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Mörderische Bekanntschaft

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51 Re: Mörderische Bekanntschaft am Mi Aug 20, 2014 10:04 am

Kuraiko

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Siana

Ich war wirklich überrascht, als ich das innere des Wagen sah, denn von außen würde man wirklich nicht denken, dass der Wagen so luxuriös und edel von innen ausgestattet sei. Jetzt machte ich mir noch mehr Gedanken darüber, dass ich mich lieber nicht übergeben sollte, denn damit würde ich die ganze Ausstattung des Wagens ruinieren, mal davon abgesehen, dass man den Geruch aus dem Wagen nie wieder herausbekommen würde. Also bitte, bitte Essen bleib in mir drin.
Ich schnallte mich an und dann fuhren wir auch schon los. Etwas skeptisch musterte ich Ian, als er plötzlich verlegen war. Irgendwie kaufte ich ihm das nicht ab. Das passte nicht zu dem, was ich bisher von ihm gesehen hatte. Er schien auf mich, wie ein Mensch der sagte, was er meinte und der Stärke ausstrahlte, einer der nicht verlegen wurde, weil er den Weg nicht kannte. Das passte einfach nicht zusammen, aber vielleicht hatte ich mich in den letzten Stunden auch nur in Ian getäuscht, vielleicht waren durch meine Kopfschmerzen meine Menschenkenntnis getrübt. Auch wenn es mir nicht in den Kopf wollte, aber ich versuchte nicht weiter darüber nachzudenken und beschrieb Ian den Weg zum Krankenhaus.
Dann fragte er mich nach meinen Eltern, was mich irgendwie schmunzeln ließ, schließlich war ich neunzehn da ging es meine Eltern eigentlich nichts mehr an, wo ich mich rumtrieb, aber wahrscheinlich dachte Ian, dass es unüblich für jemanden aus dieser Kleinstadt war, dass er sich bei anderen Personen über Nacht aushält. vor allem, wenn diese andere Person ein noch neuer in der Stadt war und kein Jahrelanger Freund. Wie gut, dass ich mir nichts aus den unsichtbaren Regeln der Stadt machte. Also antwortete ich Ian: "Meine Eltern sind sehr viel unterwegs. Geschäftsreisen und all das, was dazu gehört. Deshalb sehe ich sie häufig zwei Monate nicht. Momentan bin ich wieder alleine und die einzige, die sich vielleicht Gedanken macht ist Misses Miller." Ich hielt mich so kurz, wie möglich, aber doch so lang, dass es nicht unhöflich war

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52 Re: Mörderische Bekanntschaft am Mi Aug 20, 2014 8:19 pm

Lioness

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Jake

Hatte ich durch meine Fas ihr Misstrauen geweckt? Zumindest kam es mir ansatzweise so vor, denn reagierte sie nicht so wie die anderen jungen Damen die ich sonst gewohnt war. Jedenfalls beschreib sie mir den Weg, selcher wirklich einfach einzuprägen gewesen war. Vielleicht hatte sie ihn mir auch einfach nur gut erklärt, doch das spielte jetzt keine Rolle, denn antwortete mir die Dunkelhaarige auf meine Frage, dass ihre Eltern oft auf Geschäftsreisen sein und sie diese für Monate nicht uu Gesicht bekam. Mein Blick wanderte von der Straße zu ihr. Sie schien es gewohnt zu sein und nicht sonderlich mitzunehmen, doch war das in meinen Augen traurig. Menschen sollten sich keine Kinder anschaffen wenn sie keine Zeit für diese hatten. Gut, Siana war nun zwar kein Kind mehr, doch konnte ich mir gut vorstellen dass sje auch in jungen Jahren von ihren Eltern nicht viel mitbekommen hatte. Wissen konnte ich das nicht und so bestand sie Möglichkeit dass ich falsch lag, andererseits wollte ich sie auch nicht fragen da ich ihr zum einen nicht zu viel in ihrem Zustand zumuten wollte und zum anderen es doch sehr forsch und nicht taktvoll gewesen wäre. Also sah ich ohne mich dazu zu äußern wieder auf die Straße.
Nach gut fünf Minuten erkannte ich die Krankenhaus einfahrt und parkte nicht weit davon auf den Parkplätzen. Den Motor ausgeschaltet schnallte ich mich ab und ging um das Auto herum um Siana die Tür zu öffnen und ihr den Ausstieg zu erleichtern.
Im Krankenhaus sollten wir erstmal im Wartezimmer bei den anderen Patienten warten. Es war nur ein älterer Herr zu sehen der sich die rechte mit der linken Hand zu hielt und nicht gerade erfreut zu sein. Unweigerlich dachte ich mir dass Siana desen Herren doch kennen musste und nickte ihm grüßend zu bevor ich Siana auf einen der Stühle setzte und mich neben ihr nieder ließ.

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53 Re: Mörderische Bekanntschaft am So Aug 24, 2014 8:07 am

Kuraiko

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Siana

Kurz darauf kamen wir auch schon am Krankenhaus an und obwohl Samstagmorgen war, war hier nicht viel los. Lediglich ein älterer Mann saß hier, welchen ich erst auf den zweiten Blick, als den Bäckerei Besitzer identifizieren konnte. Es wunderte mich, dass er hier alleine war und nicht mit seiner Frau oder seinem schon erwachsenen Sohn. Er schien mich aber noch nicht bemerkt zu haben, denn er hielt sich nur seine Hand und fluchte leise vor sich hin.
Da setzte Ian mich auch schon auf einen Stuhl, was mich aber noch mehr wunderte, dass er sich neben mich setzte. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Ich bin davon ausgegangen, dass er mich einfach in die Hände des Krankenhauses abgibt und dann nach Hause fährt. Sein gutes Recht war das ja und ich hätte ihm das auch nicht übel genommen, schließlich hatte er mir gestern mit Erik geholfen, dann hatte er mich mit zu sich genommen und sich mehr oder weniger die ganze Nacht, um mich gekümmert. Also er hatte sich genug Umstände gemacht, da wäre es nur verständlich gewesen, wenn er mich jetzt hier alleine ließ, doch er tat es nicht.
Da sah auch der Bäckerei Verkäufer auf und blickte mich überrascht an und noch überraschter blickte er, als er Ian neben mir sah. "Siana, was machst du denn hier? Du siehst ja schlimm aus? Brauchst du Hilfe? Ist alles in Ordnung?" fragte er mich sofort und blickte Ian misstrauisch an. Klar, Ian war neu in der Stadt und dazu auch noch ein Mann. Da lag in den Köpfen dieser vorurteilsreichen Menschen nah, dass sie als erstes Ian verdächtigten. Wenn die wüssten, dass in echt ihr Geliebter Erik für meinen Zustand verantwortlich war und Ian mir geholfen hatte. Also antwortete ich dementsprechend distanziert: "Alles Okay, ich bin gestern nur gestürzt auf den Weg nach Hause und Ian war so freundlich mir zu helfen."

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54 Re: Mörderische Bekanntschaft am Sa Sep 13, 2014 6:03 pm

Lioness

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Jake

Wie ich erwartet oder eher vermutet hatte kannte Siana den Herren im Wartezimmer, welcher sich auch gleich besorgt nach ihrem Wohlbefinden erkundigte als er sie erkannt hatte und mir zeitgleich einen missbiligten Blick zu zuwerfen. Ich entgegnete dem nur mit einem besorgten Blick Richtung der dunkelhaarigen Schönheit an meiner Seite, doch musste die Zähne zusammen beißen damit sich meine Mine sich nicht zu einem angewiederten abwertenden Ausdruck dem alten Mann gegenüber verwandelte. Gut nur dass meine Scharaden für die meisten undurchdringlichen waren, worauf ich ja auch schließlich mein gesamtes 'neues' Leben aufgebaut hatte. Doch als Siana den Mann wegen ihres 'Unfalls' anlog, brachte sie mich damit von den angewiederten Gedanken von diesem ab. Warum sollten die Leute nicht erfahren dass dieser Typ, dieser Erik, ein möglicher Vergewaltiger war? Es lag doch in ihrem Interesse die Wahrheit zu sprechen, oder nicht? Allerdings beschloss ich dass es mich nichts angeht und so hielt ich auch nach meinem unauffälligen teils überraschten Bick zu ihr den Mund. Dann kam auch schon bald eine junge blonde Dame, mit Eyeliner schwarz gesamten Wasseraugen und glatten gerade zu platt wirkenden Haaren, die sie über die Schulter gelegt hatte. Rote Lippen stachen aus ihrem eh schon blassen Gesicht hervor und verstärkten dies nur noch mehr. Der gesamte Raum füllte sich mit dem Geruch ihres Parfüms. Süß und schwer hing es in der Lutf, und ich dachte mir still für mich dass sie darin gebadet haben musste um diesen Duft so penetrant und aufdringlich bei alleinigem Eintreten zu verbreiten.
Die holte den älteren Mann und darauf kam sie wieder um Siana zu einem Arzt zu führen. Ich blieb derweil sitzen und sagte ihr gedämpft um keine unnötige Aufregung zu erregen dass ich auf sie warten werde.
Sobald sich die Tür hinter der Dunkelhaarigen schloss schlug ich die Beine übereinander und sah noch eine Weile auf die Tür durch die sie verschwunden war ehe ich mir eine der Zeitungen herraussuchte und zu blättern begann. Der schwere Geruch des Parfüms des Assistenzärztin lag noch wie Blei in der Luft und würde wohl nicht so bald wieder verschwinden. Doch etwas daran ändern konnte ich nicht da zumal schon die Fenster auf Kipp waren, nur das zu meinem Bedauern sich draußen kein Windchen regte und nichts an frischer Luft hereinbließ.
Die Tageszeitung straffend sah ich mir die Artikel durch und wartete.

