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Lioness und Kuraiko

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451 Re: Lioness und Kuraiko am Sa Sep 20, 2014 9:13 pm

Kuraiko

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Misaki

Es dauerte nicht lange, da drehte sich Sola zu mir um und saß nun von mir, aber das war mir egal. Hauptsache sie war bei mir. Ganz zärtlich legte sie ihre Lippen auf meine und es fühlte sich wundervoll an. Jedes mal, wenn ich Solas weichen Lippe auf meinen spürte, fühlte ich mich als wäre ich ganz woanders. An einem Ort, wo es nur Sola und mich gab, auf einer kleinen Lichtung, nur Sola und ich, niemand anderes, keine Vergangenheit, welche uns beide zwischendurch so sehr plagte und eine Zukunft in welcher es nur uns gab, die Ewigkeit und zu einer Zeit, die es niemals gebe wird, doch das störte mich nicht, denn ich hatte genug Zeit hier mit Sola in der realen Welt und nie würde ich sie einfach so aufgeben. An all das schlechte und an all die Probleme, welche und noch bevorstünden vermochte ich jetzt nicht dran zu denken, denn das alles war später und jetzt war jetzt und jetzt küsste Sola mich, nichts anderes zählte.
Vorsichtig zog ich mich auf Solas Schoß und schlang zaghaft meine Arme um ihren Nacken. Dann zog ich mich näher an ihren Körper. Dabei spürte ich ihre warme Haut auf meiner und ihre Brust, welche sanft meine Haut berührte. Sie war so perfekt und jede Faser meines Körpers wollte, dass es ihr gut ging. Meiner Königin.
Ohne Widerstand ließ ich sie gewähren und umspielte sanft ihre Zunge mit meiner. Langsam gingen meine Hände auf Wanderschaft und selbst wenn ich jeden Zentimeter an diesen Körper schon kannte, so war es doch jedes Mal ein Abenteuer ihren Körper neu zu entdecken

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452 Re: Lioness und Kuraiko am Mi Nov 19, 2014 9:39 pm

Lioness

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Sola

Dass sich Misaki auf meinen Schloß zog war wunderbar. Dass sie auf meinen Kuss einging und meine Zunge mit der ihren empfing war großartig. Doch dass ihre Hände meinen Körper entlang testeten war so ein intensives Gefühl dass ich kein Wort fand mit dem ich diese Empfindung hätte ausdrücken können und ließ eine wohlige Gänsehaut mit einem dazugehörigen angenehmen Kribbeln überall dort auftauchen, wo sie mich berührte. Die Augen geschlossen achtete ich nur noch auf das was ich spürte und das war Misaki. Ihre Bemühungen, ihre Küsse. Mein Verlangen sie bei mir zu haben und überdies sie bei mir zu spüren wuchs immer mehr. Ich wollte sie einfach nur bei mir in Sicherheit und glücklich wissen. Mit immer mehr Intensität ließ ich meine Zunge mit ded ihren tanzen, langsam und innig. Sodass mir, obwohl wir uns so gut wie gar nicht bewegten, heiß wurde.
Die Arme um ihre Taille geschlungen ging ich völlig in unseren feurigen Kuss auf und gab mich voller Leidenschaft meiner kleinen Göttin hin. Ich spürte wie mein Herz immer stärker schlug und ich dadurch schnaufen musste um genügend Sauerstoff zu bekommen. Ich wolle nie wieder aufhören Misaki zu küssen, nie ihren Körper weg von meinem entfernt haben - so sehr drängte es mich sie zu lieben. Deshalb unterbrach und unseren leidenschaftlichen Kuss auch nicht um meine Worte zu sagen sondern hauchte sie in ihn hinein. "Es... tut mir ... leid, Misaki... was geschehen ist... es tut mir leid." Ich hätte besser Acht geben sollen auf sie, sie besser beschützen sollen und einfach nur stärker sein. Dann hätte ich es mit Sicherheit geschafft sie zu beschützen, rechtzeitig bei ihr zu sein und sie vor all den schrecklichen Ereignissen bewahren. Immer schmerzerfüllter wurden meine Küsse, bis Misaki  dann Misaki eng an mich zog und sie hielt. Mein Gesicht verbarg ich vor ihr indem ich mein Kinn auf ihre Schulter legte. "Es tut mir leid." Flüsterte ich ein weiteres mal aus tiefster Seele.

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453 Re: Lioness und Kuraiko am Mi Nov 26, 2014 5:38 pm

Kuraiko

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Misaki

Meine Lippen kribbelten angenehm, während Sola und ich uns immer mehr ineinander verloren. Ich konnte gar nicht aufhören sie zu küssen und sie zu berühren, denn mein Körper brauchte sie und mein Geist auch. Mein Körper verlangte nach ihren Berührungen, als ob sie meine ganz eigene persönliche Droge wäre, welche mich immer fliegen ließ und mein Geist brauchte ihre ruhige, aber auch dominante, starke Art, um die letzten Ereignisse verdauen zu können, aber vor allem auch meine schmerzliche Vergangenheit, wie Talon mein ganzes Rudel ausgerottet hat und meine ganze Familie. Sola war jetzt das letzte bisschen, was ich an Familie besaß, aber das war gut so, denn Sola war die einzige, welche ich brauchte. Sie und niemand anderen.
Plötzlich löste sie den Kuss, nachdem sie sich schon öfters bei mir entschuldigt hatte. Sie schmiegte ihre Schulter an meinen Hals und entschuldigte sich noch einmal. Kurz verzog ich das Gesicht, denn ich mochte es nicht, wenn Sola sich entschuldigte, schon gar nicht mehr, gerade nicht wenn sie überhaupt nichts schlimmes getan hatte, denn das verriet mir, dass sie sich Vorwürfe machte und das musste sie nicht tun, den sie selber hatte sich nichts vorzuwerfen. Also kuschelte ich mich an sie und verschränkte zärtlich unsere Hände ineinander. Dann hauchte ich, während mein Daumen über ihren Handrücken strich. "Du brauchst dich für nichts zu entschuldigen...Du hast alles richtig gemacht. Du hast mich beschützt und was noch viel wichtiger ist....du hast dich beschützt. Bitte, Sola, mache dir keine Vorwürfe. Ich mag es nicht, wenn du so geknickt bist, du bist doch meine starke Königin," mein Gesicht wurde rot bei den Worten und ich sah Sola schüchtern an, aber trotzdem mit einem warmen Lächeln

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454 Re: Lioness und Kuraiko am So Nov 30, 2014 2:08 pm

Lioness

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Sola

Misakis warme Worte, der Trost den sie mir spendete, taten einerseits ungemein gut und es war schön zu wissen, dass sie mich unterstützte, jedoch andererseits sprach sie genau das an weswegen ich mir Vorwürfe gemacht hatte. Ich hatte sie nicht beschützen können. Hatte nicht die notwendige Kraft dazu aufbringen können, aus dem einfachen Grund, dass ich zu schwach war. Was war ich denn für eine Anführerin, wenn ich noch nicht einmal diejenigen beschützen konnte, die mir vertrauten? In diesem Moment beschloss ich stark zu werden. Ich musste es einfach werden, wenn ich meine Liebe sicher wissen wollte, denn das schrecklichste was ich mir vorstellen konnte war, dass Misaki etwas zustoßen würde. Daran würde ich zerbrechen. Stumm horte ich mir an was sie sagte, ließ ihre Berührungen zu und legte meine Finger sachte auf ihren Handrücken, als sie unsere Hände ineinander verschenkte.
Ohne ihr verbal zu Antworten, nickte ich bloß und schenkte ihr einen sanften Kuss auf die Stirn. Ich zeigte ein Lächeln, dankbar dass sie mich trösten wollte, doch mein Entschluss stand fest. Ich würde hart an mir arbeiten müssen, um eine würdige Nachfolgerin meiner Eltern zu werden. Da fröstelte es mich allmählich und meinen Körper überzog eine Gänsehaut, die ich erstmal nicht so schnell loswerden würde. "Bekomme ich einen Kuss von meiner Göttin damit mir wieder warm wird?" Schmunzelte ich Misaki mit seitlich geneigten Kopf entgegen. Es kostete mich zwar einiges an Kraft den gNzen Frust und die Trauer nicht Preis zu geben, doch wollte ich aie nicht auch noch mit hinunter ziehen. Langsam legte ich meine Stirn gegen ihr und schloss die Augen. "Du bist das einzige was mir wichtig ist, Misaki." Hauchte ich so leise dass ich es schon beiner sebst nicht verstanden hätte.

