"Ah richtig. Als du diesen 'Wutausbruch' erlitten hattest, warum glaubst du wohl kann sich keiner mehr so richtig an diesen Vorfall erinnern?" Es stimmte. Wir hatten damals die Erinnerungen an das Geschehene durch andere ersetzen müssen, um unsere Existenz zu waren und die Dämonen durch die Energie die bei der Anwendung einer solchen Macht entsteht fern zu halten. Wo wir gerade bei Dämonen waren...
"Uriel." Sagte ich ernst und sah mit finsterer Mine zu ihm. Der andere nickte nur.
"Kind, entscheide dich. Wirst du uns begleiten oder nicht?" Stelle er ihr die alles entscheidene Frage, und kaum hatte er geendet hörte man etwas auf dem Dach poltern. Es waren wie Schritte. Dann ein plötzliches Hämmern gegen die Türe.
"Sie sind hier." Murmelte ich leise zu mir selbst und stellte mich so dass ich zwischen den bald aufkommenden Angreifen und der Nephilim stand während Uriel unter Zeitdruck sdiese ansah und auf ihre Entscheidung wartete.


Luzifer

Während der Thronsaal gesäubert wurde von den Überresten des mickrigen Dämons, begab ich mich in meine Gemächer - doch kam nicht umhin an Lillith's Räumlichkeiten vorbei zu gehen. Prompt entschied ich mich dem Engelchen einen Besuch abzustatten.
So öffnete ich in einem Schwung die massive Holztür und trat ohne Vorwarnung ein. Zügigen Schrittes ging ich auf einen Samt gepolsterten Sessel am Fenster zu und nahm Platz. Mit amüsierten Blick sah ich auf das Engelchen herab, schwieg jedoch. Es war schon seltsam warum ich mich hierher begeben hatte und die Befragung nicht einen meiner Dämonen überlassen hatte, doch dies lenkte mich von der Unfähigkeit dieser Würmer ab meine geliebte Filia wieder zu mir zurück zu bringen. So saß ich mit leicht gespreizten Beinen und auf der Faust ruhendem Kinn in diesem Sessel und wartete die Dunkelhaarige vor mir intensiv musternd. Zumeinen da ich meine Gefangene gut kennenlernen wollte und vielleicht sogar auch etwas über Vaters Pläne herausfinden würde. Zum anderen war ich auch nur ein Mann. Ein wirklich gut aussehender und attraktiver Mann, aber immer noch ein Mann.





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9 Re: Das Spiel von Himmel & Hölle am Fr Jun 20, 2014 6:53 pm

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Miranda

Ich musterte den einen Mann, als er aufstand und zum Fenster ging genau. Die ganze Situation missfiel mir sichtlich, aber dennoch schien ich nicht in der Position zu sein, nicht auf ihr Angebot einzugehen. Immerhin wollte ich, dass es endlich aufhörte. Ich wollte nach Jahren endlich mal in Ruhe schlafen können, war das denn zu viel verlangt?!
Auch wenn ich die ganze Situation ziemlich… absurd und unrealistisch fand, überlegte ich nicht lange und willigte schließlich ein, dass ich mitkommen würde. Denn ich hatte mich dazu entschieden dass das ganze nur ein Traum war… Hallo? Ich war immerhin an einem Samstag schon um 5:30 Uhr wach…, dass war mit Sicherheit ein Traum!
„Okay…, ich komme mit Ihnen…“, murmelte ich schließlich. Doch dann schreckte ich auf, als es auf einmal auf dem Dach Poltern und dann hämmerte es auch noch wie blöde an der Tür.
Hysterisch sprang ich auf und konnte mich kaum noch beruhigen. „W-Was zum Teufel ist das?“, fragte ich die beiden Fremden Männer sofort, da es mir zunehmend mehr uns mehr Angst machte. Das Poltern auf dem Dach und das Hämmern an der Tür wurde immer lauter. Doch es dauerte nicht lange und ich keuchte einmal schmerzerfüllt auf, während ich mir meinen schmerzenden Kopf hielt. Ich hatte das Gefühl, dass mir mein Schädel gleich explodieren würde und kniff daher auch meine Augen zu. Auf einmal hörte ich Stimmen in meinem kopf, welche nicht verschwinden wollte, egal wie sehr ich es ihnen auch befahl. Als sie dann aber auch noch anfingen so unerträglich zu schreien fiel ich auf meine Knie und presste meine Hände weiter gegen meinen Kopf. „A-Aufhören…, b-bitte…“, keuchte ich, dass durfte doch nicht wahr sein…


Amalia

Ich sah beinahe wie gebannt in den Spiegel und in die Augen meines Spiegelbildes, während ich eine meiner Haarsträhnen zwischen meine Finger nahm und einige male über sie strich. Immer wieder hörte ich die Worte der Engel in meinem Kopf und genauso spielten sich auch ständig immer und immer wieder die einzelnen Szenen in meinem Kopf ab. Doch dann schloss ich meine Augen und somit verbann ich alles aus meinem Gedächtnis uns konzentrierte mich dann wieder auf Luzifer, welcher vor wenigen Momenten das Zimmer betrat.
Durch den Spiegel betrachtete ich ihn, damit ich jede seiner Bewegungen genauestens sehen konnte. „Warum seit Ihr hier? Wird das ständige herumsitzen auf Eurem Thron auf Dauer zu langweilig?“, stellte ich ihm die Frage mit einem leicht unterkühlten Unterton. Er sollte ruhig spüren, wie sehr ich ihn hasste und verachtete. Auch wenn ich wusste das es ihm vermutlich ziemlich egal war.
Irgendwann ließ ich dann aber von meinen Haaren ab und ließ diese einfach los, wobei die Kette an meinen Handschellen rasselte. Für einen Moment ruhte mein Blick auf meinen Händen und den eisernen Fesseln, ehe ich versuchte mich wieder zusammeln und zusammenzureißen.
Mein Blick wanderte wieder zum Spiegel, um ihn sehen zu können. Warum rammte er mir nicht einfach einen verdammten Dolch in mein Herz…, dass würde mir und auch ihm so einiges ersparen, denn ich würde mich immer und immer wieder mit ihm anlegen und auch gegen ihn auflehnen. Normalerweise war ich absolut nicht der Typ für so etwas, aber er war da eine Ausnahme! Noch nie in meinem ganzen Engel Dasein hatte ich einen solchen Hass in meinem Körper verspürt und auch nicht einen solchen Drang gehabt, meiner unbändigen Wut auf dieses Wesen Luft zu machen. Aber so erging es den meisten Engeln, welche ich nach Luzifer befragt hatte, bevor ich meine Mission begonnen hatte, da ich mich so, etwas darauf vorbereiten wollte. Doch selbst diese monatige Vorbereitung war vollkommen nutzlos gewesen, schließlich hatte er mich jetzt in seinen Fängen und ich konnte nicht einmal mehr zurück in den Himmel…

10 Re: Das Spiel von Himmel & Hölle am Fr Jun 20, 2014 9:59 pm

Lioness

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Camael

Das Madchen brach während des hämmernden Schläge von außen zusammen, sodass ich meinen Oberkörper zu ihr umdrehte um nahc ihr zusehen. Das wae ein Fehler gewesen, dessen ich mir auch all zu schnell bewusste wurde als ein tiefes animalisches Brüllen durch die Ludt hallte und die Tür wegsprang als würde sie nach hinten gerissen. Sofort wirbelte ich wieder herum und fand einen Höllenhund vor. Das riesige Bjest das mich locker auch seinen vier Pfoten überragte kam auf mich zugerannt hnd mir blieb gerade noch eben Zeit um den Dolch aus meinen Gürtel zu ziegen und ihn in einem Gegensprung in den massigen Schädel des Monsters zu rammen, dass ich die Knochendecke aufknacken hörte. Der Körper erschlaffte noch in der Luft und ging dann laut rumstend zu Boden. Ich landete sicher aus meinen Füßen, doch waren Höllenhunde nie allein unterwegs und jagten immer im Rudel. Schnell rief ich zu Uriel "Wir müssen sie weg bringen!"
Er war dem Mädchen zu Hilfe gekommen und hatte es sogar fertig gebracht in seinem muskulösen Körper sie hoch zu tragen. "Ich brauche den Dolch!" Rief er mir zu doch als ich ihn diesen gerade zuwerfen wollte kkrachte es auch schon und ein Teil der Decke stürzte ein. Ein weiteres Höllenvieh war nun eingetroffen, ein weiteres folgte der schon bereits aufgesprengten Vordertüre und der dritte kam durch die Fenster hinein gestürmt, wobei er teile der Mauer mitriss. Mit Unterarmlangen gelb gebogenen Reißzähnen geiferten sie knurrend und verloren dabei eine Sintflut von Speichel auf den Boden. Sie hatten mich eingekesselt und zogen ihre Bahnen immer enger auf mich zu. Ein Glück war mein Rücken von Uriel geschützt, fragte sich nur noch wie lange. Ich wusst dass sobalt ich den dolch zu ihm werfen würde sich diese Monster auf mich stürzen würden. So drehte ich mich um, rannte über die Couch zu den beiden anderen, riss meine Faust mitsamt den fest umklammerten Dolch in die Höhe und ließ ihn bei den beiden angekommen seine Klinge in den Körper der Nephilim senken. Viele Nephilim von denen ich gehört hatte sagten dass es gar nicht mal all zu sehr weh tat. Die wirkliche Qual war das darauf folgende, denn die Seele mit mir und Uriel als Begleiter in dne Himmel fahren würde.
Ich glaubte ihnen, denn selbst ich, Abkömmling zweier Erzengel ersten Grades, empfand dabei Schmerzen - wie musste dies dann wohl erst für einen Nephilim erst sein?
Der Dolch musste sein, denn hätten wir ein anderes Unensiel genommen und sie damit brutal ermordet, hätte sie nicht mit uns einfach so in den Himmel auffahren können sondern müsste sich der Prüfung der Reinheit unterziehen. Auserdem lag ein Zauber auf ihm, dass er den Körper des erfolgten Nephilim nicht schadete, er also bei seiner Rückkehr auf die Erde in seinen unbeschadeten menschlichen Körper zurück gehen konnte. Uriel und ich hingegen brauchten soetwas nicht. Wir wussten wie mir unsere Seele von den Körpern unserer Wirte lösten, sodass es ihnen nicht schaden würde.
Wieder ein grelles Licht. Solch ein Licht mitdem die Mission begonnen hatte. Ich spürte wie meine wahre Gestalt nun sich frei entfalten konnte und nicht mehr an den irdischen Wirt gebunden war. Auch dass Uriel bei mir war, ebenso dass ich die Nephilim festhielt und ihr hinauf halt beim Aufstieg. Das spürte ich alles. Dann wieder der lehmende blitzartige Schmerz, der nicht länger als ein Wimpernschlag andauerte, dafür aber hart genug war dass man ersteinmal eine kurze Pause von einigen Sekunden brauchte um sich in seiner neuen Umgebung zurecht zu finden. So wie ich es gewohnt war klang der Schmerz auch schon wieder ab. Es war knapp gewesen, dass wir den Höllenhunden überhaupt entkommen waren. Ich hätte auch mit jedem einzelnen Gekämpft doch wettete ich dass wenn ich mit zweien kämpfte sich andere zwei anschlichen um Uriel und die Nephilim zu zerfetzen. Außerdem hatte ich da noch eine amdere, viel dunklere und aggressivere Aura gespürt, die sich uns genähert hatte. Um so erleichterter war ich all dem entkommen zu sie und den schweren Teil der Mission hinter mich gebracht zu haben. Mich aufrichtend sah ich mich um. Weite Landschaften von grün, in der Ferne kaum erkennbar die hohen Tore. "Willkommen im Himmel." Sag ich in die blauen Augen der Nephilim.