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55 Re: Mörderische Bekanntschaft am Sa Sep 20, 2014 9:01 pm

Kuraiko

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Siana
Ich verabschiedete mich lächelnd von dem Bäckerei Verkäufer, dabei war mein Lächeln, aber so gut wie es nur sein konnte, wenn eine, unheimlich schwindelig war und man starke Kopfschmerzen hatte und sich insgesamt so fühlte, als wäre man unter einen Traktor...mit Pflugmaschine gelandet oder in einen Häcksler, vielleicht auch beides zusammen. Da wurde ich wieder aus meinen Gedanken gerissen, denn die Krankenschwester mit dem viel zu schweren und starken Parfüm kam wieder und hatte sicherheitshalber auch gleich noch einen Rollstuhl mit. War vielleicht auch besser so, denn wenn ich umkippen sollte und die Wahrscheinlichkeit war um einiges durch ihr übel riechendes Parfüm gestiegen, dann könnte sie mich sicherlich nicht auffangen und ein stärkeres Schädelhirntrauma war ja nun wirklich nicht nötig, schließlich wollte ich irgendwann auch wieder mein Bett verlassen und im Krankenhaus bleiben wollte ich auch. Vorsichtig stand ich auf und ließ mich in den Rollstuhl sinken. Knapp nickte ich, als Ian meinte, dass er hier auf mich warten würde.

Dann schob die Krankenschwester mich in ein Behandlungszimmer, wo ich mich auf die Liege legte und geduldig auf den Arzt wartete. Nach gar nicht allzu langer Zeit trudelte er schon ins Zimmer und begrüßte mich lächelnd. Er prüfte meine Pupillen- und Nervenreaktionen. Dann schickte er mich noch ins CT, um Sicher zu gehen, dass ich keine Hirnblutungen oder ähnliches hatte. Das alles dauerte insgesamt nur eine halbe Stunde.
Zur Besprechung kam ich wieder in das Behandlungszimmer und der Arzt lächelte mich an: "So, Miss Johnson...wir können sie beruhigen. Ihr Gehirn ist wunderschön und wird keine bleibenden Schäden davontragen," Wow, so ein schönes Kompliment hatte mir wirklich noch kein Mann gemacht, "allerdings würden wir sie gerne für einen Tag zur Beobachtung hierbehalten außer..sie versprechen uns, dass sie im Bett liegen bleiben. Strikte Bettruhe, für die nächsten zwei Tage. Was wählen sie?" Also lange musste ich gar nicht überlegen, da antwortete ich schon: "Lieber kuriere ich mich Zuhause aus." Der Arzt nickte und bedeutete mir, mich noch einmal hinzulegen, "Ich spritze ihnen ein starkes Schmerzmittel, wo auch ein etwas leichteres Schlafmittel drin ist. Das alles wirkt so in fünfzehn bis zwanzig Minuten, damit sollten sie erst einmal bis morgen gut schlafen können." Ich nickte und der Arzt half mir hoch. Schon jetzt spürte ich, dass meine Beine schwer wurden. Er brachte mich zu Ian ins Wartezimmer zurück und wendete sich an Ian: "Ihre Freundin darf die nächsten zwei Tage nicht das Bett verlassen und hat gerade ein starkes Schmerzmittel bekommen, also wundern sie sich nicht, wenn sie etwas benommen wird. Am besten ist es, wenn sie sie sofort ins Bett bringen. Dann sollte sie bald wieder auf den Füßen sein." Mit diesen Worten verabschiedete sich der Arzt und drückte mich mehr schon in Ians Arme

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56 Re: Mörderische Bekanntschaft am Sa Sep 20, 2014 9:40 pm

Lioness

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Bereits die Zeitung in Ruhe durchgelesen und mehrere  Magazine durchgeblättert, hatte ich nach meiner Armbanduhr zu urteilen etwas mehr als eine dreiviertel Stunde warten müssen.  So langsam würde ich wieder zurück nach Hause kehren wollen da ich immerhin noch das Nebenzimmer umbauen wollte, zumindest schon mal damit anfangen. Andererseits waren die paar Minuten auch nicht die Welt und mit dieser Verzögerung konnte ich leben.
Dann öffnete sich auch endlich wieder die Tür und dieses mal war es kein schwer süßlicher Geruch der mir entgegen stieß, sondern der Anblick eines recht großen Mannes mittleren Alters, mit weißem Kittel, Namensschild und Kugelschreiber in der Brusttasche. Durch seine ungeramten Brillengläser hindurch erklärte er mir dass Siana für die nächsten beiden Tage das Bett hüten und ich sie sofort ins Bett bringen sollte. Zudem schien er zu glauben dass wir ein Paar waren, denn bezeichnete er sie als meine Freundin. Mir war es nicht mehr möglich gewesen den Arzt über die tatsächlichen Umstände aufzuklären, da er auch sogleich wieder verschwand und mir eine benommene Siana in den Arm drückte. Etwas verdutzt von der ganzen Sache sah ich dem Doktor zuerst hinterher, ehe ich dann zu der Drunkelhaarigen in meinen Armen sah. "Geht es dir besser?" Fragte ich gedämpft und hielt sie fest.
Schritt für Schritt führte ich sie zu meinem Wagen. Dort half ich ihr beim einsteigen, ehe ich die Beifahrertür zuklappte und selbst einstieg.
Während ich den Motor startete wandte ich mich an Siana. "Bist du einverstanden wenn du die kommenden Tage bei mir zu Hause bleibst?" Fragte ich sie immerwährend auf die Straße blickend. Bei mir konnte ich sie wenigstens umsorgen, da sie ja niemanden bei sich zu Haus hatte der sich um sie kümmern würde. Schon über mich selbst verwundert warum ich solch eine selbstlose und hintergedankenfreie Tat ausführte, die die eines Samariters glich, musste ich wohl erkannen dass es mir anscheinend nicht vollständig gleich war was mit ihr geschehen würde.

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57 Re: Mörderische Bekanntschaft am So Sep 21, 2014 2:13 pm

Kuraiko

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Siana

Durch das Schmerzmittel ging es mir tatsächlich besser, denn auch die Übelkeit verschwand langsam zusammen mit den Kopfschmerzen. Der einzige Nachteil an der ganzen Sache war, dass ich ziemlich neben der Spur war und nichts richtig auf die Reihe bekam. Selbst für einen einfachen Ein-Wort-Satz musste ich schon scharf nachdenken. Also nickte ich langsam und nuschelte: "Ja, viel besser..." Es brauchte viel Kraft und ich musste mich stark zusammenreißen, um diese Wort auszusprechen. Was auch immer der Arzt mir gegeben hatte, es half mehr als gut. Langsam bewegten wir und in Richtung Wagen, wobei ich wahrscheinlich ohne Ian nur fähig gewesen zu krabbeln. Wieder einmal wurde mir klar, wie viel Glück ich mit Ian hatte. Sogar ins Auto half er mir. Es dauerte ein paar Momente, bis ich es schaffte mich anzuschnallen.
Doch dann konnte es endlich losgehen. Müde schloss ich die Augen und ließ meinen Kopf gegen die Fensterscheibe sinken. Da schlug Ian mir vor, ob ich nicht bei ihm bleiben wollte, jedenfalls solange, bis ich wieder selbstständig fähig war mich zu versorgen. Eigentlich widerstrebte es mir das Angebot anzunehmen, denn schon jetzt wusste ich nicht, wie ich mich für das bedanken sollte, was er schon für mich getan hatte. Aber ich war auch vernünftig und es war fahrlässig, wenn ich mich aus reinem stolz vor Ians Angebot drücken würde. Also entschied ich mich sein Angebot anzunehmen. Ich hob meinen Kopf und sah ich an. "Das wäre wirklich lieber...ich brauche noch Anziehsachen.." murmelte ich

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58 Re: Mörderische Bekanntschaft am Di Okt 07, 2014 11:32 am

Lioness

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Ich nickte und sah von Siana zurück auf die Straße. Der Motor meldete sich zu Wort und wir fuhren los.
"Okey, wo wohnst du?" Fragte ich die halb Tote neben mir auf dem Beifahrersitz. Das Betäubungsmittel, was ich annahm ihr der Arzt gespritzt hatte, schien mehr als gut zu wirken und ich war mich schon ein wenig am wundern ob es denn zulässig war einen Patienten dermaßen außer Gefecht zu setzten. Aber gut, wenn das so in einer Kleinstadt lief.
Ich weiß es war nicht das klügste Siana in mein Haus einzuladen, immerhin hatte ich dort meine noch unvollendeten Baustellen und Geheimnisse. Doch wäre es nicht zu gewährleisten, wenn ich sie in diesem Zustand allein ließe, vorallem wenn sie niemand bei sich zu Hause hatte. Außerdem war ich zuversichtlich dass sie von dem was sich bei mir abspielte nichts mitbekam, bei ihrem dämmrigen Zustand.