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455 Re: Lioness und Kuraiko am Sa Dez 13, 2014 7:05 pm

Kuraiko

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Misaki

Ich wurde rot, als Sola mich Göttin nannte, denn meiner Meinung nach war ich noch lange davon entfernt Göttin genannt zu werden und ich sah mich auch in Zukunft nicht als Göttin. Weder von meinem Aussehen her noch von meinen Fähigkeiten her. Deshalb nuschelte ich: "D-du übertreibst doch, aber D-Danke." Meine Höflichkeit verlor ich wohl nie und für Komplimente bedankte man sich , auch wenn sie nicht so ganz stimmten. Naja, das wiederum stimmte nicht so ganz, denn Sola schien das ganze wirklich ernst zu nehmen und für sie schien es zu stimmen, dass ich eine kleine Göttin war, aber wenn dann auch nur ihre kleine Göttin. Allein ihre. Das gefiel mir am besten daran, dass ich ihre Göttin war, denn ich wollte nichts anderes sein, außer ihres. Dann holte ich mich wieder aus meinen Gedankengängen heraus, schließlich wollte Sola einen Kuss und den sollte sie bekommen. Also legte ich meine Lippen sanft auf ihre und schlang meine Arme um ihren Nacken, während ich meinen Körper wieder gegen ihren drängt, um sie noch mehr wärmen zu können. Es war wunderschön ihre Lippen auf meine zu spüren und ich wollte gar nicht mehr aufhören sie zu küssen-. Aber sie unterbrach kurz den Kuss und murmelte etwas, was ich aber nicht wirklich verstand, da Solas Ohren ja noch einmal um einiges besser waren als meine und sie es ja schon kaum mehr hörte. Aber ich musste gar nicht wissen, dass ich ihr wichtig war, denn sie gab mir schon so das Gefühl, dass sie mich liebte und ich liebte sie. Das würde sich nicht ändern. "Lass uns schlafen gehen, der Tag war anstrengend und du musst wieder früh aufstehen. Na, komm." Langsam erhob ich mich, denn das Wasser wurde auch wieder kühler und Sola sollte wirklich schlafen gehen. Dann stieg ich aus der Badewanne und schnappte mir ein Handtuch, welches ich um meinen Körper wickelte. Als auch Sola neben mir stand schnappte ich mir erst ein Handtuch und begann sie vorsichtig abzutrocknen. Ein Handtuch schlang ich um ihre Haare ehe ich mich ihrem Körper widmete. Sanft aber bestimmend trocknete ich sie. Schon seitdem sie hier angekommen war, wusste ich dass irgendetwas nicht mit ihr stimmte und genau deshalb wollte ich jetzt ganz besonders für sie da sein. Nachdem sie trocken war, zog ich ihr den Bademantel an ehe ich mich ihren Haaren widmete. Diese rubbelte ich Handtuchtrocken. Dann platzierte ich Sola auf dem Hocker und begann ihre Haare vorsichtig zu kämmen und schnell zu flechten, aber nur ganz locker, damit sie morgen keine Knoten hatte, wenn sie aufwachte. "So fertig," lächelte ich, als ich mit ihrem Zopf fertig war. Dann nahm ich ihre Hand und zog sie mit ins Schlafzimmer, wo ich ihr noch einen Kuss gab ehe ich das Handtuch fallen ließ und mir ein Höschen anzog. Dazu noch ein Shirt von Sola und ich war fertig angezogen. Ich tapste wieder auf Sola zu und zog ihr nun ein Shirt an und eine Boxer an. Als auch das erledigt war, platzierte ich sie im Bett und kuschelte mich an sie. Zum Schluss fehlte nur noch die warme Decke, welche ich über uns zog. "Und nun schlaf ein wenig, morgen ist auch noch ein Tag," hauchte ich und gab ihr noch einen Kuss auf die Lippen

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456 Re: Lioness und Kuraiko am Di Dez 16, 2014 8:09 pm

Lioness

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Sola

Die Wärme die Misaki mir durch ihren Kuss und ihre Umarmung spendete, sog ich in mich auf und es führte dazu, dass sich meine von der Kälte hervorgerufene Gänsehaut legte.
Ich ließ mich von meiner kleinen Dunkelhaarigen aus der Badewanne führen, ließ es auch zu dass sie mich abtrocknete, obwohl es mir schon etwas gegen den Strich ging. Sicher zeigte sie damit, dass sie besorgt um mich war und auch dass sie in der Lage war sich um mich zu kümmern, jedoch war ich körperlich immer noch fit und nicht eingeschenkt. "Ich kann mich auch selbst abtrocknen." Meinte ich und der Trotz war zwar zu hören, allerdings obliegte die Dankbarkeit in meinen Worten was mich selbst fast schon überraschte. Zumal hatte Misaki recht, morgen würde wieder der normale harte Alltag einziehen, da mussten wir ausgeruht sein. Unbeirrt zog sie mir auch noch einen Mantel an - was ich zugegebenermaßen nicht erwartet hätte - und platzierte mich auf einen Hocker. Mit liebevoller fast schon mütterlicher Fürsorge rubbelte Misaki mir die Haare trocken. Es kann daran gelegen haben, dass sie durch ihre Art in mir Erinnerungen weckte und  als sie mir die Haare zu kemmen und flechten begann, hatte ich das Bild meiner Mutter vor mir, wie sie mir als ich noch ein kleines Kind gewesen war immer die Haare zurecht gemacht hatte - und ich erinnerte mich daran wie sehr ich es gehasst hatte. Unbewusst musste ich lächeln bei diesem Gedanken. "Danke." Erwiderte ich ihr Lächeln als sie fertig wurde und begutachtete so gut es mie gelang ihr Kunstwerk.
Praktisch vom Hocker hoch gezogen, wurde ich in unser Schlafzimmer geführt wo Misaki sich abermals rührend um mich kümmerte. Zuerst machte sie sich schnell bettfertig ehe sie sich mich vornahm und mir ein Shirt und Boxer-Shorts anzog. Als ich dann von ihr auf die Matratze buxiert wurde und sie sich an mich kuschelte, die Becke über uns gezogen, schloss ich meine Arme zuerst zögerlich, dann sie festhaltend, um sie. "Du musst das nicht tun." Flüsterte ich ihr zu, als sie mir den klaren Befehl gab und mich küsste. Ich inalierte ihren weichen Geruch der in mir immer eine Welle von Glücksgefühlen auslöste. Zugegeben, mich so zurecht zu machen hätte ich heute ausnahmsweise nur mit Mühe geschafft, auch wenn ich es mir nur schwer eingestand, aber genau deshalb war ich heil froh, dass sie sich so sehr um mich gekümmert hatte. Als hätte sie gespürt, dass ich unpässlich, zu nichts mehr fähig war. Ein leichtes lächeln zog sich auf meine Lippen. "Zu Befehl." Hätte ich auch salutiert, wenn ich nicht viel lieber Misaki in den Armen gehalten hätte. Sie schaffte es mir immer wieder einen kleinen Lichtblick, Hoffnung zu geben. Ihren warmen weiblichen Körper an meinen spürend bekam ich wieder dieses Herzklopfen, wie damals als ich sie zum ersten mal ihre Augen öffnen sah. Meine Augen fielen allmählich zu und kurz darauf war ich dem Schlaf verfallen.
Mit den ersten Sonnenstrahlen wachte ich auf. Ich musste mich erst orientieren und sammeln, als ich glücklich feststellte, dass Misaki noch immer in meinen Armen lag und unbeschreiblich niedlich aussah, so wie sie schlief. Das engelsgleiche Geschöpf in meinen Armen betrachtend konnte ich nicht anders als zu lächeln und strich ihr eine Haarsträhne die ihr ins Gesicht gefallen war beiseite. Wenn ich Misaki so sah wollte ich gar nicht mehr aufstehen und einfach nur neben ihr liegen bleiben, doch half es ja alles nichts und die restlichen Felder mussten bestellt werden, die Patrouillen eingeteilt und da in zwei Tagen Vollmond war, mussten alle Vorbereitungen für das Fest getroffen werden. Da würde viel Arbeit auf Misaki zukommen wenn die morgen Juro in der Küche half. Kurz gab ich ihr einen Kuss auf die Stirn ehe ich vorsichtig aufstand und mich anzog. Misakis Bestand am gesamten gestiegen Tag hatte wahre Wunder bewirkt und ich fühlte mich nun gestärkt genug um Bäume ausreisen zu können, auch wenn ich noch zwischenzeitlich mit den Blessuren von gestern zu tun hatte. Als ich soweit fertig war und bemerkte dass Misaki immer noch schlief, beschloss ich sie zu überraschen und selbst heute mal das Frühstück zu machen. Sozusagen als Arrangements für gestern. Schnell deckte ich also den Küchentisch mit Brot, Messern, Brettchen und Aufstrich. Sogar Tee kochte ich und das obwohl ich immer geglaubt hatte noch nicht einmal Blätter koxhne zu können. Als soweit alles zum Verzehr bereit war - eher schlecht als recht aber ich war zufrieden - ging ich hinauf ins Schlafzimmer und legte mich neben Misaki um ihr über die Wange zu streichen und sie wach zu küssen. "Wie hast du geschlafen?" Erkundigte ich mich erst ehe ich es kaum mehr aushielt und sie an die Hand mit hinunter in die Küche führte. "Ich hab Frühstück gemacht." Verkündete ich stolz und sah nur nebensächlich dass es eher hilfsbedürftig als professionell aussah.