Luzifer

Ich belächelt ihre Frage als hätte sie ein kleines dummes Kind gestellt das es eben einfach nicht besser wissen konnte. "Das lass meine Sorge sein, Liebes." Sagte ich zwar im amüsierten Tonfall doch mahcte ich keinen hel daraus in meinen Blick offen die Gleichgültigkeit und Herablassigkeit zu zeigen vermischt mit meinem Misstrauen und meiner Missgunst indem ich sie mit immer noch lächelnden Lippen aber dennoch durch verengten Augen hindurch ansah. Anders als sie mich, sah ich sie nicht durch den Spiegel hindurch an, sondern direkt auf ihren Körper.
Nach kruzem betrachten schnaubte ich verächtlich und richtete mich dann im Sessel auf. "Was findet Vater nur an dir, dass du mich ausspionieren sollst? Erbärmlich, einfach nur erbärmlich." Sprach ich in klaren Worten ruhig und gefühllos. Sie musste ja nicht wissen dass ich nicht auf der Erde wandeln konnte geschweige denn in den Himmel wieder hinauf zu fahren, oder mich allgemein nicht aus diesem Dreckskaff hinaus bewegen ließ. Mich zurück lehnend schlug ich die Beine übereinander und sah mich großzügig im Zimmer um. "Wie gefällt dir die Einrichtung?" Fragte ich als wäre ich ein Gastwirt der seinen Kunden ein frisch renoviertes Zimmer zeigen würde. "Nicht schlecht was?" Fuhr ich fort ohne auf ihre Antwort zu warten und verschenkte die Hände gemütlich hinterm Kopf.





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11 Re: Das Spiel von Himmel & Hölle am Fr Jun 20, 2014 11:08 pm

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Miranda

Ich wusste nicht wie mir geschah. Mein schmerzender Kopf lenkte von dem, was hier gerade geschah ab und ich konnte mich nicht mehr konzentrieren. Immer wieder schienen die Schreie, welche ich in meinem Kopf vernahm, mir die Kehle abzuschnüren. Doch das war nichts im Vergleich zu der Angst, welche sich schlagartig in mir breit machte und meinen Körper mit Adrenalin füllte. Ich hatte keine Ahnung, was es war, dass hier gerade geschah, aber ich wollte, dass es aufhörte…
Die Schreie in meinem Kopf waren noch immer nicht verstummt, genauso wenig, wie die Schmerzen, aber dennoch nahm ich noch etwas anders wahr. Aus halb geöffneten Augen musterte ich den Mann aus meiner Nachbarschaft, welcher gegen solche Monster ankämpfte. Der andere, große Mann blieb bei mir und schien mir helfen zu wollen. Spätestens jetzt, war ich mir sicher, dass ich wohl träumen musste, aber warum ließen mich meine Schmerzen nicht wie beinahe jede Nacht erschreckend auffuhren und mich somit von meinen Qualen erlösen?
Es verging eine gefühlte Ewigkeit, bis es dann endlich zu Ende war. Doch die Art und Weise, wie es „beendet“ wurde, war qualvoller als alles andere, was ich jemals zuvor in meinem Leben gespürt hatte…
Ich keuchte einmal, als ich diese seltsame Klinge in meinem Körper gespürt hatte und kniff dabei meine Augen nur noch mehr zusammen, doch dann umgab uns schon ein helles Leuchten, welches zwar Angenehm warm war, aber dennoch schmerzte. Es fühlte sich wie tausende Messerstiche gleichzeitig an und ich konnte einen kurzen schmerzerfüllten Aufschrei nicht unterdrücken. Doch als es vorbei war, keuchte ich noch einige male, um besser Luft zu bekommen. Auch das Licht um uns herum verschwand und ich erkannte meine Umgebung nun auch besser. Doch als ich auf einmal zwei fremde Personen neben mir sah stolperte ich einige Schritte zurück. „Was soll das alles?“, fragte ich leise. „Warum bin ich hier…?“


Amalia

„Was er an mir findet? Vermutlich gar nichts…, daher war ich auch entbehrlich“, sagte ich ruhig und konnte einen Hauch von Verbittertheit nicht unterdrücken. In solchen Momenten fragte ich mich, wieso es ausgerechnet mich traf, ob Gott es vorhergesehen, oder damit gerechnet hatte und warum ich es dennoch tun musste. Man konnte mir unmöglich weiß machen, dass er nicht eine Vorahnung gehabt hätte und wenn es auch nur irgendetwas Kleines gewesen war. Irgendetwas ließ ihn doch mit Sicherheit ahnen, wie das ganze hier enden würde, aber warum…? Warum hatte er mich dennoch auf diese Mission geschickt. War ich entbehrlich? War ich ihm ein Klotz am Bein oder gar ein Dorn in seinem Auge…? Innerlich schüttelte ich schnell mit dem Kopf. Ich durfte jetzt bloß nicht vom Glauben abfallen! Immerhin, war es das einzige, was mir jetzt noch geblieben ist.
„Wie mir das Zimmer gefällt?“, fragte ich ihn. „Mir wäre jedes Drecksloch im Himmel lieber, als das hier!“, knurrte ich beinahe bedrohlich und auch meine Augen funkelten leicht auf. Aber das konnte er ja alles nicht sehen. Ich hingegen studierte jede einzelne seiner Bewegungen um mich bei einem eventuellen Angriff verteidigen zu können. Ich durfte nicht vergessen, dass ich es hier immer noch mit Luzifer zu tun hatte und nicht mit irgendeinem Dämon, den ich im Laufe meiner Jahre, als Engel getötet hatte. Er war umso vieles stärker als ich, daher könnte ich wahrlich von „Glück“ reden, wenn ich einen Angriff von ihm überlebte, obwohl mir der Tot momentan doch lieber wäre…
Die Handschellen an meinen Handgelenken fingen an mir die Haut aufzuscheuern, was ziemlich unangenehm war, doch ich ließ mir nichts anmerken, schließlich wollte ich vor ihm nicht noch schwächer erscheinen, als ohnehin schon. Ich hatte es wirklich satt in irgendwelchen Augen schwach zu erscheinen. Ich hatte mit Sicherheit nicht so viele Jahre mit Training verbracht, um mir von irgendwem sagen zu lassen, dass ich erbärmlich oder gar schwach sei! Oh nein! Das ließ ich mir von Niemandem nehmen…!!

12 Re: Das Spiel von Himmel & Hölle am Sa Jun 21, 2014 10:07 am

Lioness

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Camael

Entweder hatte der Nephilim einen Hörsturz erlitten, oder aber er war dumm. Ohne dabei wertend zu sein, aber wir hatten es ihm doch erklärt. So überließ ich es Uriel alles nochmals zu wiederholen, der nun in seiner wahren Gestalt nicht mehr wie ein riese auf uns hinab blickte - nur noch wie ein Halbriese, mit bleicher Haut und kastanienbraunen Locken sah er mit sanften Blick seiner ebenfalls blauen Augen auf das Mädchen. "Ich bin Erzengel Uriel, und das ist mein Neffe Camael. Wir sind Diener des Herren und haben den Auftrag vom Rat bekommen dich zu uns in das Himmelreich zu bringen - dort wo du hingehörst - um dich deiner Bestimmung zuzuteilen. Mit deiner Einwilligung mit uns mit zu kommen, hast du schon einmal den ersten Schritt getan. Wie wir bereits schon sagten, bist du eine Nephilim und so hast du das Rwcht dein geistliches Elternteil kennen zu lernen. Doch zuerst," er streckte mir die Hand entgegen und ich gab ihn wortlos den goldenen Dolch zurück, "wirst du dem hohen Rat vorgestellt."
Mit diesen Worten breiteten wir unsere Schwinge aus. Das Mädchen würde all dies erst noch erlernen müssen - so griffen wir ihr unter die Arme und flogen mit ihr zu den Toren, welche sich wie von selbst öffneten und dann nach unserem Passieren hinter uns wieder schlossen. Wir würden noch eine Weile brauen bis wir im Paradies wären.