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59 Re: Mörderische Bekanntschaft am Sa Okt 11, 2014 7:38 pm

Kuraiko

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Siana

Schon fast am schlafen erklärte ich Ian den Weg zu meinem Haus, welchen ich komplett auswendig kannte und wortwörtlich auch im Schlaf konnte, wie sich hier gerade herausstellte. Doch als wir bei mir Zuhause ankamen, war ich gar nicht mehr in der Lage zu laufen, geschweige denn etwas zu sagen. Also gab ich Ian einfach den Schlüssel und er holte ein paar Sachen für mich. Eigentlich sollte ich es komisch finden, dass ich einen Mann alleine zutritt zu unserem Haus verschaffe und diesem auch noch erlaube in meiner Unterwäsche zu wühlen, um mir Anziehsachen rauszusuchen. Doch was sollte ich schon groß dagegen sagen? Mal abgesehen von der Tatsache, dass ich zu tief schlief, um etwas zu sagen. Außerdem war ich viel zu zugedröhnt, um einen Gedanken daran zu verschwenden, dass ein noch fast fremder Mann in meiner Unterwäsche wühlte.
So verbrachte ich fast zwei Tage, denn die Medikamente, welche ich mitbekommen hatten, hauten mich genauso weg, wie die Spritze, welche ich bekommen hatte. Wahrscheinlich wollte der Arzt wirklich Sicher gehen, dass ich im Bett blieb. In den wenigen wachen Momenten gab Ian mir etwas zu essen oder ich zog mir etwas frisches an beziehungsweise tat Dinge, die für die körperliche Hygiene wichtig waren. Immer wieder in meinen hellen Momenten merkte ich, wie aufgeschmissen ich eigentlich ohne Ian war, denn er kümmerte sich wirklich sehr gut um mich. Jedes Mal, wenn ich wach wurde saß er entweder schon an meinem beziehungsweise seinem Bett oder kam gerade zur Tür rein. Wie er das machte, wusste ich nicht, aber letztendlich war es mir auch egal.
Am dritten Tage, musste ich endlich keine Medikamente mehr nehmen. Also stand ich auf und streckte mich ausgiebig. Ich war noch etwas unsicher auf den Beinen. Aber nach einer Stunde laufen würde sich das bestimmt auch wieder geben. Da war ich ganz optimistisch. Etwas verwundert sah ich mich um, denn diesmal saß Ian nicht an meiner Seite. Dafür aber saß ein Rabe auf einer Stange im Zimmer. Etwas erschrocken hüpfte ich beiseite. Ich mochte diese Vögel, aber dass einer hier drinnen war und mich so intensiv musterte, war mir doch nicht so ganz geheuer. Deshalb verließ ich fast schon fluchtartig Ians Zimmer und ging auf die Suche nach ihm

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60 Re: Mörderische Bekanntschaft am Sa Okt 11, 2014 8:46 pm

Lioness

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Jake

Es hatte mich schon einiges am genauen zuhören gekostet, um aus dem müden Gemurmel das Siana von sich stieß etwas zu verstehen. Doch war es kein großes Kunststück mit einer mehr oder minder 'Wegbeschreibung' durch diese übersichtlichen Straßen zu finden. Das war einer der Vorteile einer Kleinstadt.
Jedenfalls gab sie mir die Schlüssel, da es ihr ihrem Zustand noch nicht einmal möglich war die Augen für eine längere Zeit auf zh halten. Also schloss ich ihre Haustür auf und trat ein. Es war ein nett eingerichtetes Haus, das musste ich zugeben, für meinen Geschmack etwas zu hell, aber ich lebe hier ja auch nicht. In ihrem Schrank sichte ich mehr bequeme Sachen, als irgendwelche aufwendigen Klamotten, so dass meine Ausbeute am Ende Jogginghosen und Shirts betrug. Dann ging es auch schon wieder zurück zu meinem Auto. Als ich einstig und berichtete was ich mitgenommen hatte, stellte ich schnell fest dass ich mit einer Schlafenden sprach. Mein Blick verweilte einen Moment lang auf ihr. Dann packte ich die Sachen weg und fuhr zu meinem Haus.
Die Tage vergingen und wenn ich nicht damit beschäftigt war die versteckten Baustellen zu bearbeiten, war ich an Sianas Seite. Sie brauchte nunmal jemanden der sich in diesem Zustand um sie kümmerte und die paar Stunden die sie wach war fiel sie mir nun wirklich nicht zur Last.
Es war bereits ded dritte Tag angebrochen. Ich saß unten im Wohnzimmer in meinem schwarzen Ledersessel und las Zeitung. Der Bürgermeister hatte letzte Woche die neu renovierte Stadtbibliothek eingeweiht, es hatte einen Aufruf zu einer Spendenaktion gegeben mit mehr als zufriedenstellenden Zahlen und nächste Woche Sonntag stand ein Flohmarkt.

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61 Re: Mörderische Bekanntschaft am So Okt 12, 2014 12:11 pm

Kuraiko

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Siana

Da ich noch etwas wacklig auf den Beinen war, hielt ich mich an der schweren Holzkommode im Flur fest. Durch das schnelle aufstehen war mir etwas schwindelig und schwarz vor den Augen geworden, dass ich kurz vorm umkippen war. Doch das war ganz normal. Das hatte wohl jeder, wenn er zu schnell morgens aufstand und ich lag ja zwei Tage im Bett. Nach etwa zehn Sekunden konnte ich wieder richtig sehen und stand auch wieder fester. Also unternahm ich den nächsten Versuch mich von der Stelle zu bewegen. Diesmal klappte es auch besser, aber jetzt wo ich mich nicht mehr auf meinen Gleichgewichtssinn konzentrieren musste, meldete sich meine volle Blase und meine ausgetrocknete Kehle. Zwar war ich in den letzten Tagen durchaus auf Klo gegangen, doch um die Toilettengänge bei so wenig wie möglich zu halten, hatte ich immer nur dann getrunken, wenn Ian mich mehr oder weniger dazu gezwungen hatte. Deshalb nahm ich mir fest vor, jetzt wo ich wieder fit war, mehr zu trinken, schließlich wollte ich nicht, dass meine Nieren in Mitleidenschaft gezogen wurden, auch wenn das erst passierte wenn ich Monatelang zu wenig trinken würde. Also drehte ich mich langsam wieder um und ging in Richtung Badezimmer. Dort wusch ich mir kurz durchs Gesicht. Mh, das kühle Wasser tat auf meiner Haut sehr gut und ich freute mich jetzt schon tierisch auf eine frische Dusche. Aber die würde ich erst nehmen, wenn ich Zuhause war, denn Ian brauchte wohl langsam wieder Zeit für sich alleine. Drei Tage mit mir...na, da konnte sich manch einer schöneres vorstellen, vor allem, wenn man sich die ganze Zeit um mich kümmern musste und Ian kannte mich nicht einmal richtig.
Dann verließ ich das Badezimmer, aber musste ab Mitte des Flures innehalten, denn mein Körper war noch erschöpft und ich musste kurz Luft holen. Ich lehnte mich gegen eine Tür von der ich eigentlich gedacht hatte, dass sie zu ist, aber das war sie nicht. Deshalb gab die Tür leise quietschend nach und ich stolperte in das Zimmer. Rechtzeitig konnte ich mich noch an einer Stuhllehne fangen, bevor ich fiel. Erleichtert fuhr ich mir über die Stirn. Eine zweite Gehirnerschütterung hätte mir jetzt noch gefehlt. Langsam richtete ich mich auf und sah mich in dem kleinen Raum um in welchem ich gelandet war. Die Luft war dick und man sah einzelne Staubkörner im Sonnenschein fliegen. Allerdings sah man so viel nicht, denn eine dicke Staubschicht überzog die Fensterscheibe und ließ nicht allzu viel Licht herein. Ob Ian auch etwas von dem Zimmer wusste? Doch im nächsten Moment hätte ich mich am liebsten für den Gedanken geschlagen, schließlich hatte Ian das Haus gekauft und so musste er natürlich auch dieses Zimmer kennen. Wahrscheinlich war er einfach noch nicht dazu gekommen das Zimmer aufzuräumen und sauber zu machen. Aber ich fragte mich auch, wieso der Pfarrer so ein Zimmer besaß? Auf mich wirkte er immer, wie ein vernünftiger Mensch. Mein Blick glitt über den Rest des Zimmers. Ein großer Tisch stand gegenüber der Tür und davor ein harter Holzstuhl an welchem ich mich gerade festhielt. An der Wand links von der Tür und gegenüber der Tür hingen viele schwarzweiß Fotos. Meinem Wissen zu urteilen stammten die meisten von ihnen aus den 1930ern. Einige könnten sogar noch älter sein. Einfach unglaublich, dass es solche Schätze hier gab. Fasziniert und begeistert von diesem Fund begann ich mir die Bilder anzuschauen. Vorsichtig nahm ich eins von der Wand, aber was ich darauf entdeckte erschreckte mich doch etwas. Auf diesem Bild war ein kleines Mädchen und ein kleiner Junge zu sehen. Sie standen vor der Dorfkirche. Er trug einen schwarzen Anzug und sie ein weißes Kleid. Zwar hielt sie eine Puppe in der Hand, aber sie sahen nicht glücklich aus. Sie starrten in die Kamera mit so viel Hass und Kälte, was ich Kindern gar nicht zugetraut hätte. Schnell legte ich das Bild wieder beiseite und drehte mich zu dem Regal um, welches rechts neben der Tür stand. Vorsichtig fuhr meine Hand über die Einbände. Das meiste davon waren Fotoalben oder Bücher über Fotografie. Doch dazwischen waren auch immer wieder Bücher, dessen Schrift auf den Ledereinbänden aber so dreckig war, dass man sie nicht lesen konnte. Vorsichtig wischte ich den Staub bei einem Buch weg und entdeckte ein satanisches Zeichen. Normalerweise war ich nicht so neugierig, aber allein die Tatsache, dass wir hier so viele Bücher über Fotografie und so viele alte Fotos hatten ließ mein Herz höher schlagen. Doch diese satanistischen Bücher verschreckten mich doch etwas. Ein unwohles Gefühl durchzog meinen Körper und ich ging einen Schritt zurück. Am besten wäre es wohl, wenn ich das Zimmer so schnell, wie möglich verlassen würde. Aber da zog eine kleine Holzkiste, welche im Regal stand meine Aufmerksamkeit auf sich. Vorsichtig zog ich sie aus dem Regal und wollte sie gerade öffnen, als ich etwas kratzendes hörte. Schnell sah ich auf und blickte direkt in die Augen des Raben, welcher genau in dem Moment seine Flügel ausbreitete und laute Geräusche von sich gab, aber nicht auf mich zuflog, doch das brauchte er auch gar nicht, denn ich hatte so schon genug Angst. Vor Schreck ließ ich die Schachtel fallen...