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457 Re: Lioness und Kuraiko am Do Dez 25, 2014 3:21 pm

Kuraiko

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Misaki

Sola meinte zwar, dass ich das nicht tun müsste und das wusste ich auch, denn in Solas Gegenwart musste ich wirklich nichts tun und genau das war der Grund, wieso ich es tat. Ich tat es, weil ich es gerne machte und nicht weil ich es machen musste. Es war auch für meine Seele gut, denn so wusste ich, dass ich auch mal etwas für Sola tun konnte. Sie gab mir jeden Tag so viel und ich kam mir so vor, als ob ich ihr gar nichts gab. Deshalb mochte ich es schon jetzt sehr gerne, wenn ich ihr mal etwas gutes tun konnte, wobei es für mich aber auch selbstverständlich war, dass ich so etwas für Sola tat. Sie gab mir ein Zuhause, also war es auch meine Aufgabe dafür zu sorgen, dass ihr und nun auch mein Zuhause sauber und gepflegt war. Außerdem hatte es Sola nicht leicht als Clanoberhaupt, das wusste ich, und deshalb kochte ich so gerne für sie, denn einer musste sich um sie kümmern, wenn sie sich schon um den ganzen Clan kümmerte, welcher aus so vielen Mitgliedern bestand. Sie gab mir eine Familie und ich wollte die Familie für sie sein. Vielleicht verband es uns auch sehr, dass wir beide keine richtige Familie mehr hatten. Ihre Eltern waren Tod und meine nun auch, auch wenn meine noch nicht so lange Tod waren und meine Familie mich nie richtig geliebt hatte, bis auf meinen Bruder...aber nein, an ihn konnte ich jetzt nicht denken. Der Schmerz an sein verschwinden war zu groß und alle glaubten, dass er Tod sei. Irgendwann musste ich wohl einsehen, dass ich ihn nie wieder sah.
An diesen Morgen wurde Sola, wie immer, vor mir wach. Als Sola sich wieder neben mich legte, kuschelte ich mich ganz automatisch an ihren warmen Körper und war noch am schlafen, als sie über meine Wange strich. Nur langsam wurde ich wach, als ihre Stimme an meine Ohren drang und ich verzog leicht die Nase, als ich meine Augen noch sehr verschlafen öffnete. Wie spät war es denn schon, wenn Sola ganz angezogen war? Ich wusste es nicht, aber so spät konnte es noch nicht sein, wenn Sola noch da war und mich weckte. Dann spürte ich ihre Lippen auf meinen und so gut es in meinem benommenen Zustand ging erwiderte ich ihren Kuss. Doch dadurch wurde ich sehr gut wach. Was mir sofort auffiel, war ihre aufgeregte Stimmung und ich freute mich, wie sehr sie sich freute. Ohne darauf zu warten, dass ich ganz wach war oder angezogen, nahm sie meine Hand und zog mich mit nach unten, wo ich das Frühstück sah. Ein breites Lächeln erschien auf meinem Gesicht und es war mir ganz egal, dass das hier kein so riesiges Frühstück war, denn für mich allein zählte die Geste und dazu gehörte auch, dass noch nie jemand für mich Frühstück gemacht hatte. Sogar an meinen Tee hatte Sola gedacht und das rechnete ich ihr hoch an. Lächelnd drehte ich mich zu ihr um und stellte mich auf Zehenspitzen, als ich ihr einen sanften Kuss auf die Lippen hauchte. „Danke, das Frühstück ist einfach wundervoll,“ flüsterte ich und bekam ganz rote Wangen, wie immer, wenn ich sie küsste. Lächelnd kuschelte ich mich noch einmal an sie ehe ich mich an den gut gedeckten Tisch setzte. In diesem Moment konnte ich gar nicht in Worte fassen, wie glücklich ich war, dass ich Sola hatte und dass sie auch noch so wundervolle Sachen für mich tat. Das hier war wirklich wunderschön. Ja, ich liebte Sola von ganzem Herzen

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458 Re: Lioness und Kuraiko am Sa Jan 17, 2015 5:13 pm

Lioness

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Sola

Ich gab zu, ich war aufgeregt als ich Misaki die Treppe in die Küche hinunter führte und ihr meine stämmige Kreation mit ordentlich viel unbeholfenem Flair darbot. Der Stolz den ich verspürte wurde schon bald von Zweifeln abgelöst, ob es ihr denn überhaupt gerecht wurde, was ich da zwar mit viel Mühe aber doch eher provisorisch gezaubert hatte. Nervös knibbelte ich an der Hornhaut die sich an meinem Handballen gebildet hatte, als meine Schönheit sich umsah und ein breites Lächeln sich auf ihrem elfengleichem Gesicht ausbreitete. Ein riesiger Stein fiel mir vor das Herz, als sie sich freudestrahlend zu mir drehte. Dem ganzen wurde durch ihren lieblichen Kuss einen drauf gesetzt, was mich erst etwas überrumpelte, doch nicht im negativen Sinne. Es war schön ihr eine Freude machen zu können, das war alles was ich wollte. Eine glückliche Misaki. Hätte ich sonst irgendetwas, ich würde es ihr sofort geben wenn es sie glücklich machte, egal ob Schmuck, Felle, Kleidung, Jagdtrophäen oder meine Liebe. Und vom letzteren konnte sie sich sicher sein dass sie es in endlosen Mengen bekam, solange ich lebte.
Kichernd schwang ich meine Arme und die Dunkelhaarige, als sie sich an mich angekuschelt hatte und küsste ihre erröteten Wangen. "Für dich würde ich sogar jeden Morgen Frühstück machen." Grinste ich zu ihr hinunter und folgte ihr an den Tisch als sie sich setzte. Die Freude war ihr gut anzusehen und das erfüllte mich mit Stolz. Ich konnte also doch so etwas... wenn auch nicht perfekt aber immerhin! Die Überraschung war mir gelungen und ich reichte Misaki den Brotkorb. "In zwei Tagen ist Vollmond, fand bei deinem Clan da auch immer die große Jagt statt? Bei uns gehen zu jedem Vollmond alle Krieger zusammen auf die Jagt, erlegen Beute und bringen sie zum Clan, es ist zum Gedenken unserer Vorfahren die damals als . Dann wird es zubereitet und wir essen es gemeinsam." Erkundigte ich mich neugierig und tat den ersten Bissen in die Brotscheibe. Das Essen soweit ganz gut zerkaut fuhr ich fort. "Kuro wird viel Arbeit für dich haben. Für das Fest werden wir viel Brot und Bier brauchen, wenn die Jäger zurückkehren." Abermals biss ich in das Brot, da fiel mir plötzlich etwas ein. Etwas was ich vollkommen vergessen hatte. Erschrocken riss ich die Augen auf und lieb erstarrt. Langsam sah ich zu Misaki und schluckte um vernünftig sprechen zu können. "Willst du - ehm naja - willst du mit auf die Jagt?" Fragte ich sie zögerlich, da ich nicht so recht wusste wie sie reagieren würde, obwohl ich mir vorstellen konnte dass meine kleine Blume nicht für die Jagt gemacht war. Aber ich wollte sie trotzdem fragen, immerhin hatte sie das Recht dazu und wenn sie es wollen würde, warum nicht? Und wenn nicht war es auch nicht tragisch. Immerhin kam es auf das Fest an, dass wir am Ende beieinander saßen, als ein Clan und der Ahnen gedenken.  