Luzifer

Meine Haltung wahrend schüttelte ich den Kopf. "Aber aber, Liebes. Glaubst du wirklich dass es dort oben in deinem heiß geliebten Himmel ein Drecksloch geben würde?" Machte ich mich beinahe schon über sie lustig und grinste schief.
"Dort wird euch allen doch nur eine perfekte Welt vorgegaukelt, weil Vater euch ruhig halten will. Er will seine braven und treuen Krieger nicht verlieren. Hah! Treu, von wegen. Damals haben sich fast die Hälfte der Engel sich mir angeschlossen." Ich lehnte mich hervor und sah sie aus einer Mischung von einem köstlich unterhaltenden und einem finsteren Blick sie an. "Engelchen glaubt wirklich dass in ohrem Himmel alles perfekt ist." Sagte ich abschätzig grinsend. Dann lehnte ich mich wirder zurück und nahm die Position von vorhin ein. "Hier, in meinem Reich, wirst du keine Lügen finden. Sicher, die Wahrheit ist nicht immer so wie wir sie uns wünschen, doch versuche ich nicht sie hinter einem dicken Schleier aus gespielter Glückseligkeit zu vertuschen." War ich während meiner Worte aufgestanden und zu ihr geschritten. Langsam beugte ich mich zu ihr hinunter und raunte ihr ins Ohr. "Du siehst also, dein geliebter Gott spielt euch allen nur etwas vor." Mit einem Ruck sah ich sie nun nicht mehr direckt sondern ebenfalls durch den Spiegel an der als sich unsere Blicke trafen, beabsichtigt zersprang als hätte ich gegen das Glas geschlagen. Mich wieder aufrichtend tigerte ich nun seelenruhig durch den Raum und sah mir dabei so einige Antiquitäten Lilliths an. Sie hatte einen ausgezeichneten Einrichtungs und Modegeschmack für einen Dämon, dass mußte man ihr lassen. Nun, ein gewöhnlicher Dämon war sie ja auch wiederum nicht. Mich zu dem Engelchen umdrehend sah ich sie lüsternd an. Von oben bis unten dabei verweilte ich dann schlussendlich bei ihren Augen.
"Hats du denn wenigstens deine Informationen gefunden nach denen du gesucht hast?" Fragte ich sie als wäre nichts dabei und ohne ihr Zeit für eine Antwort zugeben fuhr ich fort. "Wenn, dann werde ich dich leider vernichten müssen. Wenn nicht, kannst du vielleicht gehen." Stamd ich mit einem mal vor ihr - nah vor ihr und sah sie ausdruckslos an, als wäre das hier ein Geschäft.

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13 Re: Das Spiel von Himmel & Hölle am Sa Jun 21, 2014 12:29 pm

Gast


Gast
Miranda

Ich weiß, dass mir das ganze hier schon einmal erklärt wurde, aber dennoch klang es für mich immer noch völlig unmöglich, auch wenn ich den Beweis direkt vor meinen Augen hatte. „Dem hohen Rat vorgestellt werden“, fragte ich nun vollkommen perplex. Doch bevor ich eine Antwort bekam, packten mich die beiden und flogen durch die riesigen Tore, welche sich bereits geöffnet hatten. Ich war so überrascht, dass ich nicht mal ein einziges Wort über meine Lippen bekam oder auch nur ein Geräusch…
Nach einem kurzen Flug landeten wir vor einem riesigen Schloss und traten durch die Haupttür. Nach einigen Fluren und Gängen trafen wir auf eine riesige Flügeltür und blieben vor eben diese stehen. Nach einigen Momenten öffnete sich diese und wir traten in den riesigen Saal.
Es war wirklich königlich hier eingerichtet. Vor allem viel weiß und hier und da sogar ein wenig Gold. In der Mitte war ein runder Tisch und drum herum, saßen viele Engel und in der Mitte saß eine helle „Gestalt“.
Da ich mich sichtlich unwohl in meiner Haut fühlte, versteckte ich mich etwas hinter den Engel und musterte die ganze Gemeinschaft genau. Worauf hatte ich mich hier nur wieder drauf eingelassen?! Genau in diesem Moment wünschte ich mir wie noch nie jemals zuvor in meinem Leben, nicht aufgestanden zu sein, als ich heute Morgen wach wurde. Das würde mit Sicherheit eine viel versprechende Zeit hier werden, hoffentlich überlebte ich das ganze auch…
„Da seit ihr ja endlich… Ihr habt lange gebraucht… Tretet vor…“, ertönte mit einem mal die Stimme eines Mannes, welcher neben der leuchtenden „Gestalt“ saß.


Amalia

Ich schmunzelte gespielt, als er meinte, dass es da oben kein Drecksloch geben würde. „Mir ist durch aus bewusst, dass wir belügt werden… Nirgendwo, kann es perfekt oder vollkommen sein. Weder im Himmel noch auf der Erde und schon gar nicht in der Hölle“, sagte ich und sah durch den Spiegel direkt in seine Augen, bis der Spiegel in tausend Scherben zerbrach.
Für einen kurzen Moment zuckte ich zusammen, beruhigte mich aber recht schnell wieder und sah noch weiter wie gebannt auf den kaputten Spiegel. Doch dann stand ich mit einem mal von dem Stuhl auf und beäugte Luzifer wieder ganz genau, als würde er mich jeden Moment anfallen und so falsch lag ich damit vermutlich nicht. Gerade sprach er seine Drohung aus, als würde es wie bei einem Geschäft zwischen uns beiden zugehen. Ob ich meine Mission beendet hatte? Ob ich alles hatte was ich brauchte? Nun…, dass wusste ich selbst nicht so genau. Meine Aufgabe war es gewesen so viele Informationen wie möglich über ihn zusammeln, ich hatte Informationen über ihn, ja…, aber waren diese auch Verwertbar? Waren sie so wertvoll, dass er mich dafür tatsächlich umbringen müsste…?
Doch ich wollte ein guter Engel sein, einer der Treu und Loyal seinem Herren gegenüber war. Ich wollte gut genug für Gott und seine Befehle sein. Ich wollte mich gebraucht fühlen und nicht irgendein Engel sein, der nicht wichtig ist und den man einfach so wegwirft, wenn man ihn nicht mehr braucht…
Nun war ich die jenige, welche sich etwas vorlehnt und ihm etwas ins Ohr raunte. „Dann werdet Ihr mich wohl töten müssen…, denn ich gehöre alleine meinem Herren“, hauchte ich mit einer Federleichten Stimme, aber konnte es nicht länger zurückhalten und eine einzelne Träne bahnte sich den Weg über meine Wange. Ich wollte nicht, dass er an meine Tränen heran kam, ich wollte nichts so schwach sein und ihm schon gar nicht etwas Heilendes überlassen. Wer weiß, was er damit tun würde. Aber ich hielt es nicht länger aus, die Gefühle zu unterdrücken, welche uns eigentlich verboten waren. Aber es war ja jetzt sowieso egal, gleich würde ich sowieso nicht mehr sein…

14 Re: Das Spiel von Himmel & Hölle am Sa Jun 21, 2014 7:26 pm

Lioness

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Camael

Als wir vor dem hohen Rat standen, dem Nephilim im Schlepptau, ergriff Raphael das Wort und ordnete uns an vorzutreten. Wir taten wie uns gehießen, nahmen das Mädchen welches versuchte sich hinter uns zu verstecken zwischen uns. So konnte man meinen Vater viel besser erkennen, der in der Mitte der anderen Engel saß und deren Oberhaupt sowie einziges "Sprechrohr" zu Gott war. Er erhob sich und auch alle anderen Engel des Rates daraufhin ebenfalls. Uriel und ich gingen auf die Knie und verbeugten uns. "Wir haben den Nephilim, Bruder." Sagte Uriel mit dem Blick demütig zu Boden.
Vater, der kurrioser weise von einem Schein in den Rücken bedeutet wurde, sah auf das Mädchen. "Miranda, tritt näher." Erklang seine sanfte und gleichzeitig donnernde Stimme durch den hohen Elfenbeinsaal. "Ich bin Michael, Erzengel und Gottes rechte Hand. Wir, der Hoherat der Engel, haben dich zu uns holen lassen, da es dein Geburtsrecht ist zu erfahren welcher Engel dein Elternteil ist. Zudem hat jedes himmlische Wesen eine Bestimmung, die ihm von Gott gegeben wurde. Wir werden dir Bescheid geben sobald wir mehr über dich in Erfahrung bringen konnten, bis dahin wirst du bei uns - mit uns leben." Er machte eine kurze Pause in der es keiner wagte etwas zu sagen. "Bis dahin wird dich Camael in unseren Fähigkeiten und unserer Kampfkunst unterrichten." Verkündete er und mir viel alles aus dem Gesicht. Für einen Moment vergaß ich jeglichen Anstand und den guten Ton. "Was? Nein Vater! Das kannst du mir nicht antun!" Richtete ich mich auf.
"Camael, du wirst sie unterrichten!" Mahnte er mich und mir viel prompt meine niedrigere Position wieder ein. Sofort kniete ich mich wieder hin und senkte demütig den Blick. "Verheih."
Ich spürte praktisch den eisenden Blick meines Vaters auf mir. "Von nun an, Miranda, bist du der Obhut meines Sohnes unterteilt." Damit endete er und verließ mit meiner Mutter den Saal. Auch die anderen Engel lösten sich mehr und mehr auf. Mit gut unterdrückter Wut stand ich auf und drehte mich zur Nephilim um.
Er wusste doch genau dass ich meine Ausbildung gerade erst beendet hatte, und da sollte ich auch schon einen Schüler bekommen? Und dann auch noch einen Nephilim!


Luzifer

Als das Engelchen in der selben weise wie ich mir etwas ins Ohr raunte, wuchs ein Grinsen auf meinen Lippen und als sie dann auch noch zu weinen begann, zumindest konnte sie eine vereinzelte Träne nicht unterdrücken, wusste ich ich hatte gewonnen. Ihr mit dem Gesicht noch näher kommend war es nur noch ein flüstern. "Ach ehrlich? Dann bist du allerdins der erste Engel, den ich je getroffen habe der dies behauptet." Meinte ich auf ihrer Bemerkung hin dass sie wisse dass alles was Vater den Engeln offenbarte reines Theater war. Dann legte ich den Kopf schief. "Ich werde dich doch nicht umbringen. Du würdest nur in einer neuen Hülle wiedergeboren. Aber deine Seele auslöschen... nein. Vorher werde ich noch meinen Spaß mit dir haben." Versicherte ich ihr ehe ich mit den Findern über ihre Wange strich, mich dabei von ihr abwandte und den raum verließ. Ich würde ihr nach ein zwei Tagen wenn der Hunger an ihr nagte und die Gefangenschaft an ihre Wahrnehmun vernebelte sie noch mal besuchen kommen. Doch jetzt hatte ich anderes zu tun, immerhin musste ich in Erfahrung bringen wo meine geliebte Filia sich befand.