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62 Re: Mörderische Bekanntschaft am So Okt 12, 2014 5:17 pm

Lioness

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Jake

Ich packte die Zeitung weg, hatte genug gelesen und faltete sie deshalb auf den Wohnzimmertisch zusammen. Von der unteren  Ablage hohlte ich meinen Laptop hervor und googelte nach einem örtlichen Baumarkt. Es hatte mich einige Minuten gekostet, doch schließlich war ich zu einem Ergebnis gekommen. Ich notierte mir auf einen kleinen Block stichwortartig den Weg und die Adresse. Ich wurde noch Holzbretter benötigen, und einen Bohrer sowie eine Kreissege. Ach und eine Plastikwanne. Doch gab es zwei Meter lange Wannen in einem Baumarkt? Ich würde wohl einfach nachschauen mussen und welbst wenn nicht könnte ich zwei kleine hohlen. Mit diesen Gedanken schloss ich meinen Laptop und ginh in die Küche, um das Mittagessen vorzubereiten. Ich hatte für Siana Gemüse und Rindfleisch gekauft, um ihr daraus eine Suppe zu kochen. Ich suchte aus einem der unteren Regale der Küchenzeile einen Topf heraus und stellte ihn auf das schwarze Zeranfeld. Dann schlug ich die Ärmel meines Hemdes hoch und wusch mir die Hände. Das Gemüse hatte ich frisch vom Händler heute früh erworben und wusch es ab, ehe ich es bearbeitete. In den Topf gab ich Wasser und ließ es dann auf höchster Stufe abkochen. Das Gemüse warf ich hinein und machte mich nun an das Fleisch. Es musste noch gekocht werden, doch zuallererst ausgepackt. Auch hier hatte ich wie bei dem Grünzeug Wert darauf gelegt, dass es frisch war und es vom Fleischer geholt. Ich friemelte die Verpackung auf und nahm das noch blutige Fleisch in die Hände um es ebenfalls in den Topf zu werfen, da hörte ich das vertraute Krächen meiner Ruby und legte das Filet wieder zurück. Es war der typische Schrei meines Raben gewesen, den sie immer als Arlam ausstieß, dermich die Treppe hoch führte um nach dem rechten zu sehen. Als ich im oberen Flur angekommen war, sah ich die Tür zu meinem Schlafzimmer offen stehen und keine Siana im Bett. Da erklang ein weiteres Mal der Arlamschrei und ich ortete die Rabendame. Die nur angelehnte Tür mit noch blutverschmierten Händen öffnend sah ich dass sich mein dunkelhaariger Gast in die alte Nebenkammer des Vorbesitzers verlaufen hatte.
"Hast du dich verlaufen?" Fragte ich mit einem charmanten, leicht spöttischen Ton. Sie sah erschrocken aus und Ruby kam auf mich zu geflogen um sich auf meiner Schulter nieder zu lassen. "Hat sie dich erschreckt?" Fragte ich das Mädchen in Bezug auf den Raben. Als wüsste diese dass über sie gesprochen wird Krechzte sie noch ein letztes Mal auf, nur nicht mehr so wild und aufgebracht wie zuvor.

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63 Re: Mörderische Bekanntschaft am So Okt 12, 2014 7:09 pm

Kuraiko

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Siana
Ich sah erschrocken zu der Kiste und zuckte zusammen, als sie auf den Boden krachte. Mein Herz ging vor Schreck in die Höhe und ich hatte das Gefühl, dass es mir gleich aus dem Brustkorb springen würde. Doch das war gerade mein kleinstes Problem. Aus angstgeweiteten Augen sah ich zu dem Raben und hatte wirklich Panik, dass er mich gleich angreifen würde, um mir die Augen auszustechen. Ich sollte echt nie wieder den Film Die Vögel schauen. Das brachte nur Albträume mir sich, wenn ein richtiger Rabe vor einem saß und einen einschüchterte. Da sah ich plötzlich zu Ian, welcher im Türrahmen stand und auf sich aufmerksam machte. Gleich schrie ich noch einmal leise auf und stolperte zurück, bis ich gegen den Schreibtisch knallte, denn er hatte Blut verschmierte Hände. An sich bestimmt kein Grund Angst zu haben, aber gerade war ich leicht verschreckt und eingeschüchtert. Doch dann meldete sich mein Verstand wieder und ich atmete einmal tief ein und aus, um mich wieder zu beruhigen. Ian war bestimmt gerade am Kochen oder so, denn dem Sonnenstand zu urteilen war es gleich schon Mittag und er würde sich wohl kaum der Tage um mich kümmern, wenn er mich sowieso töten wollte. Also wartete ich noch einen Augenblick, bis mein Herzschlag sich auch beruhigt hatte und in einem relativ normalen Takt wieder schlug.
Ich sah zu Ian. Auf seiner Schulter saß nun der Rabe, was mich etwas verwirrt Blicken ließ, denn anscheinend war der Rabe sein Haustier. Das fand ich doch ein bisschen ungewöhnlich, doch ich war einer der Menschen, die sich über ungewöhnlich lustig machten oder Abstand davon nahmen, sondern die sich für ungewöhnlich faszinierten. Nun sah ich auch den Vogel mit ganz anderen Augen. Wahrscheinlich wollte er mich gar nicht umbringen, sondern einfach nur seinem Herren Bescheid geben, dass sich hier eine Fremde im Haus aufhielt und sich durch privates wühlte. Da war es ja schon irgendwie das Recht des Raben sich zu beschweren, auch wenn er mir immer noch nicht so geheuer war. Aber man sah ja auch nicht jeden Tag einen Raben, welcher das Haustier von jemand anderen war und dazu auch noch einen au Wachhund machte.
Da fiel mir ein, dass ich ja auch mal auf Ians Frage antworten sollte. Der hielt mich wohl langsam für komplett bescheuert und wahrscheinlich hatte er mehr Gründe Angst vor mir zu haben, als ich vor ihn. Also nickte ich und murmelte etwas verlegen: „Äh, ja, ein wenig. Es ist etwas ungewohnt, dass ein Rabe mir so nahe kommt und sich dann noch so aufregt. Auch wenn es berechtigt war, schließlich war ich einfach in eins deiner Zimmer gegangen. Tut mir Leid, aber ich bin hier wortwörtlich rein gestolpert und als ich die Fotos gesehen habe, wurde mein Interesse geweckt. Tut mir leid, ich war viel zu neugierig.“ Ich fühlte mich gerade wirklich, wie ein kleines Kind, dass einen Schokoriegel im Laden geklaut hatte und dabei erwischt wurde. Außerdem fühlte ich mich wirklich mies, weil er sich so gut um mich gekümmert hat und ich einfach so durch sein Haus lief und in irgendwelchen Räumen herumwühlte.