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459 Re: Lioness und Kuraiko am So Feb 01, 2015 2:43 pm

Kuraiko

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Misaki

Sola schlang ihre Arme um mich herum und ich schmiegte mich an ihren warmen und starken Körper. Es war so schön mit ihr und ich wollte das nicht mehr aufgeben. Nie mehr wieder. Hoffentlich richtete sich das alles noch mit ihrem Clan und früher oder später konnte ich hier in Frieden und ohne gehasst zu werden leben. Das hoffte ich jedenfalls, aber mit Sola an meiner Seite schaffte ich das alles irgendwie, da war ich mir ganz Sicher. Obwohl ich hier noch nicht so lange war, so hatten wir schon einiges durchgemacht und Sola hatte mir immer und immer wieder bewiesen, dass sie für mich da war, ganz egal, was der Rat oder der ganze restliche Clan von mir wollte. Außerdem gab es hier ja auch ein paar Menschen, welche mich mochten.
Ich nahm mir eine Brotscheibe und beschmierte diese mit Pfirsich Marmelade. Ich liebte diese Marmelade einfach und ihre Farbe erinnerte mich etwas an die Augenfarbe von Sola. Leicht lächelte ich bei dem Gedanken, aber wurde kurz darauf abgelenkt, denn Sola erzählte mir von einem Fest ihres Clans und ich schüttelte leicht den Kopf. „Nein, aber wir hatten das selbe Fest. Dieses fand aber immer nur zur Sommersonnenwende statt. Also da wurde dann immer gejagt, denn wir haben mehrere Nutztiere gehalten, um uns so zu ernähren. Allerdings spielte bei uns der Vollmond trotzdem eine große Rolle.“ De Hauptfamilie bestand ja eigentlich nur aus Wer-Wölfen und deshalb besaß der Mond so eine große Bedeutung. So fuhr ich lächelnd fort: „So haben wir trotzdem zu jedem Vollmond ein großes Fest gefeiert.“ Eigentlich waren das meistens sehr schöne Erinnerungen. Doch diese wurden nun getrübt indem ich davon in der Vergangenheitsform erzählen musste. Es würde nie wieder ein Fest mit meinem Clan geben, denn mein ganzer Clan wurde ausgerottet und das war das Ende eines jenen meiner Rituale. Hier musste ich mich nun an neue Feste und Rituale gewöhnen. Aber diese Tatsache war für mich nur halb so schlimm, schließlich hatte ich Sola und diese gab sich ja alle Mühe mir alles über ihren Clan beizubringen. Sie bot mir sogar an, bei der große Jagd mitzumischen, aber ich schüttelte schnell den Kopf. Da ich ihr ja schon erklärt hatte, dass ich nicht einmal in meine zweite Form kam, beziehungsweise sie nicht lange aufrechterhalten konnte, war ich vollkommen ungeeignet für eine Jagd. Außerdem mochte ich das auch nicht so sehr. Ich war wohl jemand, der nicht für die Arbeit geschaffen war. Das war ich noch nie und ich habe es gehasst, wenn mein Vater mich dazu zwang. Wenigstens musste ich hier nicht mitmachen. Wahrscheinlich war das auch keine so gute Idee. Die meisten hatten mich hier noch nicht akzeptiert oder waren mir gegenüber skeptisch. Da wollte ich nicht noch Öl ins Feuer kippen und an so einem Ritual teilnehmen. Darf hörte es sich für mich aber sehr verlockend an, wenn ich Kuro helfen konnte, denn das machte mir sehr viel Spaß. Vor allem, weil Kuro so nett zu mir war. Ich erinnerte mich an gestern, als ich ohne Kräuter wiedergekommen war, weil Sola und ich von den drei Verbannten angegriffen wurden. Er war sehr verständnisvoll und hatte mich erst einmal nach Hause geschickt. Aus diesem Grund erklärte ich Sola lächelnd: „Ich denke es ist besser, wenn ich bei Kuro bleibe und ihm helfe.“ Dann erinnerte ich mich weiter an gestern und fragte Sola: „Wie geht es mittlerweile Dustan?“ Ich wurde ja gestern aus dem Heilzentrum vertrieben, als ich angeboten hatte mein Blut für ihn zu spenden, denn er war es auch, welcher mich damals gefunden hatte und mich nicht sofort tötete

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460 Re: Lioness und Kuraiko am Do Feb 19, 2015 10:20 pm

Lioness

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Sola

Misaki wählte eines der Brotscheiben aus und erklärte mir wie ihr damaliger Clan das Fest zu Ehren ihrer Vorfahren abgehalten hatte. Dabei fiel mir auf, dass die Idee mit dem Nutzvieh im Grunde gar nicht mal so schlecht war. Allerdings schlug ich es aus bei uns einzuführen. Wir waren seit eh und je als Jager-, Sammler- und Erntnervolk bekannt gewesen und so sollte es auch bleiben. Vielleicht war es auch ganz gut die Jagt in diesen Maßen bei zu behalten, um den animalischen Trieben der Raubtiere, die nun mal jeder von uns inne wohnen hatte, ausgleich zu verschaffen. Dustan und Selmon waren ein Paradebeispiel dafür, immer die letzte Zeit vor jedem Vollmond waren sie sich noch häufiger am Raufen als sonst und wenn die Jagt vorbei war, könnte man schon fast meinen sie seinen die besten Freunde. Meine Gedanken trübten sich, als mir bewusst wurde, dass ich an Dustan denken musste. Doch war er eben ein fester Bestandteil meines Lebens und ich wusste wirklich nicht was ich tun würde, wenn er nicht wieder gesund würde. Ich hatte schon einmal einen Bruder verloren und wollte es nicht wieder erleben. Es tat einfach zu sehr weh einen geliebten Menschen zu verlieren...
Misaki holte mich dann aus dem Gedankentief wieder zurück in das hier und jetzt, indem sie sich lieber dafür entschied Kuro bei der Vorbereitung für das Mahl zu helfen. Prompt wurden meine Vorstellungen zum bevorstehenden Fest katapultiert und ich spürte wie die Nervosität in mir hoch schlich.
Die Jagt war es, wovon ich mir schon als kleines Mädchen immer viel versprochen hatte. Die Jagt, von der ich schon so viele Schilderungen und unglaubliche Erzählungen zu hören bekommen hatte, die einen regelrecht vor staunen den Atem raubten. Die Jagt, vor der ich in den letzten Tagen hatte versucht zu flüchten und es trotzdem nicht geschafft hatte. Sie hatte mich nun bald eingeholt und dies wurde mir nun bewusst und unbewusst begann meine Lippen zu schützen und gedankenverloren auf der Innenseite meiner Wange zu kauen, fast schon Löcher hinein zu beißen vor Besorgnis.
Dann wurde mit den Worten der lieblichen Stimme meines Gegenübers meine Gedankenwelt wieder zurück zu dem geschundenen Dustan geschleudert, der seit seiner Patrouille vor einigen Tagen im Heilzentrum eingezogen war. Die Sorgen um meine eigene Persönlichkeit, was geschehen würde wenn ich mich bei dir Jagt nicht verwandeln könnte, wurde von der Besorgnis um Dustan abgelöst. Ich sah mit getrübten Blick zu Misaki. "Helia hat zwar klingen lassen, dass es ihm zunehmend besser geht, wir uns aber trotzdem dessen nicht all zu sicher sein sollten..." ich ließ meinen Blick von ihr ab gleiten auf das rustikal hölzerne Frühstücksbrett vor mir. Um Kraft zu schöpfen sog ich einmal tief die Luft in meine Lungen ein, um sie dann mit einem gedehnten Ausatmen wieder ins Freie zu entlassen. Ich blickte auf in die wunderschönen saphirblauen Augen meiner Misaki. "Ich werde ihn besuchen gehen." noch bevor ich auf stand zögerte ich kurz ehe ich dem hinzu fügte, "Sei bitte nicht böse, aber ich glaube es ist erst mal besser, wenn du dich vom Heilzentrum fern hälst, solange Dustan noch schwer verwundet ist. Ich will nicht dass irgendjemand auf dumme Gedanken kommt und noch glaubt du hättest etwas mit der Sache zu tun." War ich auf die Kleinere zu gegangen und hatte einen Arm um sie gelegt um sie an mich zu drücken, während ich ihr einen Kuss auf den Scheitel sandte. "Treffen wir uns zum Mittag hier?" Fragte ich meine Blume denn ich wollte erstens wieder mehr Zeit mit ihr verbringen und zweitens hatte ich ihr etwas zu sagen was ich ihr nicht vorenthalten wollte, nur gehörte es nicht an den Frühstückstisch. Dann machte ich mich auf zu Dustan.