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15 Re: Das Spiel von Himmel & Hölle am Sa Jun 21, 2014 8:09 pm

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Miranda

Ich musterte die einzelnen Engel des Hohenrates immer wieder vollkommen perplex. Das ganze war immer noch viel zu wahnsinnig, um wirklich Realität zu sein! Doch all meine Zweifel verschwanden in dem Moment, als sie meine Eltern ansprachen. Sofort sah ich beinahe Hoffnungsvoll zu ihnen auf. In all den Jahren hatte ich mir nichts sehnlicher gewünscht, als endlich zu erfahren wer sie überhaupt waren und warum sie mich in der kalten Nacht, haben liegen lassen und mich vor dem Waisenhaus ausgesetzt hatten. Würde ich jetzt endlich eine Antwort auf all meine Fragen bekommen? Oder würde ich sie sogar antreffen können?
Doch dann sah ich zu dem einen Engel, welcher sich plötzlich erhob und scheinbar dagegen „demonstrierte“ dass er mich unterrichten sollte. Es war irgendwie verletzend für mich und ich bekam mit einem mal eine unbändige Wut auf diese Camael.
Schließlich willigte er –wenn auch nicht ganz freiwillig- ein. Dann verschwand der Hoherat aber auch wieder nach für nach. Und eine kurze Stille herrschte zwischen uns dreien. Camael stand schließlich auf und aus verhassten Augen musterte ich ihn, ehe ich ihm eine Ohrfeige verpasste und sich Tränen in meinen Augen sammelten. „Ich bin auch nicht gerade davon begeistert, dass ich hier bin! Aber dennoch bewahre ich wenigstens den Anstand und lasse mir meine Missgunst nicht in Form von kränkenden Kommentaren anmerken!“, schrie ich ihn an und rannte dann einfach aus dem riesigen Saal, während ich anfing zu weinen. Ich war gerade mal fünf Minuten hier und wollte schon wieder zurück…, wie sollte das ganze auf Dauer nur werden?


Amalia

„Genau deswegen, bin ich vermutlich auch entbehrlich für solche Missionen“, hauchte ich ließ, dann aber wieder von ihm ab und musterte ihn genau dabei, wie er seine Hand an meine Wange legte. Doch dann brach plötzlich das pure Adrenalin in mir aus, als er meinte, er würde noch ein bisschen Spaß mit mir haben. Was hatte er noch mit mir vor und wann würde er es tun? Hatte ich eine Chance zu entkommen? Fragen über Fragen sammelten sich in meinem Kopf, doch ich blieb ruhig und ließ mir nichts anmerken.
Als er dann endlich das Zimmer verließ, drehte ich mich zu dem Fenster um und sah in den „Himmel“ hinauf. Doch mehr als bloße schwärze erkannte ich nicht. Nicht ein Stern war zusehen und sonst war auch alles ruhig.
Sofort rannte ich zu der Fensterbank, ließ mich vor dieser auf meine Knie fallen und faltete die Hände, als würde ich beten. Immer mehr Tränen bahnten sich ihre Wege über meine Wangen und ich fing an zu schluchzen. Ich wollte hier nichts sein. Ich wollte zu meinem kleinen Bruder, ihn in den Arm nehmen und ihm immer wieder sagen, wie sehr ich ihn liebte und wie stolz ich auf ihn war.
Erst nach einer gefühlten Ewigkeit beruhigte ich mich langsam, schlief aber auch schon bald unter Tränen ein und legte meinen Kopf auf meine Arme, welche noch immer auf der Fensterbank ruhten.
Doch anstatt in einen erholsamen Schlaf zu fallen, wie ich mir gewünscht hatte, kamen eine Reihe von Alpträumen auf mich zu, welche ich so gut es ging wieder aus meinem Kopf zu vertreiben…, aber dennoch vergebens…

16 Re: Das Spiel von Himmel & Hölle am Do Jun 26, 2014 1:26 pm

Lioness

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Camael

Typisch Nephilim. Viel zu viele Emotionen und zu wenig Selbstkontrolle, wenn es darauf ankam. Dass das Mädchen ihre Hand gegen mich erhob merkte ich kaum. Zumindest keinen Schmerz und als sie weg rannte ließ ich sie ziehen. Sie würde eh nicht weit kommen, immerhin war das Paradies die größte Stadt des Himmels und zu Fuß von hier aus erst nach einigen Tagen an ihre Grenzen zu erreichen.
Wie gesagt, typisch Nephilim. In solchen Momenten schlug das menschliche Blut in ihnen durch. Auch hatte sie scheinbar den Sinn des Ganzen nicht verstanden. Als ob es hier nur speziell um sie gehen würde. Ich schüttelte verständnislos den Kopf. War es denn wirklich so schwer nachvollziehbar dass ich als neuer Seraphim  - grade die Prüfung bestanden - nicht einen eigenen Schüler unterrichten wollte, da ich immerhin selbst genug damit zu tun hatte mit meiner neuen Rolle fertig zu werden und mich zurecht zu finden.
Onkel sah mich leicht lächelnd an. Wie es aussah belustigte ihn das alles. "Du solltest ihn nach gegen, die Straßen sind gefährlich für die die sich nicht auskennen." Sagte er jedoch sanft wie eh und je. Es war angenehm den Kopf nicht mehr in den Nacken legen zu müssen wenn ich ihn ansehen wollte, da wir nun fast gleichgroß waren. Ich sogar ein Stück größer. Stimm nickte ich mit ernster Mine und setzte mich in Bewegung. Meine Flügel ausbreitend holte ich Schwung und hob dann vom Boden ab, um das Mädchen schneller wieder zu finden.
Ich hätte bestimmt noch eine Menge Ärger mit ihr, zumindest hatte ich das im Gefühl.

Luzifer

Ich hatte gerade Levientar aufsuchen wollen da hörte ich aus der Ferne wie die Hündchen zurückkehrten.
In meinem Thronsaal sah es nun wieder annehmbar aus und so setzte ich mich, während Agash ihre Höllenhunde zu mir führte. "Gebieter, wir waren fruchtlos. Uns kamen zwei Engel in die Quere" Kniete sie sich hin und senkte den Blick. Sie wusste genau dase sie Schande über sich und ihren Ruf gebracht hatte. Zähneknirschend rieb ich meinen Kiefer hin und her und strich mit meinen Daumen immer wieder über den Mittelfinger.  Verstimmt ließ ich ein knurrendes Geräusch hören.
"Holt mir Amon!" Vergnügte ich dann und machte zu Agash eine abfallende Handbewegung. "Geh."
Sie erhob sich in verbeugter Position verharrend und kehrte dann mit ihren Hündchen um.
Kurz darauf erklangen Schritte vor der Saaltür und sie wurde geöffnet. Amon trat ein. Er war mindestens doppelt so groß wie die Höllenhunde. Sein Fell war verstruppt und wild gewachsen, seine Zähne und Klauen wie große gebogene Dolche und Augen mit einem leuchtenden Feuer darin. Feuer geschürt auf Hass.
"Amon." Rief ich den Wolf zu mir. Er setzte seine Muskeln bepackten Glieder in Bewegung,  die vor Kraft zu beben schienen und blieb schließlich vor meinem Thron stehen. Aus seiner Kehle ging mit blau fackelnden Flammen sein rasselnder Atem mither. Zu mir auf blickend sah er mich aus seinen Aughöhlen heraus an, bereit jeden Befehl  bedingungslos zu befolgen.
"Finde meine Filia, finde sie und bring sie zu mir. Lebend." Er wusste dass ich nicht ihre Hülle lebend wollte, allein ihre Seele genügte. Hier unten benötigte es sowieso keiner irdischen Gestalt, von daher wäre diese überflüssig gewesen. Kaum hatte ich zuende gesprochen neigte der Wolf, dessen Kopf großer war als der eines ausgewachsenen Stiers,  sein Haupt, ehe er schallend heulend davon stürmte wovon die Wände zu erzittern schienen.


Höllenhunde:
Amon:



Zuletzt von Lioness am Sa Jun 28, 2014 9:43 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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17 Re: Das Spiel von Himmel & Hölle am Sa Jun 28, 2014 1:47 pm

Gast


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Miranda

Ich lief weiter durch einige Straßen und auch Gassen. Immer wieder musste ich mir die Tränen aus dem Gesicht wischen, da sie meine Sicht beeinträchtigten. Es war mir egal wohin ich überhaupt rannte, solange ich nur weg von diesem Mann war. Er war das komplette Gegenteil von dem, wie ich mir einen Engel vorgestellt hatte. Er wirkte beinahe gleichgültig und auch ziemlich genervt. Auf so eine Person konnte ich auch gut verzichten! Da wäre es mir auch egal gewesen, ob er mir dabei helfen konnte, dass meine seltsamen Träume verschwinden würden.
Meine Beine fühlten sich immer mehr wie Blei an und sie wurden auch mit jedem Schritt zunehmend schwerer, aber das interessierte mich herzlich wenig. Also rannte ich immer weiter und bog in die nächste Gasse ein. Als ich bemerkte, dass es eine Sackgasse war, blieb ich stehen und keuchte einige mal, während ich schwer atmend nach Luft rang und mich leicht bückte, während sich meine Hände auf meinen Oberschenkeln abstützten.
Doch es hielt mich nicht länger auf meinen Beinen und ich sank einfach zu Boden, während ich weiter weinte. Ich wusste dass ich eine wirkliche Heulsuse war, aber es störte mich nicht sonderlich. Ich war halt eine emotionale Person. Immerhin ist das noch besser, als dieser Kühlschrank von Engel!
Erst jetzt bemerkte ich, wie ich immer mal wieder einen Gedanken an ihn verschwendete, doch jedes mal schüttelte ich meinen Kopf, um ihn da raus zu bekommen.