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64 Re: Mörderische Bekanntschaft am Mi Okt 15, 2014 6:17 pm

Lioness

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Jake

Als ich ins Zimmer eingetreten war, hatte ich eine völlig verängstigte Siana vorfinden können,  die aufschrie und rückwärts stolperte. Mein Besuch hatte ganz schön lang gebraucht, um sich zu fangen und auf meine Fragen zu antworten. Allerdings gab ich ihr diese Zeit und wartete geduldig ab bis sie mir antworten konnte.
Ich trat in den raum ein, als Siana zu reden begann, indem sie beteuerte dass es ihr Leid tat hier herein gestolpert zu sein und dass es auch nicht normal sei einen Raben beim aufwachen neben sich zu entdecken.
"Nein nein, du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Ich habe mich für Rubys Verhalten entschuldigen. Sie ist nicht bösartig, sie wollte nur auf dich aufpassen und nicht allein lassen." Versuchte ich ihr zu erklären, dass mein Rabe nicht gefährlich war. Zumindest nicht, wenn ich es nicht wollte. Immerhin war so ein Rabe um einiges größer als eine gewöhnliche Krähe und höchst intelligent. Ich setzte Ruby auf die schwarze zugestaubte Ebenholzkomode ab.
Immer näher ging ich auf Siana zu und sah mich dabei im Raum um. Ich selbst hatte nur einmal einen Blick herein geworfen und so war es für mich schon mehr oder weniger eine Neuheit. "Verzeih dass es hier so schrecklich aussieht. Den Raum hab ich bis jetzt noch nicht renovieren können." Wanderte mein Blick über die zugestaubten Eichenholzregale, mit dick eingebundenen Lederbüchern im Inneren, den alten Bildern von einzelnen Menschen oder ganzen Familien, dem einzigen Fenster durch das nur gering Licht einfiel, durch den Dreck der sich auf der Scheibe festgesetzt hatte, bis ich wieder bei Siana ankam. Ich stand nun direkt vor ihr. In dem fahlen Schein war ihre zarte Haut elfengleich, ihr Haar wie schwarze Seide und in ihren Augen funkelten immer noch der Nachklang der Angst, die sie verspürt hatte. Letztendlich hielt ich den Blickkontakt zu ihr doch etwas länger als gewollt aufrecht, jedoch wurde meine Aufmerksamkeit von etwas anderem auf sich gezogen. Ich bückte mich herab und hob eine kleine Holzschachtel auf. Mit zusammengezogenen Augenbrauen erhob ich mich wieder und öffnete den Verschluss, um sie einen Spalt zu öffnen und dann zu grinsen. Ich sah auf mein Gegenüber. "Möchtest du sie öffnen?" Schloss ich die Schachtel wieder und gab sie dem Mädchen. Ich hatte im mit rot ausgebettetem Samt der Kiste eine silberne Kette mit einem Amulett erkennen können,  in dem ein Rubin eingefasst war der nicht all zu klein aussah. "Darf ich sie dir umbinden?" Fragte ich fasziniert. Nicht etwa von dem Stein, oder von den aufwendigen Verzierungen daran, sondern von Siana.
Amulett:

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65 Re: Mörderische Bekanntschaft am Mi Okt 15, 2014 7:30 pm

Kuraiko

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Siana
Es wunderte mich schon ein wenig, dass Ian nicht sofort böse wurde, denn das Recht hätte er dazu gehabt. Doch er sprach ruhig auf mich ein: "Nein nein, du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Ich habe mich für Rubys Verhalten entschuldigen. Sie ist nicht bösartig, sie wollte nur auf dich aufpassen und nicht allein lassen." Aber nun war ich es die den Kopf schüttelte, schließlich war ich es die, die hier eingedrungen war, aber wenn wir hier weiter diskutierten, dann würden wir wohl nie weiterkommen, also rang ich mir ein Lächeln ab und meinte: „Dann muss sich keiner entschuldigen.“ Dass sein Vogel mich nur beschützen wollte, wollte ich nicht so ganz glauben, denn für mich hatte es eben so ausgesehen, als wollte mir sein Vogel die Augen aushaken. Noch einmal blickte ich den Vogel an, aber nun sah ich ihn irgendwie doch mit anderen Augen, bevor Ian mir geasgt hatte, dass er mich nur beschützen wollte. Der Vogel musterte mich ruhig und als ich den Kopf etwas verwirrt schief legte, machte es mir der Rabe nach, was irgendwie ziemlich süß aussah und ich mir ein kleines Lächeln nicht verkneifen konnte. Der Rabe sah mich weiter ruhig an und nun hatte ich wirklich keine Angst mehr vor ihm. Ian setzte den Raben auf eine Holzkommode und ich konzentrierte mich wieder auf Ian.
Dieser schaute sich erst einmal im Raum um. Währenddessen entschuldigte er sich bei mir: "Verzeih dass es hier so schrecklich aussieht. Den Raum hab ich bis jetzt noch nicht renovieren können." Doch wieder schüttelte ich nur den Kopf und meinte lächelnd: „Da gibt es nichts zu entschuldigen, schließlich wohnst erst seid knapp einer Woche hier und zweitens konntest du ja auch kaum damit rechnen, dass ich hier in das Zimmer komme.“ Er kam bei mir an und musterte mich intensiv. Unter seinen Blick wollte ich eigentlich verlegen den Kopf anwenden, doch bevor ich das konnte, fesselte mich sein Blick schon und ich konnte nicht mehr weg schauen. Seine Augen waren so anders, als alle anderen, welche ich je gesehen hatte. Sie strahlten irgendetwas aus. Etwas geheimnisvolles, etwas mysteriöses und irgendwie auch etwas dunkles. Aber komischerweise schreckte es mich nicht ab, auch wenn es für mich befremdlich war, dass ich mal nicht hinter die Fassade eines Menschen sehen konnte. Es war ungewohnt, doch irgendwie störte es mich auch nicht, sondern weckte Interesse und Neugierde in mir. Ich wollte dieses Geheimnis lüften. In diesem Moment ahnte ich aber auch nicht, dass dieses Geheimnis tödlich war und es besser wäre, wenn ich so schnell, wie möglich von Ian weglief.
Dann wendete er sich von mir ab und hob die Kiste auf, welche immer noch auf dem Boden lag. Erst konnte ich nicht erkennen, was er daraus nahm, doch dann sah ich das Amulett und warf ehrfürchtig einen Blick darauf. Viele Details konnte ich noch nicht erkennen, aber schon von meiner Position aus, sah es sehr edel aus. Etwas verwirrt nickte ich, als Ian mich fragte, ob er sie mir anlegen durfte. Langsam trat er auf mich zu und ich nahm meine Haare hoch, damit er besser dran kam. Seine immer noch blutigen Finger hinterließen dort, wo sie mich berührten kleine rote Schlieren und Flecken, aber daran dachte ich gerade gar nicht.

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66 Re: Mörderische Bekanntschaft am Mi Okt 15, 2014 9:48 pm