Im Krankenflügel einbiegend in dem mein guter Freund stationiert war, kam mir Lingen entgegen. Wir grüßen uns und ich fragte ihn nach Dustans Wohlbefinden. Ein grinsen war von Lingen zu erkennen. Das reichte mir als Antwort, denn beschleunigte ich sofort daraif meine Schritte und kam erst im Türrahmen von Dustans Zimmer zum stehen. Er war wach und sah mich erschrocken an, vermutlich weil ich so herbei gestürmt kam. "Sola?" Seine verwunderte Stimme war noch rau und geschwächt, doch brach sie nicht mehr und wirkte im Vergleich zu vorher erholter. "Was ist los?" Fragte der Kalk bleiche fast-zwei-Meter-Riese aus seinem Krankenbett heraus. Erleichterung ließ mich stoßen ausatmen und ich konnte nicht anders als breig zu lächeln. Ohne weitere Worte ging ich nun deutlich beruhigter auf ihn zu bis ich mich an der Bettkante hinsetzte. "Alles in Ordnung." lächelte ich ihn glücklich an und seine angespannte Körperhaltung erschlaffte, er ließ seinen Kopf wieder zurück in das Kissen fallen. Ich betrachtete meinen langjährigen besten Freund. "Wie fühlst du dich?" "Blendend," grinste er schwach aber ironisch, "es ging mir nie besser." Ich sah ihn auf sein Kommentar hin vorwurfsvoll an, jedoch war ich zu erleichtert um mich darüber zu ärgern. "Sieht aus als wärst du übern Berg, huh?" Tätschelte ich ihm herzlich die Hand. Der Braunhaarige nickte zustimmend. "Sowas ähnliches hat Lingen auch gesagt und ich bin froh drüber." lächelte er und ich musste einfach es ihm gleich tun, denn hatte ich wirklich für eine Zeit lang angenommen ihn nie wieder seine Mine regen zu sehen. Doch dann verdunkelte sich sein Gesicht und er sah ernst zu mir. "Das was ich dir gesagt habe... über..." "Schon gut, du brauchst nicht weiter reden. Ich weiß, er ist wieder da. Und ich hatte Misaki gleich geglaubt als sie es mir erzählt hatte, aber du weißt wie die Ältesten sind: viel zu lange Diskussionen und kommen nie auf ein Ergebnis." ich legte eine kurze Pause ein ehe ich erneut leicht verärgert das Wort ergriff. "Hach, ich hätte sofort handeln sollen als ich von seiner Wiederkehr erfahren hatte! ... Es tut mir leid, dass gerade du es auf diese grausame Weise erfahren musstest..." "Es ist nicht deine Schuld." Auf diese Worte schwieg ich. "Sola." Sagte er mahnend, denn er wusste mit großer Wahrscheinlichkeit, dass ich mir trotz allem die Schuld für das vorgefallene gab. Dem war auch tatsächlich so. Doch es stimmte ja auch! Hätte ich es damals geschafft Talon zu töten, hätte ich tausende von Leben gerettet! Dann hätte ich uns allen das Leid erspart und wäre vermutlich sogar noch in der Lage mich ohne Probleme in meine zweite und vor allem in dritte Form zu verwandeln! Na gut, das letzte konnte ich nicht hundert prozentig bestimmen und es könnte auch an etwas anderem liegen, jedoch war es eine der logischsten Erklärungen dafür, warum ich nicht mehr im Stande war mich zu verwandeln. Zumindest warum es mir so große Schwierigkeiten bereitete. "Gib dir nicht die Schuld an allem. Du bürdest dir zu viel auf." Meinte Dustan mit ehrlicher brüderlicher Liebe. Ich zog meine Mundwinkel zwar als Reaktion darauf hoch, jedoch lächelte ich nicht. "Vielleicht hast du recht." Sah ich von ihm weg in den ansonsten leeren aber kleinen Raum. Dann stand ich auf. "Wie auch immer." Sagte ich und klopfte kameradschaftlich auf sein Schienbein unter der Decke. "Halt die Ohren steif!" Grinste ich fast schon schadenfroh, da ich wusste wie überfürsorglich Helia bei ihren schweren Fällen sein konnte und wie sehr es Dustan hasste betüddelt zu werden. "Jap." Klang es seufzend, fast schon hoffnungslos verloren, von ihm.
Als ich gerade den ersten Schritt in den Flur getan hatte, hörte ich erneut Dustans Stimme. "Sola?" Ich hielt inne und drehte mich um. "Ja?" "Er wollte dass ich dir etwas ausrichte, wenn ich überlebe." Bei diesen Worten versiegte mein Lächeln und mein Puls begann sich zu beschleunigen. Mit staubtrockener Kehle glaubte ich mein eigenes Herz lautstark in meinen Ohren wiederhallen zu hören, während ich gespannt wartete was nun folgen würde. "Er sagte,", setzte Dustan an, "er freue sich auf ein Wiedersehen mit dir und..." den Rest wollte mir Dustan anscheinend nicht zumuten, doch konnte er mir doch nicht einfach halbe Informationen liefern und das wars! Aufgewühlt und neugierig hagte ich mit dünner Stimme nach. "'Und'...?" Dustan sah mir fest in die Augen. "Und dieses mal würde er es beenden."
Ich wusste nicht mehr wie lange ich einfach nur ins leere gestarrt hatte, doch dann besann ich mich wieder und nickte Dustan zu. "Danke." Meinte ich ernst und aus tiefster Seele ehrlich.
Den Rest bis zum Mittag hin war ich damit beschäftigt mit Duncan und Lloyd, dem Vater von Jake und außerdem einer der ausgezeichnetesten und erfahrensten Jäger sowie treusten Krieger, das Fest durch zu planen. Als es Zeit würde etwas essbaren zu finden und wir uns auflösten, rief ich meinen Beta zu mir. Die gesamte Situation war sehr kühl, fast schon frostig. Er war immer noch loyal unf beratend mir gegenüber, doch fehlte mir das Persönliche, seine persönliche Art. Als er vor mir stand begann ich Reue zu spüren, wie in jenem Moment in dem er mich auf meinen Befehl hin im Thronsaal verlassen hatte. "Hör zu... es... es tat mir leid." Ich brachte es nicht übers Herz ihn an zu blicken. "Ich hätte nie so mit dir reden dürfen." "Nein, du hattest recht." Klang die dunkle Stimme. Ich sah schockiert zu ihm auf. "Hatte ich nicht!" Sagte ich verzweifelt. "Und das weißt du!" "Ich bin nicht in der Position um dich zu belehren. Ich bin bloß der Beta. Du bist es die Alpha ist, du bist die Anführerin des Clans. So wie deine Eltern vor dir und dessen Eltern." "Duncan, ich bin doch nur eine Person. Eine unglaublich dumme und arrogante dazu. Ich mache Fehler, so wie alle anderen. Ich bin nun mal nicht perfekt - und das weißt du!" ich bemühte mich um einen seichten Ton doch gelang es mir nicht immer meine Stimme gesenkt zu halten. Der Mann vor mir schien die gesagten Worte zu verarbeiten. Unschlüssig was er sagen sollte öffnete er einige male den Mund nur um ihn wider zu schließen. Dann als ich glaubtewürde wieder ein Leerlauf werden, begann er mit seiner Antwort. "Das weiß ich doch." seine zuvor steinernde Mine wurde von Gefühlen geprägt weich und leidend. "Ich hatte mir in dem Augenblick Sorgen gemacht, ich wusste nicht was ich sage." "Du brauchst dich dafür nicht zu entschuldigen. Du wusstest es sehr wohl und das ist gut. ... ich ... für mich seit ihr, du und Dustan, meine nächste Familie." Vorsichtshalber ließ ich Misaki bei diesem Part aus, da ich verhindern wollte dass sich Duncan aufregt, auch wenn ich sie mir aus meinem Leben gar nicht mehr weg denken konnte. "Ihr seit alles was mir von früher geblieben ist." Sagte ich und riss mich zusammen nicht zu weinen. Duncan sah gütig auf mich hinab, dann legte er eine Hand auf meine Schulter und lächelte. Er lächelte. Die Gefühle überwältigen mich und ich umarmte den riesiegen Mann der mich unter seine Fittiche genommen hatte seit meine Eltern ermordet worden waren.
Da grummelte mein Magen und Duncan begann tief zu glucksen. "Du solltest etwas essen gehen." Meinte er und der alte Duncan war nun wieder da. Ich nickte und verließ sein Haus.