Amalia
(Achtung sie träumt gerade^^)

„Amalia! Beeil dich!“, rief mir eine Stimme in meinen Gedanken zu. Ich öffnete meine Augen. Ich erblickte ein Meer aus Feuer. Ich hörte Leute schreien und mein Körper war von der Hitze, welche das Feuer ausstrahlte beinahe wie gelähmt. Erst als ich ein Knurren hinter meinem Rücken vernahm, drehte ich mich langsam um und sah direkt vor mir einen riesigen Höllenhund. Er fletschte seine riesigen Zähne, an welchen Blut klebte.
Langsam sah ich an ihm vorbei und sah die vielen Toten hinter seinem Körper. Frauen, Männer wie auch Kinder lagen leblos hinter ihm auf den Boden, welcher so aussah, als würde das Blut aus ihm herauswachsen, wie eine Art Blume. Einige der Körper waren sogar so schwer zugerichtet, dass ich nicht identifizieren konnte, ob es ein Mann oder doch eine Frau war.
Langsam wich ich einige Schritte zurück, blieb aber ruckartig stehen, als ich einen warmen Atem in meinem Nacken verspürte. Sofort bekam ich eine unangenehme Gänsehaut. Und nur langsam drehte ich mich um und sah dort einen weiteren Dämonenhund, welcher aber ein mörderisches Grinsen auf den Lippen hatte.
Ich wollte mir meine Flügel wachsen lassen und irgendwie gegen sie antreten, aber es geschah nichts. Wie gelähmt blieb ich stehen und war nicht einmal in der Lage auch nur einen einzigen Muskeln von mir zu bewegen, während durch meinen ganzen Körper das Adrenalin gepumpt wurde.
Nun kamen noch weiter Höllenhunde und kesselten mich ein, so dass ich keine Chance hatte irgendwie zu entkommen. Mein Körper fing an zu zittern und ich sah direkt in die Augen, des einen Höllenhundes, welcher direkt vor mir stand. Dann fingen sich alle an zu bewegen und gingen in einem Kreis um mich herum. Dabei ruhten ihre Blicke auf meiner Haut. Sie waren bereit anzugreifen, sollte sich auch nur ein einziger Muskel von mir regen.
Mein Atem ging unregelmäßig und die Angst schien mir regelrecht die Kehle abzuschnüren. Alles was ich hinbekam, war gerade noch so ein Keuchen. Es war jetzt schon Aussichtslos. Wie sollte ich denn gegen fünf Höllenhunde ohne meine Fähigkeiten gewinnen sollen? Unmöglich…!
Eine kleine Träne lief mir über die Wange, ehe sich die Höllenhunde auf mich stürzten und ich bloße Schmerzen verspürte…

Schreiend wachte ich auf und sah mich hektisch um. „E-Ein Traum… E-Es war nur ein Traum…“, versuchte ich mich selbst zu beruhigen. Erst jetzt bemerkte ich, dass ich ja noch immer auf dem Boden saß. Also stand ich mit zitternden Beinen auf und sah mich noch immer um, auch wenn man in der Dunkelheit nicht wirklich etwas erkennen konnte.
Langsam ging ich zu dem Bett hinüber und ließ mich dort nieder, während ich meine Augen angestrengt schloss, um irgendwie meinen Atem unter Kontrolle kriegen zu können. Nur ein Traum…

18 Re: Das Spiel von Himmel & Hölle am Sa Jun 28, 2014 2:52 pm

Lioness

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Camael

Nicht lange nachdem ich losgeflogen war fand ich die Nephilim, mithilfe ihrer Energiequelle die sich doch betrachtlich von denen der anderen Engel abhob. So war es mir ein leichtes gewesen sie zu finden.
In einer Sackgasse, nahe dem Markt fand ich sie dann schließlich auf dem Boden gesunken und bitterlich weinend. Ich landete vor ihr und wirbelte dabei etwas Laub und den leichten durchsichtigen Nebel - hervorgerufen durch den Wolkenschleier unter uns - auf. Als meine Füße den Boden berühren durchfuhr mich ein Bild. Es war das Mädchen wie sie mir eben noch im Tempel diesen hasserfüllten Blick zugeworfen hatte. Es war nicht erschreckend, nur sonderbar. Doch war das nur normal für einen Menschen. Menschen waren schließlich fehlbar, deshalb liebte Gott sie auch so sehr. Sie waren seine Krone der Schöpfung weil die alles Gute und auch alles Schlechte in sich innewohnend hatten. Weil sie schwach und gleichzeitig stark sind.
Ich sah nach kurzem Starren als Nachklang dieses inneren Bildes noch auf die mir gegenüber liegende Wand, ehe ich meine Flügel senkte und sie zusammenfalten ließ. Aufrecht stand ich vor ihr, senkte meinen Kopf und sah zu ihr hinab. "Steh auf. Du hast Recht, ich bin nicht sonderlich erfreut darüber, dass ich eine Schülerin bekomme, doch ändert das nichts an der Tatsache dass es nun so ist." Ihr die Hand hinhaltend, als Zeichen der Freundschaft - dass ich es nicht gegen sie gemeint hatte - sagte ich "Komm, wir haben noch viel zu tun."


Luzifer

Da mir die Hände gebunden waren um selbst nach meiner Filia zu suchen und ich sicher war das Amon wenigstens eine Spur von ihr aufnehmen würde, hatte ich mich in Liliths Zimmer gesetzt, wo das Engelchen einen unruhigen Schlaf hatte. Im Stillen saß ich wieder in den Sessel, der dieses mal in der völligen Dunkelheit verschwand, da das gesamte Zimmer nun in Schatten gehüllt war.
Sie schreckte aus ihrem Traum hoch, von Hektik ergriffen ehe sie dann schnell begriff dass sie geträumt hatte. Als sie sich erhob und zum Bett ging, sah ich die Schweißtropfen an ihrem Körper hinunter rinnen und als sie sich nieder ließ und die Augen schloss, erhob ich meine Stimme. "Schlecht geträumt, Liebes?" Fragte ich rhetorisch in einem voller Spott klingendem Ton. Mich erhebend trat ich nun aus dem Schatten für sie ins sichtbare Dämmerlicht. "Weißt du, wenn die Hündchen in der Nähe sind ruft das oft Albträume bei Engelchen wie dir hervor." Meinte ich immer weiter auf sie zugehend bis ich unmittelbar vor dem Bett stand.
"Sag, fühlst du dich denn überhaupt wohl? Ich würde mich beobachtet fühlen." Zog ich und aller Ruhe die Schultern hoch und blickte mit hochgezogenen Augenbrauen zur Seite. Durch meine koknetiven Fähigkeiten erflammten die Dochte der dicken weinroten Kerzen auf der dunklen Kommode und vor dem hohen Mahagonispiegel und gaben die Sicht auf die vielen Porzellanpuppen und abgetrennten Köpfe Preis die dort ihre ewige Ruhestätte gefunden hatten. Die Augen der Köpfe waren geschlossen und brachtem dem Gesamtbild etwas vonLieblosigkeit mit ein, während die Puppen durch ihren starrenden und weit geöffneten Blick seelenlos zwischen den Porzellanköpfen hervor lugten und alles andere als tot aussahen. Eher als würden sie jeden Moment lebhaft aufspringen. Der flackernde Schein der Kerzen ließ einen sogar ab und an täuschen und glauben dass sich ihre Mimiken zu böswilligen Fratzen verzogen, dass sie es kaum abwarten konnten das Böse was sie im Schilde führten auszuüben.
Mit gelassenem Blick sah ich wieder zum Engelchen und setzte mich auf die Bettkante. "Lillith hat einen recht bewundernswerten Geschmack, findest du nicht?" Legte ich den Kopf schief und fixierte sie mit einem angedeuteten Lächeln in meinem Blick.

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19 Re: Das Spiel von Himmel & Hölle am Sa Jun 28, 2014 6:22 pm

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Miranda

Ich atmete noch immer etwas schwer und auch meine Tränen schienen nicht zu versiegen zu wollen, doch dann stand mit einem mal eine Person vor mir. Sofort sah ich zu ihr hinauf und sah niemand geringeres als Camael vor mir. Doch diese Tatsache führte nicht gerade zu einer besseren Laune.
Aber zu meiner Verwunderung, reichte er mir sogar die Hand. Welche ich nach kurzem Zögern dann doch schließlich annahm. Er verwunderte mich schon wieder mit seiner gesamten Art…
„T-Tut mir leid, wegen der Ohrfeige…“, murmelte ich schließlich entschuldigend und sah dabei leicht beschämt zur Seite. Ich hatte in dem Moment, in dem ich sie ihm verpasst hatte nicht nachgedacht…, ich schätze das war einer meiner großen Schwächen, welche ich unter Kontrolle bringen musste. Aber bei Gefühlen war das ganze alles andere als leicht… Ich hatte es immer und immer wieder versucht, da ich dachte, dass sie der Grund für die seltsamen Dinge, welche mir passierten waren. Immer wieder hatte ich sie mir verboten. Aber jedes Mal aufs neue hatte ich es vergessen und reagierte meistens viel zu impulsiv auf das irgendetwas. Was mir auch meistens zum Verhängnis wurde. Aber wie konnte ich denn so etwas wie Gefühle unter Kontrolle bringen? Sie waren ein unerlässlicher Teil von mir… Ohne sie wäre ich nicht der Mensch der ich heute bin. Ich wusste nicht ob das jetzt positiv oder doch eher negativ war, aber es würde an der Zeit werden, dies herauszufinden. Vielleicht gelang es mir ja auch im Training mit Camael…
Gedanken verloren starrte ich auf unsere beiden Hände. Ich hatte seine noch immer gefasst, obwohl ich schon lange auf den Beinen stand. Sofort ließ ich sie los und lief auch leicht rot an. Das so etwas aber auch immer nur passieren musste! „T-Tut mir leid!“, stotterte ich schnell und sah dabei verlegen zur Seite. Er müsste doch mittlerweile ein irrsinniges Bild von mir haben müssen… Aber vielleicht war das auch ganz gut so…, dann würde ihn jedenfalls nichts mehr bei mir erschrecken…