Lioness

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Jake

Siana war nicht nachtragend oder prangerte mich deshalb an, dass dieser Raum so herunter gekommen war, im Gegenteil, sie meinte dass ich selbst ja nichts dafür könne. Und zu meiner Freude stellte ich fest dass ein kleines Lächeln auf ihren rosa Lippen wuchs, als sie Ruby betrachtete.
Auf meine Frage, ob ihr ihr die Halskette anlegen durfte, nickte Siana nur stumm. Sie wirkte nicht ganz bei sich, als hätte sie etwas irregeleitet, doch ließ ich mich nicht davon abhalten und stellte mich hinter sie. Die Kette nahm ich in die Hände und übersah dabei völlig dass sie noch Blut verschmiert waren. Als Siana ihre Haare anhob und ihren Nacken preis gab, wurde ich mir bewusst wie verletzlich sie doch im Grunde war. Ein kurzer Handgriff von mir würde genügen, um ihr das Genick zu brechen. Es wäre schnell und schmerzlos. Und so einfach.
Doch statt diesem Gedanken nachzugehen, nahm ich die beiden Enden der Kette in die Hände und legte sie ihr langsam um, als ich hinter ihr stand. Dabei streifte ich die weiche Haut ihres Dekolletés und Schlüsselbeins, fuhr um ihren Hals bis zu ihren nacken, wo ich den Verschloss zusammenführte. Ich stand ihr so nah, dass ich ihren lieblich süßen Duft roch, ihn förmlich in mich aufnahm und nur einige Millimeter unsere Körper von uns trennten. Wieder vor sie tretend musterte ich die Dunkelhaarige. "Wunderschön." Sah ich ihr in die kräftigen Augen und ließ meinen Blick auch erstmal nicht so schnell von ihr ab. Ein charmantes Lächeln legte sich auf mein Gesicht nieder, als ich die Hand hob und sie Siana auf die Wange legte. Mit den Daumen strich ich ihren Wangenknochen entlang und hatte nur Augen für sie. Für ihre grünen funkelnden Augen, ihre kleine Stubsnase, ihre vollen rosanen Lippen. Mit meinem Gesicht kam ich ihr langsam näher, war schon kurz davor meine Lippen auf ihre zu legen, da bemerkte ich, dass ich ihr Gesicht mit dem Blut beschmiert hatte und zog mich zurück. "Oh entschuldige." Lächelte ich peinlich berührt darüber - perfekt in meiner Rolle - und nahm die Hände schnell von ihr. "Wir sollten runter, ich mach uns gerade was zu essen. Hast du Hunger?" Fragte ich einladend und dachte schon gar nicht mehr an die knisternede Spannung die noch vor einigen Sekunden vorherrschte. Ruby flog schon vor als wüsste sie wohin wir wollten.

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67 Re: Mörderische Bekanntschaft am Do Okt 16, 2014 6:48 pm

Kuraiko

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Siana

Ian trat hinter mich, weshalb ich mit beiden Händen meine Haare hochhob. Doch er schien noch einen kurzen Moment zu zögern, bevor seine Finger langsam nach vorne fuhren und die Kette an beiden enden packten. Nur zu gerne würde ich wissen, was gerade in seinem Kopf vorging, doch das konnte ich nicht und wahrscheinlich würde ich das nie können, denn er war, wie ein Buch mit sieben Siegeln. Er war so anders, als jeder andere. Dabei war es keine Ausrede, dass er von außerhalb kam, schließlich-auch wenn man es kaum glauben mochte-verirrte sich auch hierher der ein oder andere Urlauber. Bei ihm war es was anderes. Vielleicht war es seine Art, wie er die Dinge sah oder diese geheimnisvolle Ausstrahlung, welche er mit sich trug und dabei konnte ich mir nicht einmal Sicher sein, ob er wirklich ein Geheimnis verbarg oder ob mich meine Sinne und meine Kenntnis komplett im Stich ließ.
Seine Finger strichen über meine Haut und diese Berührungen holten mich in die Gegenwart zurück. Seine Finger fühlten sich rau an, was mich nicht wunderte, da er momentan ja wirklich viel im Haus tat und dadurch mehr oder weniger Handwerker war. Außerdem fühlten sich seine Finger dennoch sanft an. Selbst ich hatte vollkommen die Tatsache vergessen, dass an seinen Fingern noch das Blut klebte und da seine Finger so warm waren spürte ich auch nicht, dass er eine kleine Blutspur auf meiner Haut hinterließ. Seine Finger schienen mich überall zu berühren, wo es nur ging ohne dass es auffällig viel wurde und ich konnte einfach nicht anders, als leicht die Augen zu schließen und mich zu entspannen. Langsam legte sich das doch etwas schwere und kalte Amulett auf meine nackte Haut unter meinem Schlüsselbein und rutschte noch ein kleines Stück runter, als Ian die Kette losließ. Er trat wieder vor mich und meinte, dass es wunderschön aussehe. Komischerweise glaubte ich ihm das auch, was recht selten war, da meiner Meinung nach die meisten Männer nur Komplimente machten, um ans Ziel zu kommen und was das Ziel war, das wusste wohl jeder. Plötzlich kam Ian mir näher und legte seine Hand auf meine Wange. Ein leichtes Kribbeln durchzog meinen Körper und ich blieb einfach ruhig, während er mir immer näher kam. Es fehlten nur noch wenige Millimeter und unsere Lippen würden aufeinander treffen. Ob ich das wirklich wollte, wusste ich nicht. Allerdings wollte ich mich auch nicht gegen seine Berührungen wehren. Aber soweit sollte es gar nicht kommen, denn er löste sich von mir und im ersten Moment wusste ich gar nicht, was er meinte, bis ich mich an das Blut erinnerte. „Schon gut,“ nuschelte ich noch etwas neben mir stehend und fuhr mit meiner Hand zu meiner Wange, um das Blut zu beseitigen. Allerdings verwischte ich dadurch das Blut nur noch mehr, also beschloss ich das später im Bade wegzuwischen.
Lächelnd nickte ich: „Ja, etwas zu Essen wäre wirklich super. Kann ich dir irgend wobei helfen?“ Mit diesen Worten ließ ich noch einmal meinen Blick über den Raum schweifen, denn so schnell würde ich hier bestimmt nicht mehr reinkommen ehe ich mich abwandte und runter in die Küche ging.

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68 Re: Mörderische Bekanntschaft am Do Okt 16, 2014 11:50 pm

Lioness

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Jake

Es war zugegeben ein seltsames Gefühl gewesen, als ich so nah vor Siana gestanden hatte. Seltsam in so fern, weil ich soetwas noch nie zuvor gespürt hatte. Noch nie hatte ich das Bedürfnis gehabt einen meiner Opfer dermaßen nahe zu sein und gleichzeitig nicht etwas in das Herz oder Hirn zu rammen. Konnte aber auch gut sein, dass ich vorerst auf ihre Genesung fixiert war. Immerhin war das momentan der primäre Punkt auf den ich mich kontaktierte. Außerdem wäre es viel zu auffällig, wenn sie jetzt während sie in meinem Haus nach Genesung suchte verschwand - und ich war mir sicher, dass durch den Alten im Wartezimmer bereits die gesamte Stadt wusste, dass sie bei mir war und sich das Maul darüber zerriss. Da war oberste Vorsicht geboten und ich musste eine strahlend reine Weste gegenüber den Bewohnern aufweisen können, am besten noch mit Lotuseffekt, damit ich nicht in aller Munde als Scharlatan in Erinnerung gehalten wurde. Siana hatte zwar keine große Sache daraus gemacht dass ich sie fast geküsst hätte, doch schien es mir so als glaube sie es ginge mir mehr um das Blut als um mein rüpelhaftes Verhalten. Dennoch ließ ich es auf sich beruhen, denn stand sie sicherlich neben sich, was ich auf meine Handlung zurück führte. Siana fragte ob sie mir helfen könnte. "Nein nein, ich mach das schon, ruh du dich weiter aus."
In der Küche wusch ich erst meine eigene Hände ab, ehe ich ein Küchentuch nass machte und es Siana gab, damit sie das Blut vom Hals und aus dem Gesicht bekam. "Hier vorne im Flur ist ein Spiegel." Gab ich ihr Auskunft und wendete mich wieder dem filetieren der Rindes zu. Ruby saß gesittet auf ihrer Stange im Wohnzimmer,  das sah ich durch den Verbindungsbogen des Esszimmers. Den Herd aufdrehend gab ich nun auch das Fleisch in den Topf und ließ es aufkochen. Während das Essen vor sich hin brodelte, holte ich das Geschirr, Besteck und Gläser heraus und deckte den Tisch. "Es ist gleich fertig, nur noch ein paar Minuten." Setzte ich mich an den Tisch und ließ meine Finger über die Platte tanzen.

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69 Re: Mörderische Bekanntschaft am Fr Okt 17, 2014 7:59 pm