Bei mir angekommen hoffte ich Misaki anzutreffen, da ich ihr viel zu berichten hatte. Ich wollte ihr die Dringlichkeit bewusst machen, dass wir ein weiteres mal mit den Ältesten sprechen mussten und es dieses mal zu einem Ergebnis führen musste. Vor allem nach dem was ich heute in Erfahrung gebracht hatte, vor allem nach Talons Nachricht.

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461 Re: Lioness und Kuraiko am Sa Feb 21, 2015 10:25 am

Kuraiko

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Misaki
„Okay, bis heute Mittag,“ hauchte ich einfach nur noch, als Sola ging und war mit meinen Gedanken alleine. Auch wenn ich nichts zeigte, so schmerzte es doch irgendwie, dass ich Dustan nicht besuchen konnte, schließlich war er hier so einer der einzigen, welcher mich mochte und mich respektierte. Außerdem war er die Wache gewesen, welche mich vor dem Tor gefunden hatte und mich nicht sofort töten wollte, sondern erst Sola hörte. Doch jetzt konnte ich nichts für ihn tun und das schmerzte irgendwie, denn ich würde ihn gerne besuchen, aber es war mir verwehrt. Noch kurz blieb ich sitzen ehe ich aufstand und begann den Tisch abzuräumen, damit alles Sauber war, wenn ich heute Mittag kochen wollte. Danach machte ich mich auf den Weg nach Kuro.
Ich war noch nicht oft alleine durch das Dorf gelaufen. Meistens war Sola bei mir oder wie gestern Jake. Alleine fühlte ich mich hier noch unwohler und wie sich gleich bestätigen sollte nicht umsonst. Ich traute mich nicht aufzusehen, weil ich Angst vor diesen feindseligen Blicken hatte. Hinter, vor und neben mir hörte ich die anderen tuscheln und das, was ich so gerade mitbekam, war nicht gerade sehr nett. In diesem Moment wurde mir klar, dass man mich hier wohl nie annahm. Ja, man akzeptierte mich, weil Sola es so wollte und niemand an ihr vorbeikam, aber man würde mich nie respektieren, weil mir quasi Feind auf der Stirn geschrieben war. Es dauerte Jahre, bis der letzte Rest des alten Geruchs von meinem Clan komplett verschwand. Wie sollte das hier nur enden? Duncan kam zwar mittlerweile mit mir klar und half Sola und mir auch irgendwie indem er uns den Rat gab, dass wir niemandem das zeigen sollten, was zwischen uns war und er schien auch Solas Ansicht zu respektieren, dass sie sich überhaupt mit mir gab. Kleine Tränen traten mir in die Augen, aber ich hielt sie krampfhaft zurück, denn ich wollte nicht vor den anderen Weinen.
Endlich kam ich bei Kuro an. Eigentlich war der Weg von Sola zu ihm nicht weit, weil Solas Haus in der Nähe des Dorfzentrums lag, aber durch die Qualen der Verachtung hatte sich dieser Weg ziemlich hingezogen. Aber jetzt war ich ja da. „Guten Morgen,“ begrüßte ich Kuro schüchtern und hielt den Blick gesenkt. Damit deutete ich wohl im Unterbewusstsein auch, dass ich hier die unterwürfigste war und das würde ich auch bleiben so lange man mich hier nicht respektierte. „Misaki...ist alles Okay?“ fragte mich der gut gebaute Koch besorgt und ich nickte nur ehe ich flüsterte: „Ja, was soll ich heute machen?“ Ich wollte ihn nicht mit meinen Problemen stören, schließlich hatten wir heute sehr viel zu tun. Doch anstatt mir Arbeit zu geben zog er mich an seine dicke Brust und drückte mich sanft. „Was haben sie dir angetan?“ fragte Kuro. Der Dicke schien genau zu wissen, was los war. Anscheinend kannte er seinen Clan zu gut. Nun begannen die Tränen doch zu fließen. „Ich möchte doch nur helfen und ein Zuhause,“ schluchzte ich irgendwann und Kuro strich mir beruhigend über die Haare. Er ließ mich einfach weinen, bis er mich irgendwann auf einen Stuhl setzte und mir einen Tee reichte. „Mach dir nichts draus, Misaki. Die meisten sind hier blinde Idioten und lassen sich von ihrer Angst leiten. Sie sind absolut Blind und erkennen nicht das wahre, während sie das richtige verurteilen. Mach dir keine Sorgen. Bald werden sie auch dich, als vollwertiges Mitglied mitansehen.“ Auch wenn ich nicht an Kuros Worte glaubte, so gaben sie mir doch neuen Mut und ich beruhigte mich langsam wieder. „Danke,“ hauchte ich und sah ihn aus großen Augen an. „nicht dafür und jetzt komm, wir müssen für ein riesige Fest kochen,“ grinste er mich an und auch auf meinem Gesicht erschien ein Grinsen. So stand ich auf und Kuro und ich begannen allerlei Sachen für das Fest vorzubereiten. Neben jede Menge Suppe und Salat machten wir auch schon die Sachen für das Fleisch fertig. „Na, komm. Ab mit dir in die Pause,“ grinste er und ich nickte, während ich mich von ihm verabschiedete.
Trotzdem fühlte ich mich unwohl in dem Moment, wo ich raus trat und er nicht mehr bei mir war. Deshalb beeilte ich mich wieder in Solas Haus zu kommen. Anscheinend war sie noch nicht da, also beschloss ich selbst noch eine Suppe zu machen. Diese war Reich an Nährstoffen und es füllte den Magen nicht so sehr. Kaum war die Suppe fertig, da hörte ich die Tür ins Schloss fallen. „Sola?“ fragte ich und fügte hinzu: „Ich bin hier in der Küche.“

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462 Re: Lioness und Kuraiko am Sa März 07, 2015 9:40 pm