Amalia

Ich zuckte einmal stark zusammen, als ich bemerkte, dass sich Luzifer hier ebenfalls befand. Ich hatte ihn die ganze Zeit über gar nicht bemerkt, was mir im Nachhinein auch ziemlich unangenehm wurde. Aber ich war so an den Traum gefesselt, dass ich es nicht mal bemerkt hätte, wenn man mich verletzt hätte…
Doch dann, als die Kerzen mit einem mal angingen, sah ich mich im Zimmer um. Es war wirkte ziemlich Angst einflößend auf mich. Doch erst als ich die abgetrennten Köpfe bemerkte, zog sich mein Magen zusammen und ich musste mich wirklich zusammenreißen, mich nicht sofort zu übergeben. Warum waren mir diese widerlichen Dinger nicht schon vorher aufgefallen?
„Ich finde es eher geschmacklos“, sagte ich schließlich ruhig und sah genau in die Augen einer einzigen der Porzellan Puppen. Aber er hatte recht, jetzt wo ich die ganzen Puppen und Köpfe sah, fühlte ich mich tatsächlich etwas beobachtet, auch wenn ich wusste das die Sachen eigentlich nicht lebten, spürte ich deutlich ihre Blicke auf meiner Haut, was mir zunehmend unangenehmer wurde.
Erst als ich mich langsam von den Augen der einen Porzellan Puppe lösen konnte, bemerkte ich, dass sich Luzifer neben mir platzierte und mich nun ebenfalls ansah, genauso wie diese Puppen und die Schädel…
Langsam drehte ich meinen Kopf in seine Richtung und musterte ihn aus meinen ruhigen lila farbenden Augen. Manchmal fragte ich mich in solchen Situationen, was mein Gegenüber wohl gerade so dachte. Besonders bei Luzifer interessierte es mich, da er mehr als nur gefährlich war und ich auf ihn Acht geben musste, sonst wäre ich wohl schneller tot, als mit lieb wäre…

20 Re: Das Spiel von Himmel & Hölle am Sa Jun 28, 2014 8:36 pm

Lioness

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Camael

Ihr Zögern meiner Gestik gegenüber war im Grunde nur verständlich. Doch beruhte es aus Misstrauen? Dessen war ich mir noch nicht sicher, allerdings war dies wichtig heraus zu finden. Wenn ich sie erfolgreich unterrichten sollte würde sie mir vertrauen müssen.
Über ihre Entschuldigung musste ich fast schon schmunzeln. "Schon gut." Schlich sich ein schiefes Grinsen in mein Gesicht. Menschen waren eben doch alle gleich. Dabei bemerkte ich dass sie wie entgeistert auf unsere Hände sah, denn hatte sie meine noch nicht los gelassen, obwohl sie schon längst auf den Beinen war. Ihr beim betrachten unserer Hände zusehend blieb ich vorerst stumm und wartete ab. Dann durchfuhr es sie plötzlich und entriss ihre Hand aus meiner. Sich abermals entschuldigend sah sie beschämt beiseite. Ich schüttelte derweil den Kopf und drehte mich um, damit ich sie aus der Gasse führen konnte. "Gehen wir."
Schnell kamen wir auf den Marktplatz an, der doch wirklich ein Wunder für sich war. Alle mögliche Tiere, Bücher und Tränke sowie Amulette und Talismane. Nur eben keine Nahrung wie es auf der Erde der brauch war, immerhin benötigten wir keiner Nahrung deshalb wäre dies unnötig gewesen.
"Als erstes wirst du eine Unterkunft finden müssen. Ich kenne jemanden der mir noch einen Gefallen schuldet, da sollten wir mal vorbei gehen." Meinte ich und würdigte schnellen Schrittes den bunten und exotischen Ständen keinerlei Aufmerksamkeit sondern konzentrierte mich nur auf das wesentliche.


Luzifer

Ich stützte mich mit meinem Arm auf dem Bett ab, wodurch ich ihr automatisch näher kam. "Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten." Lächelte ich mit leicht zusammen gekniffenen Augen. "Allerding ist er schon ziemlich außergewöhnlich, dass muss ich schon zugeben." Ich ließ meinen Blick schweifen und lehnte mich dann wieder beim Engelchen angekommen vor, bis unsere Gesichter sich nurnoch auf kurzer Distanz hilten. Die andere Hand erhob ich und nahm vorsichtig eine ihrer schwarzen Haarsträhnen. Ließ sie durch meine Finger gleiten und musste darauf blickend feststellen dass sie unfassbar weich waren.
Tief sog ich den Duft der von ihr ausging ein und verinnerlichte ihn. "Der Himmel. Ich kann ihn noch an dir riechen." Schloss ich die Augen und ich sah das Bild meiner einstigen Heimat. Doch sobald ich sie wieder öffnete war es weg. Und ich sah in das Antlitz Amalias. Das einzige was mir hier unten von alldem blieb war sie. Sie war das einzige.
Ihre Strähne entglitt mir nun aus den Fingern und meine Hand wanderte zu ihren Gesicht, wo ich ihre Wange sanft berührte. Ihre Haut war ebenfalls weich und zart. Sie war wirklich ein Engel, denn ein Mensch würde nie so perfekt sein können.
"Ist es nicht ungerecht, dass Gott dich geopfert hat? Ausgerechnet dich? Hast du dich das nie gefragt? Warum gerade du?" Flüsterte ich ihr mein Gesicht neben ihres legend. Die Hand welche eben noch dort war ruhte nun auf ihrem Oberschenkel.


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21 Re: Das Spiel von Himmel & Hölle am Sa Jun 28, 2014 10:22 pm

Gast


Gast
Miranda

Verwundert musterte ich Camael, als er schief zu grinsen schien. Hatte der Typ vielleicht doch Gefühle? Nein…, bestimmt nicht, jedenfalls nicht welche, die er offensichtlich zu zeigen schien. Seine Art verwunderte mich wirklich, aber vielleicht lag es auch daran, das jemand wie ich, welcher so emotional und vor allem impulsiv ist, jemanden wie Camael, welcher ruhig und beherrscht ist, wohl nicht so ohne weiteres verstehen kann. Es war wirklich seltsam… Wir beide waren doch so verschieden und trotzdem entschied man, dass er mein Lehrer wurde.
Zusammen streiften wir beide über einen recht seltsamen Markt. Welcher rappelvoll war, da es ja gerade mal nachmittags war. Hier wurde alles Mögliche verkauft, nur keine Nahrung wie mir schien. Doch da ich auf Camael nicht noch dümmer wirken wollte, als vermutlich ohnehin schon, fragte ich ihn nicht, warum hier kein Essen verkauft wurde.
Man sah hier auch einige Engel einkaufen, aber das schien mir eher weniger verwundernswert. Auch einige Stoffe wurden hier verkauft. Aus denen man bestimmt wunderschöne Kleidung nähen konnte. Aber ich war mit meinen Klamotten durchaus zufrieden, obwohl ich damit wohl wie ein bunter Pudel auffiel, da niemand hier so etwas trug. Aber das interessierte mich sowieso gerade herzlich wenig, immerhin musste ich mich darauf konzentrieren Camael in den Massen nicht zu verlieren!
Immer mal wieder wurde mir die Sicht versperrt, was mich auch ab und zu mal murren ließ, aber dennoch bemühte ich mich mir einen abfälligen Kommentar zu verkneifen. Immerhin war da Camaels Heimat, dass würde mit Sicherheit nicht gut ankommen, wenn ich diese in seinen Augen auf irgendeine Art und Weise beleidigen würde. Unser Start war schon holprig genug gewesen...!


Amalia

Ich sah mir ziemlich unangenehm, dass er mir so nah war, doch ließ ich mir davon nichts anmerken und behielt meine ruhige Fassade. Auch das seine Hand auf meinem Oberschenkel ruhte ignorierte ich vollkommen.
„Ihr fragt Warum ich geopfert werde und nicht ein anderer?“, hauchte ich nun ebenso leise in sein Ohr, wie er noch zuvor. „Weil ich anders bin… Vater segnete mich mit den heiligen Tränen, des geweihten Wassers…, er wollte sich selbst übertreffen… Aber wer hoch fliegt, fällt tief. Denn ausgerechnet mein Blut ist es, was einen Engel töten kann“, flüsterte ich ihm ins Ohr.
Es war wirklich seltsam. Meine Tränen heilten Engel und Menschen von den schwersten Wunden, mein Blut aber war es, was eine tödliche Wirkung auf Mensch und Engel hatten. Abgesehen von dem Hohenrat und mir wusste niemand von der dunklen Seite in mir. Man wollte damit verhindern, dass die Engel in Panik ausbrachen. Jedenfalls sagte man es mir so, allerdings glaubte ich eher, dass mein Vater versucht hatte, etwas zu vertuschen…, er versuchte zu verbergen, dass ihm ein Fehler unterlaufen war. Aber so war er halt und so konnte ihn auch niemand ändern.
„Und was macht man mit unvollkommenen Engeln…, mit Engeln, welche sich nicht anpassen und welche vielleicht sogar gefährlich werden?“, fragte ich ihn. „Sie werden einfach geopfert und eine andere Spielfigur wird ihren Platz einnehmen und schon bald wird niemand mehr über den Vorgänger reden, als hätte er niemals existiert und einzig und allein die Erinnerungen bleiben, welche bald nur noch eine Illusion zu sein scheinen“, flüsterte ich ihm zu.
Ich hatte mir noch im selben Moment auf die Zunge gebissen, als ich meinen Satz beendet hatte. Verdammt!!! Warum erzählte ich ihm denn das alles? Es war für ihn doch nur von Vorteil. Ich würde ihm ein leichteres Spiel damit machen, Engel zu töten. Aber irgendetwas trug er an sich, irgendetwas an ihm faszinierte mich sogar an ihm und ich konnte einfach nicht anders.