Kuraiko

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Siana

Ich bot ihm zwar meine Hilfe an, doch bevor ich überhaupt etwas machen konnte, meinte er schon, dass ich nichts machen müsste. Also fügte ich mich ihm und setzte mich schon einmal an den Tisch. Zwar sagte er, dass ich mich weiter ausruhen sollte, aber da war ich anderer Meinung. Ich lag die letzten zwei Tage halbtot in meinem...Pardon, in seinem Bett. Irgendwann musste doch auch mal Schluss sein. Zwar Tage hatte ich nicht mehr gemacht, außer zu schlafen. Sicherlich, daran hatten auch die Medikamente Schuld, aber das änderte nichts an der Tatsache, dass ich die letzten zwei tage ziemlich faul gewesen war. Es war höchstens eine Erklärung und trotzdem keine Entschuldigung. Dazu kam auch noch, dass ich es nicht gewöhnt war, solange ruhig liegen zu bleiben. Dadurch, dass meine Eltern immer so viel unterwegs waren und ich allein in dem großen Haus lebte. Zawr machte ich alleine an alltäglichem, wie Geschirr oder Wäsche nicht so Dreck, aber trotzdem musste ich zwischendurch das ganze Haus saugen und Staub wischen. Manch einer konnte sich gar nicht vorstellen, wie viel Arbeit das sein konnte. Deswegen hatte ich immer etwas zu tun und war es nicht gewöhnt mich einfach mal auszuruhen und nichts zu tun und dazu auch noch für einen so langen Zeitraum. Ja, zwei bis drei Tage waren für mich lange. Sogar in der Schule hatte ich immer etwas zu tun. Ich war schon immer etwas ehrgeizig. Nicht Erfolgs besessen, aber ehrgeizig. Aus diesem Grund war es in der Schule auch meistens so gewesen, dass ich in Gruppenarbeiten die Leute koordiniert habe und ihnen die Wahl ihrer Themen überlassen ohne mich einzumischen. Dadurch hatte ich zwar meistens das schlechteste Thema abgegriffen, aber ich konnte Sicher gehen, dass keiner beleidigt war. So war es für mich etwas ganz normales etwas mehr zu machen, als vielleicht die meisten anderen Kinder in meinem Alter.
Meine Finger spielte etwas mit der Tischplatte und malten kleine unsichtbare Muster darauf. Zwischendurch warf ich einen Blick auf Ian, welcher fleißig dabei war zu kochen und ich fand es wirklich löblich, dass er anscheinend kochen konnte und das gar nicht so schlecht. Denn auch wenn er allein lebte so hieß es noch lange nicht, dass er gut kochen konnte. Gab durchaus genug Männer, welche sich auch nur von Dosen ernähren würden, bis sie eine passende Frau hatten, welche für sie kochte. Doch es gab auch Frauen, welche nicht kochen konnten zum Beispiel meine Mutter. Sie war eine miserable Köchin, bis auf Pfannkuchen und ich schwor meine Mutter machte dafür die besten Pfannkuchen, welche es gab. Da macht ihr niemand etwas vor.
Ich riss mich von meinen Gedanken los und konzentrierte mich stattdessen auf das Amulett, welches knapp über meinem Ausschnitt lag. Bis jetzt hatte ich noch gar nicht die Zeit gefunden es mir richtig anzusehen. Doch jetzt wo ich es mir ansah bereute ich es schon fast, dass ich es mir nicht schon vorher angeschaut hatte. Was mich vor allem beeindruckte waren die verschiedenen Elemente und Wesen, welche hier angebracht wurde. So sah rechts nicht aus, wie Links. Unten in der Mitte sah man einen Gargoyle. Links und Rechts davon waren Echsen. Allerdings sahen siei unterschiedlich aus. Zum Beispiel hatte die einen auch am Kopf den Kamm und die andere nicht. Über dem Gargoyle sah man einen Drachen und meines Erachtens noch eine Echse. Ganz oben zur Spitze des Amuletts hin waren zwei...Naja, ich würde es als Trolle bezeichnen. In der Mitte kam dann das Herzstück des Amuletts . Ein roter Rubinroter Stein, welche aber auch Orange und schwarz Töne enthielt. Der Stein war so, dass es aussah, als ob sich die verschiedenen Farbtöne darin immer verschieben würden. Fasziniert glitten meine Finger über das Silber, während ich weiter das Amulett anstarrte und es zog mich so in seinen Bann, dass ich nicht einmal Ian mitbekam, welcher den Tisch deckte und mich ansprach. Meine ganze Aufmerksamkeit zog dieses Amulett auf sich...

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70 Re: Mörderische Bekanntschaft am Fr Okt 17, 2014 10:27 pm

Lioness

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Nicht sicher ob sie mich denn überhaupt gehört hatte, musterte ich sie, in der Gewissheit dass ihre Aufmerksamkeit nun dem Amulett galt und alles um sie herum vergessen schien. Ein leicht selbstironisches Grinsen zog in mein Gesicht ein. Sie hatte so viel Glück in einer beschützten Welt wie dieser zu leben. Ich konnte es mir nicht leisten unaufmerksam zu sein, ansonsten wäre ich schneller hinter Gittern und zum Todesurteil ausgesprochen als man Mord sagen konnte. Und dennoch ließ sie sich von dieser heilen Welt nicht täuschen, sie hinterfragte es und sah es immer aus einem kritischen Blickwinkel, was mir zugegebenermaßen gefiel. Deshalb war ich auch immer noch überrascht darüber, dass sie diese brenzlige Situation, in welcher wir uns kennen gelernt hatten, gekommen war.
Ich räusperte mich, nicht nur um an ihre Aufmerksamkeit zu gelangen, aber größtenteils deshalb. "Siana, wann hast du vor diesen Erik anzuzeigen?" Ich sah ihr unentwandt entgegen um ihr zu verdeutlichen wie ernst die Sache war. Dieser Typ hatte sie vergewaltigen wollen und das ohne mit der Wimper zu zucken. Sicher konnte man nun entrüstet tun und den Finger gegen mich erheben, da mir bewusst war was ich in der Vergangenheit getan hatte. Doch waren meine Entscheidungen immer bestimmend und schlussendlich gewesen. Nicht so wie eine Vergewaltigung, bei der die Menschen denen es wiederfahren ist es  ihr Leben lang mit sich herum tragen und es nicht überwinden können. Eine solche Tat war nie mit dem Einverständnis des Opfers geschehen. Bei mir hatten sie hingegen zumindest Interesse gezeigt.
Und der Gedanke daran dass dieser Typ Siana... unbewusst hatte ich meine Hand zur Faust geballt. Erst als ich es bemerkte, als es schon zu spät war, lockerte ich sie wieder und suchte noch einmal den Blick des Mädchens. "Du musst es tun." Legte ich ihr ans Herz. "Er... " als ich sie sah schaffte ich es nicht das offensichtliche auszusprechen. "Er hätte dir noch viel mehr als das antun können." Hatte ich es geschafft den Satz anders auszuschmücken und verwies bewusst auf ihre blauen Flecken und ihren allgemeinen Zustand der letzten Tage. "Ich mein, -" das Geräusch des brodelnden Topfes ließ mich hinter mich zum Herd sehen und aufstehen. Wahrend ich die Unterlagen auf den Tisch verteilte und den Topf darauf stellte fuhr ich fort, "du kannst ihm das nicht einfach so durchgehen lassen. Egal wer er ist. Du solltest dich zur Wehr setzen. Sonst lässt du dich doch sicher auch nicht einfach alles gefallen." Hatte ich ihren Teller schon gefüllt und wieder vor sie abgestellt. Die Suppe dampfte heiß und ließ Dunstwolken selbst vom Teller aufsteigen.  

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71 Re: Mörderische Bekanntschaft am Sa Okt 18, 2014 6:28 pm

Kuraiko

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Siana

Ich zuckte erschrocken zusammen, als Ian sich plötzlich räusperte. Nicht, weil ich Angst hatte, aber einfach, weil ich komplett in die Welt des Amuletts versunken war und hätte Ian kein Geräusch von sich gegeben, dann hätte ich wahrscheinlich noch eine halbe Ewigkeit auf das Amulett gestarrt. So musste ich mich von dem Amulett lösen und ließ es wieder los. Mit einem dumpfen, aber kaum hörbaren Schlag landete es wieder knapp unter meinem Schlüsselbein über meinem Brustansatz. Schwer lag es dort wieder. Doch Ians nächste Worte ließen mich gleich noch einmal zusammenzucken. Etwas erschrocken sah ich zu ihm, denn darüber nachgedacht Erik anzuzeigen...Darüber hatte ich wirklich noch nie nachgedacht. Klar, Erik hatte Mist gebaut, sogar sehr großen, aber so etwas wie Anzeigen gab es hier nicht. Wieso denn auch? Die meisten in dieser kleinen Gemeinde benahmen sich immer vorbildlich und Erik wäre nun der Erste seid Jahren, eigentlich seitdem ich denken kann, der bei unserem Sheriff angezeigt wurde. Seine Eltern würden wahrscheinlich vorbeikommen, um mit mir zu verhandeln, damit ich ihn nicht doch noch anzeigte oder dass nicht im ganzen Dorf herumerzählen würde. Das hieß, es würde wieder viel Ärger geben. Eigentlich wollte ich den Vorfall einfach nur noch vergessen und Ian wollte mir ja auch noch zeigen, wie ich mich verteidigen konnte. Also würde ich in Zukunft auch nicht mehr Gefahr laufen, dass Erik mich angreifen würde, um mir irgendetwas anzutun und wenn ich ihn anzeigen würde, dann wäre ich wieder die blöde. Die prüde Alte. Seine prüde Alte, welche sich anstellte und nur Aufmerksamkeit wollte. Eigentlich war mir egal, was er und seine Freunde von mir dachten, aber es würde einiges an Stress geben, wenn ich ihn anzeigen würde und darauf hatte ich keine Lust.
Er schien mein Zögern zu merken, denn er redete weiter. Trotzdem zögerte ich noch, denn das einzige, was ich wollte war meine Ruhe vor den Dorfbewohnern und das würde meine wohl gehütete Ruhe zerstören. Außerdem wird mir keiner Glauben. „Die Sache mit Erik...die wird mir keiner Glauben...Sie würden es einfach so aussehen lassen, dass ich unter dem Weg sein meiner Eltern mir etwas zurecht lüge, weil ich mehr Aufmerksamkeit möchte. Und bevor du anbietest, dass du ja auch sagen könntest. Dir würden sie erst Recht nicht glauben. Die Leute sind hier schrecklich oberflächlich und allein schon, dass du hier neu her gekommen bist und mich die letzten Tage bei dir behalten hast...aus diesem Grund werden sie dir Misstrauen...“ Frustriert fuhr ich mich übers Gesicht und bedankte mich kurz für die Suppe. Vorsichtig begann ich zu Essen und begann dann erst richtig zu Essen, denn es tat verdammt gut endlich wieder etwas richtig Essen zu können