Lioness

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Sola

Als ich die Tür hinter mir zu zog, kam mir der würzige Geruch von Kräutern und Brühe entgegen. Misaki rief sie sei in der Küche und so folgte ich der Quelle der lieblichen Stimme, um die Dunkelhaarige zu erblicken die gerade einen Topf auf den Tisch anstellte. Ich lächelte matt bei dem Anblick. Sie kam gerade erst von ihrer Arbeit und war schon gleich wieder dabei für mich zu kochen. Schritt für Schritt trat ich auf sie zu, die Dielen ächtenzten ab und an unter meinem Gewicht. "Misaki," begann ich und hatte mich ihr gegenüber gestellt. Ich suchte ihre Hand und nahm sie zwischen die meinen. "Ich brauche deine Hilfe. Wir müssen noch ein mal vor den Rat und ihnen von Talon berichten. Ich..." , ich sah von ihr, hinunter auf ihre Hand und seufzte, "ich habe eine beunruhigende Nachricht von ihm bekommen. Dustan sollte mir ausrichten, dass Talon es dieses mal beenden wird." Eine Pause einlegend schluckte ich, da mir selbst nun etwas schlecht wurde, als ich es lait ausgesprochen hatte. "Das bedeutet er wird nicht ruhen ehe er uns alle vernichtet hat... und alle anderen Clans. Bis er seine Terrorherrschaft in allen Gebieten ausgebreitet hat." Es war mir sehr schwer gefallen die Worte auszusprechen, schwerer als ich es gedacht hatte, doch nun als es gesagt war, fühlte ich mich nicht mehr so allein damit. Ich hatte nicht beabsichtigt Misaki mit meinen Worten Angst einzujagen. Aber ich hatte es ihr auch nicht vorenthalten wollen, denn hatte sie meiner Ansicht nach ebenso das Recht es zu erfahren wie alle anderen auch. "Deshalb brauche ich dich. Der Rat ist sturköpfig und statt sich zu einigen zanken sie sich bloß. Dabei sollte man gerade meinen im Alter wird man weise." Sprach ich den letzten Teil eher spöttisch, wurde dann wieder ernst und sah hinunter auf meine kleine Göttin. Meine Hand legte sich auf ihre Wange nieder. Ich konnte nur hoffen dass sie mich unterstützen würde, denn war sie die Schlüsselfigur zum Ganzen. "Ich brauche dich, weil du weißt wie grausam er ist. Du kannst sie vielleicht davon überzeugen dir Glauben zu schenken."

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463 Re: Lioness und Kuraiko am Mo März 09, 2015 2:31 pm

Kuraiko

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Misaki

Ich hörte Solas Stimme hinter mir und drehte mich sofort mit einem strahlenden Lächeln zu ihr um. Das weinen bei Kuno hatte mir wirklich gut getan und hier wollte ich ja stark sein. Stark für Sola, damit sie nicht noch mehr Probleme hatte, als es nötig war und ich wollte sie ja auch irgendwie unterstützen. Das ging einfach nicht, wenn ich immer weinte und weich war.
Doch das strahlende Lächeln verschwand wieder, als Sola mit der Sprache rausrückte. Meine Finger krallten sich um ihre Hand und ich sah sie schockiert an. Dabei ging es nicht einmal darum über Talon und das erlebte zu reden, sondern viel mehr um die Tatsache, dass die Hälfte des Rates mich nicht leiden konnte und mich am liebsten sofort abschlachten wollte. Ich hatte beinahe mehr Angst vor dem Rat, als vor Talon, denn der Rat war für mich gerade eine deutlich größere Gefahr. Was wenn sie immer noch der Meinung waren, dass ich hier die größte Bedrohung war und wenn Sola nicht mehr dagegenhalten konnte? Daran wollte ich am liebsten gar nicht mehr denken, aber mir blieb da auch nichts anderes übrig, weil ich Sola unterstützen wollte. Verunsichert sah ich zu meiner Königin und sah deutlich in ihren Augen, dass sie mich wirklich brauchte und ich wohl nicht drum herum kam ihr zu helfen und es auch keinen Ausweg gab. Automatisch machte ich einen Schritt auf sie zu und schlang meine Arme um ihre Taille ehe ich mich an sie drückte. „Ich habe Angst,“ flüsterte ich gegen ihr Schlüsselbein, „aber ich komme mit.“ Ich wollte eigentlich gar nichts mehr davon hören und auch Talon vergessen. Wieso konnten Sola und ich nicht unter anderen Bedingungen aufgewachsen sein? Wieso konnten wir nicht gemeinsam und vor allem friedlich in einem Clan leben, wo wir beide zugehörten und nicht einer ein Außenseiter war. In unserem Fall war ich gerade der Außenseiter. Dann wäre das alles um einiges leichter und wir konnten einfach mal entspannen beziehungsweise uns auf andere wichtige Dinge konzentrieren.
„Aber lass uns erst Essen,“ hauchte ich, um das Thema zu wechseln und um mich auf etwas anderes konzentrieren zu können, weil ich mich erst auf das Gespräch mit dem Rat vorbereiten musste, wenn ich nicht die ganze Zeit hinter Sola stehen und stammeln wollte. Auch wenn ich glaubte, dass das so oder so darauf hinauslief, aber dann musste man erst meinen kompletten Charakter ändern und ich bezweifelte, dass wir das innerhalb von einer halben Stunde bis Stunde schafften. Also ließ ich es einfach auf mich zu kommen. So löste ich mich langsam von Sola und stellte dann die Suppe auf den Tisch. „Ich hoffe Suppe ist Okay,“ sagte ich zu ihr und rang mir ein nicht so unberschwertes Lächeln ab

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464 Re: Lioness und Kuraiko am Mo März 09, 2015 8:42 pm

Lioness

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Sola

Misakis Unterstützung tat gut. Es war ein sehr gutes Gefühl zu wissen, dass ich mich auf sie verlassen konnte und sie mir in gewisser Weise Rückendeckung gab. Man fühlte sich nicht mehr alleingelassen von der Welt, mit all den Problemen konfrontiert die sie für einen bereit hielt. Ich freute mich bei ihren Worten und konnte so ein warmes Lächeln nicht unterdrücken, dass meine Dankbarkeit verriet. "Danke." Hauchte ich und neigte meine Lippen auf ihren Scheitel, um ihr einen Kuss zu schenken.
Zustimmend nickend, dass wir nun uns hinsetzten und essen sollten, ließ ich mich nieder. "Sie ist wunderbar." entgegnete ich auf die Frage, ob die Suppe die sie zubereitet hatte in Ordnung wäre. Um ehrlich zu sein hatte ich schon den ganzen Tag über keinen großen Appetit und durch die Nachricht von Talon war mir auch das restliche kleine Hüngerchen genommen worden. Trotzdem nahm ich mir einige Kellen, Misaki zu liebe.
Während ich aß, überlegte ich meine nächsten Schritte. "Am besten gehen wir zuerst zu Duncan. Er sollte es vor dem Rat wissen... und vielleicht wird er uns unterstützen können." Sagte ich unbewusst laut. Dann sah ich Misaki an. Bewusst. "Ich sollte dem Rat eine Frist geben. Was meinst du?" Ließ ich sie an meinen Entscheidungen teilhaben. Eigentlich durfte ich sie nicht fragen, aber ich vertraute ihr und wollte ihre Meinung dazu hören.
Als ich mir zwanghaft das Essen einverleibt hatte, half ich abräumen damit es schneller ging. Dann legte ich meine Hand auf Misakis Schulter und sah ihr in die saphirblauen Augen. "Ich bin bei dir." Küsste ich ihr auf die Stirn.
Wir verließen unser Haus und ich steuerte auf Duncans Haus zu, das nicht weit von meinem lag. Ich klopfte an die Tür, worauf ein "Herein" vom inneren klang. Ich tat wie gehießen und trat ein. Durch den Flur in die Küche tretend, erkannte ich Duncan und Clair am Tisch sitzend. "Sola!" Clair war überrascht mich zu sehen. "Guten Tag." Grüßte ich und sie ebenfalls. "Ist etwas passiert?" wollte mein Beta wissen. Als ahnte er bereits etwas, stand er auf. "Ich möchte etwas mit dir besprechen. Entschuldigst du uns, bitte?" Fragte ich der Höflichkeit halber Clair, die darauf nickte und begann den Tisch ab zu räumen. Seit Duncan seine Frau verloren hatte, war Clair erst ab und an ihn und Dustan Gesellschaft leisten gegangen, dann immer häufiger, bis sie täglich mit ihnen zusammen aß. Ich war auch des öfteren eingeladen wurden. Letzten Endes hatte es mich doch nicht davon fern gehalten allein in meinem Haus zu leben. Bis Misaki kam. Sie hatte mein Leben verändert, wieder Leben in das alte Haus gebracht, dass seit Generationen meiner Familie gehörte.
Wir gingen zum Thronsaal. Erst dort begann ich mein Beta preis zu geben, da ich nicht wollte dass im Dorf die falschen Ohren es hören würden.  "Es geht um Dustan. Keine Sorge ihm geht's gut, aber er hat mir etwas beunruhigendes mitzuteilen... er hatte eine Nachricht von Talon für mich." begann ich und schilderte dem großen Bär von einem Mann was vorgefallen war. Er hörte konzentriert zu. Als ich geendet hatte, sah er von mir zu Misaki und wieder zu mir zurück. Stille, dann erklang die tiefe überlegte Stimme. "Du wirst es dem Rat sagen." stellte er fest. "Ja. Nur wollte ich dass du es vorher weißt, bevor ich sie rufen lasse." Er nickte grübelnd sich den drei-Tage-Bart kratzend. "Du solltest ihnen ein Ultimatum setzen." "Daran hatte ich auch schon gedacht." "Und was gedenkst du zu tun, wegen Talon?" Ich seufzte. "Wir werden vorerst die Wachen verstärken und Vorsicht walten lassen, bis der Rat zu einem Ergebnis gekommen ist."
Dann schickte ich nach den Ältesten und nahm auf dem Thron Platz. Zu meiner Rechten unten neben den Treppen des Throns ließ sich Duncan nieder, zu meiner linken war ebenfalls ein Platz vorhanden,  dem ich Misaki durch eine Handgeste zu wieß.