22 Re: Das Spiel von Himmel & Hölle am Sa Jun 28, 2014 11:34 pm

Lioness

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Camael

Allmählich lichtete sich die Masse an Engeln als wir uns auch von dem Markt entfernten. Nun war der Duft der Kräuter verweht und die Stände wichen, um den eleganten und viel prachtvolleren Gebäuden Platz zu machen. Wir hatten Glück denn besaß Noemael nicht weit von hier entfernt ein Haus, dessen er einige der Zimmer zur Unterkunft von Nephilim bereit stellte. Er verpflegte und kümmerte sich um sie, wie ein irdischer Gästewirt. Schon bald standen wir vor der Tür und ich klopfte drei mal an. Es dauerte etwas eh sich die weiße Türe mit Silbergravuren öffnete und der gut beleibte Engel hervor trat. "Camael!" Lachte er breit und wir begrüßten uns. "Komm doch herein!" Bittete er mich freudig, doch ich machte eine verneinende Handbewegung. "Das geht nicht, ich suche eine Unterkunft für meine Schülerin." Schilderte ich kurz und er verstand sofort. Doch anders als erwartet sagte er nicht wie üblich dass es kein Problem wäre. "Ja hör mal, ich vermiete nicht mehr an Nephilim. Der letzte hat mir das Haus fast nieder gebrannt und davor hat mir ein anderer das ganze gute Geschirr zerbrochen." Senkte er unangenehm berührt die Stimme und ich konnte seine bedenken einen weiteren aufzunehmen nur nachempfinden, vorallem wenn es sich um einen solchen Hitzkopf die dem Mädchen handelte, doch das behielt ich lieber unausgesprochen. Sie hätte es wieder falsch aufgefasst und dann nur wieder einen Tobsuchtsanfall erlitten und dass wollte ich ihr - und mir - und ebenso wenig Noemael nicht antun. Also nickte ich verstehend mit zusammengezogenen Augenbrauen, im Kopfe schon weiter planend wohin ich sie noch bringen könnte.
"Aber bleobt doch ein bisschen! Ich lade euch ein! Ihr seid beide meine Gäste!" Stimmte er sich dann wieder freudig ein doch das musste ich ihm leider ausschlagen. "Entschuldige, aber wir benötigen wirklich erst eine Raststätte." Der andere - der im übrigen um einige Jahrtausende älter war als ich, also aussah wie Mitte die dreißig - nickte dieses mal verstehend und schlug dann etwas vor worauf ich noch nicht einmal im Traum gekommen wäre. "Dann lass sie doch in der Zeit ihrer Ausbildung bei dir wohnen?" Mir entglitten meine Gesichtszüge und ich hatte schon beinahe ausgerufen dass dies doch ein schlechter Scherz sein sollte, allerdings fing ich mich glücklicher weise bevor es dazu kommen konnte. Das hätte nur wieder ein Drama ergeben dass ich nicht gebrauchen konnte. Also seufzte ich geschlagen. Da mir nichts besseres einfiel - außer der Möglichkeit dass sie auf der Straße schlafen könnte doch das würde meinem Vater und vorallem ihr nicht gefallen - also drehte ich mich zu ihr herum. "Gut, du wirst bei mir wohnen. Vorerst." Dann verabschiedete ich mich von dem anderen und hielt der Nephilim dieser die Hand hin. "Bis zu meinem Haus ist es eine Strecke. Es geht schneller wenn wir fliegen." Begründete ich meine Flügel ausbreitend, bereit los zu fliegen.


Luzifer

Aufmerksam hörte ich ihr zu, während sie so viel über sich Preis gab und ich mich gleichzeitig wieder aufrecht hinsetzte. So war das also. Vater hatte sich mal wieder zu viel vorgenommen und hatte versagt. Hah, so vorhersehbar. ... konnte es denn dann sein dass Amalia der Engel war, dessen Entstehung ich sabotiert hatte? Damals vor ungefähr zwei Jahrhunderten, vielleicht auch mehr aber wer will denn schon so kleinlich sein? War es möglich dass sie das entstandene Produkt aus Vaters und meiner Aebeit war? Wenn gleich Vater auch nichts von meinem Einmischen in seiner Sache wusste. Allerdings hatte ich gehört dass dieser Engel gestorben sein sollte und zwar vollends. Seine Seele ausradiert. Also konnte es unmöglich dieses kleine Engelchen sein.
Ihr die gesamte Zeit über mit meinem üblichen spöttisch angehauchten Blick entgegnend sprach ich erst als sie geendet hatte. "Interessant." Verengte ich zusätzlich die Augen. Ich erhob mich und rief "Ein Engel der schlecht von Gott spricht!" Dann sah ich rasant zu ihr und ging zügig auf sie zu, packte sie grob am Kinn dass sie zu mir auf sah. "Wir scheinen etwas gemein zu haben. Du und ich." Funkelte ich die finster grinsend an und ließ sie darauf ruckartig los. Mich ihr abwendend redete ich immer lauter. "Und trotzdem bist du ihm loyal gegenüber. Trotz dem er dich verraten hat!" Einen eiskalten Blick ihr über die Schulter werfend sprach ich voller Hass und Verachtung für ihn. Den Schöpfer, den Vater. "Das ist schwach, kleines Engelchen. Sehr schwach. Du hältst fest an dem der dich nicht mehr haben will." Mit meinen Worten ließ ich die Flammen der Kerzen wieder erlöschen und so umhüllte mich Dunkelheit. Wohlige Dunkelheit.
Meine gereizte Art war nun mit den Flammen erloschen. Mir genau vor das Batt stellend sprach ich weiter. "Es war schon seit je her so, Liebes. Seit je her vernichtet und verbannt er diejenigen die ihm Schwierigkeiten bringen einfach. Ohne darüber nachzudenken. Einfach so. Weil wir ihm zu anstrengend sind." Ich schnaubte abfällig. "Und du wolltest ihm Informationen überbringen. Hah, dass ich nicht lache." Wie es aussah wusste sie es nicht, was nur darauf hindeutet welch gute Vertuschungsarbeit der Rat doch leistete. Ich stützte mich nun mit den Händen am unteren Bettende ab und funkelte zum Engelchen. "Glaub mir, man wird nicht vergessen wenn man sich einen namen macht. Und sei es nur bei einer einzigen Person." Knurrte ich und war dabei auf sie zu zu kommen bis ich wieder vor ihr saß. Eine Hand umfasste pfeilartig ihre Kehle nur um sie in der Horizontalen zu behalten, die andere wieder auf ihren Oberschenkel legend griff ich stark zu. "Fühlt sich dass wie nichts an?" Und ich erhöhte den Druck immer weiter, bis ich mich selbst bremsen musste um ihr nichts zu brechen. "Fühlt sich das an wie eine Illusion?" Fragte ich die direkt und spannte dabei meinen Kiefer an. All der Zorn und Hass der sich in den Jahrmillionen aufgebaut hatte, waren kurz davor auszubrechen.

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23 Re: Das Spiel von Himmel & Hölle am So Jun 29, 2014 9:36 am

Gast


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Miranda

Ich sah mich noch eine ganze weile auf dem Markt um, ehe Camael mich zu einem prachtvollen und vor allem ziemlich großen Haus, wie mir schien zog. Dort öffnete uns dann ein Mann die Tür. Er erklärte Camael, dass er keine Nephilim mehr bei sich aufnahm, weswegen ich meinen Kopf leicht hängen ließ. Er erklärte auch warum. Alleine die Tatsache, dass ich ebenfalls zu solchen Sachen fähig wäre, versetzte mir einen Schlag. Immerhin wollte ich nie jemanden mit meinen Fähigkeiten schaden! Aber wenn ich sie nicht bald unter Kontrolle bekommen würde, könnte das immer und immer wieder passieren. Daher verstand ich den Mann nur zu gut.
Ab einem gewissen Teil hörte ich bei dem Gespräch zwischen den beiden schon gar nicht mehr zu. Erst als der Mann meinte, ich solle doch bei Camael leben, solange ich war, wurde ich wieder aufmerksam und ruckartig sah ich zu dem Mann vor uns auf. Bloß nicht! Ich meine Camael und ich waren so verschieden, dass das Chaos doch schon vorprogrammiert war! Auch an Camaels Gesichtszügen, war nicht schwer herauszufinden, dass er von der Idee genauso wenig begeistert schien, wie ich.
Kurz sah ich zu ihm auf, um auf seine Antwort zu warten. Er schien sich geschlagen zu geben und willigte schließlich ein. Wir verabschiedeten uns noch von dem „Gastwirt“, ehe wir uns auf den Weg machten. Camael reichte mir erneut seine Hand und noch etwas zögerlich nahm ich sie an, nicht dass das ganze gleich wieder so peinlich würde, wie gerade eben in der Sackgasse!
Als ich seine Hand genommen hatte, flogen wir beide los und ich kniff anfangs noch etwas meine Augen zu, ehe ich sie etwas öffnete und mir den Marktplatz von oben noch einmal genauer ansah. Von oben sah er noch viel schöner aus! Vielleicht war es doch nicht so schlecht, dass er mich hier her geholt hatte…