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72 Re: Mörderische Bekanntschaft am Mo Okt 27, 2014 8:13 pm

Lioness

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Waren meine Worte so hart herausgekommen, dass sich Siana so erschreckt hatte? Mir war es nicht so vorgekommen, doch war dass das einzige wodurch ich ihr Verhalten mir erklären konnte. Also musste ich sie verschreckt haben. Das hatte ich nicht gewollt und ging mit meinen nächsten Handlungen und Worten sehr sorgfältig gewählt und feinfühlig um. Unverwandt sah ich ihr in die Augen, um ihr die Ernsthaftigkeit ihrer Lage begreiflich zu machen. "Was sollte es dich scheren was die anderen davon halten? Ob sie glauben du bräuchstest Aufmerksamkeit, oder dass sie mich als Lügner abstempeln würden, weil ich der Neue im Dorf bin. Wen kümmert das schon? Es geht hier doch nicht um die anderen. Es geht hier um dich und diesen -" ich suchte nach einem Wort der passen würde, doch fand keines in meinem Vokabular dass auch nur Ansatzweise ihm gerächt werden würde. Deshalb beließ ich es um weiter fortzufahren. "Wenn ihm nicht Einhalt geboten wird, bist du mit Sicherheit nicht das letzte Mädchen, das er überfallt - und die werden nichht so viel Glück haben wie du." Ich stand auf und räumte meinen Teller ab. Um ehrlich zu sein hatte ich bewusst versucht das Wort 'Vergewaltigung' nicht auszusprechen und zu umschreiben, da ich sie jetzt nicht auch noch mit solch einem extremen Wort schockieren wollte.
Als ich mich wieder an den Tisch setzte konnte ich nur hoffen, dass sie endlich verstand worum es ging, denn wenn man wie ich aus der Großstadt kam, war es einem ein leichtes zu wissen dass dieser Erik ein Wiederholungstäter ist. Aber mit absoluter Sicherheit! "Glaubst du wirklich du wärst die letzte die er soetwas antun will?" Fragte ich und konnte den Sarkasmus in meiner Stimme nicht unterbinden. Es war einfach zu blauäugig das zu denken, selbst für ein Kleinstadtmädchen wie sie. Ich lehnte mich auf den Tisch um mich etwas in sianas Richtung zu beugen. "Glaub mir, ich habe soetwas schon viel zu oft gesehen. Ich will nicht dass so ein Verhalten ungestraft bleibt. Mörder bekommen doch auch ihre Strafe." Und der erste Teil den ich sagte stimmte sogar. "Ich fühle mich nicht wohl dabei zu wissen dass so jemand wie er hier herumlungert - und wer weiß wer sein nächstes Opfer werden könnte?" Meine Gedanken schweiften zu dem Skaterjungen und zu den kleinen Mädchen die ich auf der Straße hatte spielen sehen. Grässliche Bilder schossen durch meinen Kopf und ich versuchte sie zu verdrängen. Dann schlug ich mit der Faust auf den Tisch. "Siana. Wenn du es nicht tust, dann mach ich es." Es war die Mischung aus dem Wissen was mit ihr geschehen wäre wenn ich zu diesem Zeitpunkt nicht da gewesen wäre und was dieser Erik wohl möglich noch in Zukunft tun könnte.

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73 Re: Mörderische Bekanntschaft am Do Okt 30, 2014 10:12 am

Kuraiko

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Siana

Ich lehnte mich zurück, als ich endlich die Suppe aufgegessen hatte, welche am Rande bemerkt wirklich gut geschmeckt hatte. Doch darauf konnte ich mich nicht weiter konzentrieren, denn Ian begann mir eine ewig lange Predigt zu halten, wieso wir zur Polizei mussten und er hatte ja auch recht. Das wusste ich, aber ich sah einfach keinen Sinn darin dahin zu gehen und zu wissen, dass sie eh nichts gegen Erik machten. Beinahe verzweifelt fuhr ich mir übers Gesicht und startete einen schwachen versuch mich zu erklären: „Ich weiß doch, aber...“ Ich unterbrach mich selber, da Ian noch nicht mit seiner Rede fertig war. Er schien auch ziemlich frustriert zu sein, aber in einer anderen Weise, als ich. Das bestätigte sich spätestens, als er mit Wucht auf den Tisch schlug. Vor Schreck zuckte ich zusammen und Ruby beobachtete uns aufmerksam. So etwas hatte ich Ian gar nicht zugetraut. Er war sonst immer sehr beherrscht und freundlich rüber gekommen. Das bewies mal wieder, wie wenig ich eigentlich über ihn wusste. Eigentlich wusste ich nichts über ihn außer seinen Namen...Wenn ich es nicht besser gewusst hätte, dann wäre ich davon ausgegangen, dass er irgendwo schon Erfahrungen mit Typen, wie Erik gesammelt hatte. Ziemlich schlechte Erfahrungen. Nicht nur die, die man hatte, wenn man Nachrichten schaute und dort von einem Vergewaltiger gesprochen wurde. Nein, als hätte er persönlich mit so einem Bekanntschaft gemacht. Augenblick stellten sich meine feinen Armhärchen auf und ich schlang meine Arme um meinen Körper, damit die Gänsehaut schnell wieder verschwand, denn daran wollte ich erst gar nicht denken. Zwar glaubte ich nicht das Ian ein bösartiger Mensch war, allerdings der Gedanke daran, dass er in irgendeiner Weise mit einem Vergewaltiger in Berührung gekommen war, der macht mir schon irgendwie sorgen.
Ich atmete kurz tief und und schloss die Augen, um wieder runterzukommen. Dann sah ich Ian ruhig an, aber auch etwas gequält. In meinem Kopf musste ich erst einmal all die Informationen verarbeiten und einsortieren. Dann erst, eine Minute später, in der ich Ian still angeschaut hatte, begann ich zu sprechen: „Was es mich scheren sollte? Ja, eigentlich gebe ich nicht viel auf die Meinung der meisten Stadtbewohner hier, da hast du schon recht und wahrscheinlich lebe ich auch nur noch diesen Sommer hier. Doch leider braucht man das Vertrauen der Bewohner, damit sie einem Glauben. Es bringt also nichts, wenn ich zum Sheriff renne und ihm alles erzähle und mir letztendlich doch nichts glaubt. Erik ist es einfach nicht gewöhnt, dass ihm jemand widerspricht. Ja, er ist ein Arschloch, aber ich bin auch das einzige Mädchen in dieser Stadt, welches nicht auf ihn steht.“ Meine Miene verzog sich zu einem spöttischen Gesichtsausdruck. Ich war das einzige Mädchen, welches ihn nicht leiden konnte, nicht mehr und dabei war ausgerechnet ich diejenige, die mit ihm zusammen gewesen war, „Wenn wir etwas erreichen wollen, dann muss jemand Erik auf frischer Tat erwischen und eindeutige beweisen vorlegen. Solange wir das nicht haben, wird uns niemand glauben. Ohne Beweise kann man nichts machen. Ich weiß, dass man ihn irgendwie stoppen muss, aber dafür muss ich mir einen anderen Weg suchen...“ In meinem Kopf suchte ich schon nach einem passenden Plan, wie ich Erik stellen konnte. Das würde wohl nicht so leicht werden. Aber Erik war nicht der hellste. Wirklich nicht. Er gehörte zu diesen super sportlichen Highschool Absolventen, die aber nichts in der Birne hatten außer Titten und deren Körper von Testosteron schon fast platzte. Also an sich war so gut, wie jeder Erik in dieser Stadt geistig überlegen. Wäre da nur nicht, dass er nach außen hin, wie der Lieblingsschwiegersohn aussah und sich so auch gab. Der Wolf im Schafspelz. Das alles war wirklich frustrierend. „Ich werde Erik schon irgendwie stoppen. In der Zwischenzeit kannst du ja zum Sheriff laufen und petzen.“ Herausfordernd sah ich ihn an, um ihn ein klein wenig zu provozieren, damit er doch nicht zum Sheriff ging, sondern mir im Gegenzug half Erik zu stellen und bei meinem Plan zu helfen

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