Amalia

Ich beobachtete Luzifer die ganze Zeit über genau. Ich behielt jede seiner Bewegungen im Blick. Schließlich kannte ich ihn nicht gut genug um zu wissen, ob ich bei ihm einen wunden Punkt getroffen hatte. Doch als ich einmal für einen kurzen Augenblick nicht aufmerksam war, trat er schon zu meinem Bett und umgriff meinen Hals mit seiner starken Hand. Dadurch war ich gezwungen ihm direkt in die Augen zu sehen.
Immer wieder schnürte er mir mit seinem starken Druck die Luft ab und ich konnte nur teilweise ein schwaches Keuchen hervorbringen. Seine verhassten Worte drangen zu meinem Ohr und ich musste mich konzentrieren, nicht völlig in Panik zu geraten. Seine Hand drückte so fest zu dass schon rote Abdrücke zusehen waren, die vermutlich in wenigen Tagen schon blau und lila waren.
Zwischendurch wurde mir so schwindelig, dass mir kurz zeitig schwarz vor Augen wurde. Doch ich versuchte es mir so gut es ging, nicht anmerken zu lassen. Seine Hand brannte mittlerweile auf meinem Hals. Also hatte ich wirklich einen wunden Punkt bei ihm getroffen…
Er schien so voller Hass und Wut zu sein, dass er in diesem Moment sogar mächtig genug gewesen wäre, Vater die Stirn bieten zu können… Hass war eine starke Waffe, aber sie ließ einen auch nicht klar genug denken. Der Verstand und jegliche Vernunft werden von diesen Gefühlen getrübt, daher wurde uns Engel auch verboten Gefühle zu haben. Wir sollten funktionieren und mehr nicht…
Langsam wanderten meine Hände zu seiner Hand und zitternd umgriffen sie eben jene. Mit meiner letzten Kraft drückte ich seine Hand noch fester zusammen, so dass ich nun kein bisschen Luft mehr bekam. „N-Nur zu… I-Ich bin…d-doch e-eh… n-nur e-einer… v-von vielen… d-den I-Ihr… getö…tet… h-habt…“, keuchte ich. Alles war besser, als mich von diesem Mann erniedrigen lassen! Daher war es mir auch egal ob ich jetzt sterben würde… Früher oder später würde er mich sowieso loswerden wollen. Und wenn er es jetzt tat, würde es mir ein paar sehr erbärmliche und qualvolle Tage, Wochen und Monate sparen…, vielleicht auch Jahre…

24 Re: Das Spiel von Himmel & Hölle am So Jun 29, 2014 12:50 pm

Lioness

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Admin
Camael

Nach längerem Flug löste sich die dicht besiedelte Stadt in weit ländliche Wiesen und Wälder, alle im warmen Schein der Sonne getaucht. Es war schon fast wie ein Traumgemälde, wie in einem Bildnis unwirklicher Schönheit.
Erst als wir begonnen hatten über das Meer zu fliegen, bemerkte ich zufällig wie die Nephilim mich wieder anstarrte und ich sah zu ihr. "Ist etwas?" Fragte ich gerade aus und sah aber schon wieder nach vorn, schließlich wollte ich nicht die Orientierung verlieren nur weil ich die Blonde ansah. Ihr Haar bewundern das in dem Licht aussah wie fließendes Gold und ihre Augen die blauer schienen als der Horizont.
Deshalb sah ich gerade aus und beschleunigte mit meinen Schwingen, da ich es eilig hatte anzukommen. Und schon bald war auch das Meer überwunden - zumindest die Buchung die die Halbinsel auf der ich lebte vom Festland abtrennte. Noch ein gutes Stück weiter in die Halbinsel fliegend und dann auf einer Lichtung landent versuchte ich eine möglichst sanfte Landung für die Nephilim hinzubekommen. Wir befanden uns auf einer Birkenwaldlicktung, mit meinem nicht wirklich hohen, dafür aber breiten und umfangreichen Haus, dass zwar von außen nicht so prunkvoll aussah dafür aber von innen um so luxuriöser eingerichtet war - das sah man von außen zwar nicht doch wusste ich doch wie mein Haus von innen aussah. Wortlos ging ich zur Türe und öffnete sie. Den langen Flur entlang gehend achtete ich darauf dass sie mir auch folgte. Bei der dritten Tür links hielt ich an und öffnete sie so dass meine Schülerin das Innenleben sehen konnte. "Das wird dein Zimmer sein. Es ist zwar nichts besonderes, aber ich denke fürs erste wirts reichen." Das Zimmer war überwiegend weiß, mit hellem schlichten Bett, einem kleinen Tisch mit Stuhl und einem großen Fenster. Sonst befand sich nichts im Raum. "Die Bibliothek ist ganz den Gang runter, die Treppen hinab der Trainingsraum. Die anderen Zimmer sind für dich Tabu." Erklärte ich ihr und hoffte dass meine Schwester nicht zu Hause war. Oder mein Bruder. Am schlimmsten wäre mein Bruder.


Luzifer

Erst als Amalia nur mit äußerster Mühe zu sprechen begann musste ich feststellen dass sich mein Griff um ihren Hals ebenfalls verstärkt haben musste, wenn auch ungewollt. Doch das war mir gleich. Und ihre Äußerung verleitete mich zu etwas was ich zuvor nicht geplant hatte. Freudlos lachte ich auf. "Glaubst du wirklich ich würde es dir so einfach machen? Dir? Dem Engelchen der dem Verstoßenen geopfert wurde." Ein hämisch grinsen greitete sich auf meinen Lipppen aus. "Oh nein. Ich bin nicht jemand der etwas sagt und zu seinem Wort nicht steht." Mein Griff um ihre Kehle lockerte sich.doch behielt ich sie auf der Matratze genagelt. Mein Körper lag schon fast auf ihrem, so fühlte ich die Wärme die von ihr ausging. Ein Lachen stieg in meiner Kehle auf und ich ließ von ihr ab. "Ach Engelchen, du solltest jetzt lieber schlafen. Morgen habe ich eine Überraschung für dich." Erhob ich mich in dem Wissen ihr durch mein handeln zugesetzt zu haben. Es war nicht so dass ich sie nicht irgendwann töten würde, doch wollte ich bis dahin noch wenigstens unterhalten werden. So schloss ich die Türe und ging zu meinen Gemächern.

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25 Re: Das Spiel von Himmel & Hölle am So Jun 29, 2014 1:31 pm

Gast


Gast
Miranda

Ich sah mich immer wieder um. Die Landschaft hier war wirklich der Wahnsinn! Noch nie hatte ich so einen schönen Ort zu Gesicht bekommen höchstens in meinen Träumen. Völlig überwältigt von dem ganzen bemerkte ich nicht mal, wie ich die ganze Zeit über Camael angestarrt hatte. Als er mich darauf hinwies wurde ich erneut etwas rot und schaute sofort weg. „T-Tut mir leid!“, sagte ich hastig. Den Rest des Fluges über blieb es still, mal abgesehen von dem Wellenrauschen und von dem pfeifenden Wind.
Ich war sogar etwas traurig, als der Flug schließlich zu Ende war und wir vor seinem Haus landeten. Dort ließ ich seine Hand wieder los und musterte das Haus. Es sah von außen hin nicht so luxuriös aus wie die anderen Häuser in der Nähe des Markts, aber ich zog dennoch nicht voreilige Schlüsse.
Als wir hinein traten bekam ich immer größere Augen und sah mir das Haus gut an. Denn es schien riesig zu sein und ich wollte mich darin wirklich nicht verlaufen. Das wäre nämlich ziemlich peinlich.
Nach einigen Fluren kamen wir an einem Zimmer an, welches mir Camael als meines vorstellte. Ich sah es mir gut an. Es war im Gegensatz zu dem Rest des Hauses schlicht eingerichtet, aber das war auch gut so. „Es ist perfekt!“, sagte ich sofort begeistert und rannte zu dem riesigen Fenster und öffnete es. Sofort trat der Wind in den Raum ein und spielte mit den Vorhängen, wie auch mit meinen Haaren. Völlig schwerelos schien er mit allem, was er bewegen konnte zu tanzen. „Ich hätte dir niemals einen so guten Geschmack zu getraut!“, meinte ich nun leicht grinsend, aber dennoch begeistert. Meine Freundin würde mich jetzt wirklich für bekloppt halten, da dass ganze Zimmer fast nur weiß war und auch für ihren Geschmack sehr langweilig wäre. Aber ich sah dahinter etwas anderes. „Dadurch dass das Zimmer so schlicht gehalten ist, rückt die Aussicht aus dem Fenster noch mehr in den Vordergrund… Wie schön…“, sagte ich und den letzten Teil hauchte ich nur.
Nach einiger Zeit schloss ich das Fenster wieder und drehte mich dann lächelnd zu Camael herum, um darauf zu warten, was er jetzt vorhatte.


Amalia

Ich sah die ganze Zeit über mit einem festen und beinahe verachtenden Blick in Luzifers Augen. Aber ich musste ehrlich gestehen, dass sie mich auf irgendeine Art und Weise faszinierten. Doch den Gedanken versuchte ich so gut es ging aus meinem Kopf zu vertreiben. Wir waren uns bereits so nah, dass ich seinen Atem auf meiner Haut spüren konnte. Aber dennoch musste ich mich konzentrieren, nicht sofort das Bewusstsein zu verlieren, da er noch immer fest zu drückte.
Nach einer gefühlten Ewigkeit lockerte er wieder den Griff um meinen Hals und verabschiedete sich mit den Worten, dass er Morgen noch eine Überraschung für mich hätte. Ehrlich gesagt wollte ich gar nicht wissen, wobei es sich darum handelte. Aber mir blieb wohl kaum, als Gefangene von Luzifer, eine Wahl.
Ein kleines Seufzen drang aus meiner schmerzenden Kehle und ich rollte mich in dem Bett zusammen, während ich gedankenverloren aus dem Fenster in die tiefe Nacht starrte. Noch immer war kein einziger Stern zu sehen…
Irgendwann schloss ich meine Augen und versuchte zu schlafen, was allerdings eine gefühlte Ewigkeit dauerte. Aber zum Glück hatte ich jetzt keine Alpträume mehr, die mich an meinen Schlaf hinderten, nur die Schmerzen an meinem Hals machten es mir noch etwas schwer, aber diese versuchte ich so gut es ging zu ignorieren.
Am nächsten Morgen setzte ich mich auf und rieb mir verschlafen die Augen, wobei die Kette um meine Handgelenke wieder leise rasselte. Da fiel es mir wieder ein. Ich war ja bei Luzifer… Mein Blick huschte wieder etwas durch das Zimmer. Er hatte heute eine „Überraschung“ für mich…, was es wohl war?

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