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465 Re: Lioness und Kuraiko am Di Apr 07, 2015 10:28 am

Kuraiko

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Misaki

Ich überlegte etwas. Ein Ultimatum war gar nicht so verkehrt, weil so der Rat dazu gezwungen wurde endliche eine Entscheidung zu treffen und sich so mit der Materie auseinander zu setzen. Allerdings konnte es auch schlechte Folgen haben, schließlich können sie sich unter Druck gesetzt fühlen und dann erst recht nicht mehr das machen, was Sola von ihnen möchte. Ältere Menschen waren da ja meistens immer etwas stur köpfiger und ließen sich gar nichts mehr sagen. Das wurde bei denen im Rat noch schlimmer, weil es die Ältesten waren und weil sie so eine hohe Führungsposition im Clan einkleideten und das wussten die Senioren dort ganz genau. Deshalb war ich mir nicht so scher, ob es so gut war, wenn man sie etwas unter Druck setzte. Meine Bedenken teilte ich auch Sola mit: "Ich bin mir nicht sicher. Mit einer Frist werden sie eine Antwort diskutieren, aber ob diese dann die Beste ist, kann man nicht sagen. Außerdem können sie sich unter Druck gesetzt fühlen, wenn du ihnen eine Frist setzt."
Als wir dann vor Duncans Haus standen erkannte ich Clair schon von draußen, deshalb murmelte ich: "ich warte am besten hier draußen." Clair war ja nicht gerade gut auf mich zu sprechen und ich wollte erst gar nicht an gestern denken, wo sie mich aus dem Zelt gejagt hatte und auch nicht an dem Moment, wo sie mich vor den drei Verstoßenen gerettet hatte. Besonders gut war sie anscheinend nicht auf mich zu sprechen und deshalb wollte ich die Situation auch nicht weiter provozieren. Besser war eben besser, schließlich wollte ich mir alle Mühe geben, dass ich doch noch irgendwann irgendwie in diesen Clan passte. Allein schon Sola zu liebe, wobei aber in Frage stand, wie viel Zeit Sola und mir gemeinsam blieb. Der Clan war bestimmt nicht begeistert, wenn er von Sola und mir erfuhr. Nicht alle waren so tolerant, wie Duncan, welcher sich wohl langsam an mich gewöhnt hatte und merkte, dass ich keine Gefahr für Sola, ihn oder den Clan darstellte. Vielleicht schaffte ich es ja doch irgendwann in diesem Clan zu überleben beziehungsweise zu leben ohne Angst haben zu müssen dass mich im nächsten Moment irgendwer erstechen wollte oder anderes. Das hoffte ich wirklich sehr, auch für Sola, denn ich sah ihr an, wie sehr sie das alles beschäftigte.
Gemeinsam gingen wir zu dem Thronsaal, wo ausnahmsweise noch nicht die Alten waren, doch das sollte sich schnelländern, denn kaum dass ich Platz auf den Sitz links unter Sola genommen hatte, trudelten schon die ersten Ältesten ein. Meinen Blick hielt ich dabei die ganze Zeit krampfhaft gesenkt. Aus angst und auch aus Respekt. Ich ho den Kopf nur, wenn man mich darum bat und wenn es nötig war, dann würde ich auch mit gesenktem Kopf sprechen. Das war ein Zeichen des Respektes und ich musste viel Respekt vor den alten haben, denn wenn ich es mir mit ihnen verscherzte, dann war alles vorbei und egal, was Sola würden sie mich verbannen, denn auch Sola konnte sich nicht gegen einen ganzen Clan stellen und das wollte ich auch nicht. Das hier war ihr Zuhause und ich wollte nicht, dass sie das verlor nur weil sie mich beschützen wollte

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466 Re: Lioness und Kuraiko am Do Apr 09, 2015 6:47 pm

Lioness

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Sola

Ich hatte im Grunde recht zufrieden die Arme vor der Brust verschränkt, als Duncan das von mir vorgeschlagene Ultimatum unterstützte. Dann würden sie sich wenigstens an das zu  besprechende ran halten und nicht wie so oft schon wertvolle Zeit verschwenden. Doch dann meldete sich Misaki zu Wort und sprach ihr Zweifel offen aus. Daran hatte ich noch gar nicht gedacht und löste meine Arme. Am überlegen begann ich die Innenseite meiner Wange mit meinen Zähnen zu bearbeiten und nickte leicht. Es war gut dass sie sich in unser Gespräch mit eingebracht hatte, das zeigte dass sie sich ebenfalls um unsere Lage sorgte und auch dass sie vor Duncan ihre Angst zunehmend abbaute. "Stimmt." Bestehtigte der große Mann sie noch bevor ich etwas darauf hatte sagen konnte. Wie war das? Er hatte ihr gerade Recht gegeben? Das war es was mir verriet dass er nun nicht mehr Misaki als fremden Eindringling sah, sondern sie mittlerweile akzeptierte. Sonst hätte er nie ihr zugestimmt. Dafür war mein Beta zu stolz. Ich atmete durch. Was sollte ich sonst tun? Sie völlig umgehen und ohne ihren Rat eine Entscheidung treffen? Nein. "Hoffen wir einfach das beste." Meinte ich und suchte instinktiv den Körperkontakt zu Misaki, inde ich mich näher an sie stellte und in einer kleinen unauffälligen Bewegung nach ihrer Hand griff.
Im Thronsaal trafen endlich die Ältesten ein. Die große Bogentür wurde geöffnet und sie verteilten sich im Halbkreis vor meinen Thron auf ihre Plätze. Ich erhob mich, als alle Platz genommen hatten. "Ich habe euch rufen lassen, weil es beunruhigende Neuigkeiten gibt. Wie euch sicher bekannt iwürdeurde Dustan schwer verletzt." Die Alten reagierten darauf teils bestürzt, teils versuchten sie ihre Fassung zu behalten. "Es war Talon, der ihn so zugerichtet hat." Ängstliches Gemurmel ertönte, in dem der Name unser aller Widersachers immerwieder auftauchte. "Und damit nicht genug! Er sendete durch ihn eine Nachricht. Dass er noch nicht aufgegeben hat. Dass er auch uns alle vernichten will, um sein Ziel zu erreichen." Das vorherige Gemurmel flammte zu einer aufgeregten  Durcheinander unter den Ältesten auf. Duncan schritt dazwischen und brachte sie zur Ruhe. Der erste der etwas auf meine Worte antwortete war Edwin. "Ich will niemanden etwas unterstellen, aber wie soll Talon uns angreifen wenn er keine Krieger hat?" "Oh die hat er." Kam es überzeugend von Mona. "Glaubst du wirklich er hätte seit dem letzten Kampf nicht sein Gefolge wieder aufgestockt?" Meinte Raven dazu und sah zu Edwin. "Wir haben dafür keine Beweise." meinte dieser. Das war mein Stichwort, denn ich bemerkte wie Duncan auf diese Aussage hin den Alten schaft im Blick behielt, was verständlich war schließlich war sein Sohn Beweis genug dass mit Talon nicht zu spaßen war. "Ist dir das was mit meinem Jungen passiert ist nicht Beweis genug?" Knurrte er ihn an und wurde dabei zu sehr von seinen Gefühlen geleitet. "Wir alle haben gesehen wozu Talon fähig ist und es sogar am eigenen Leib erfahren." "Das bestehtigt nicht die Theorie dass Talon neues Gefolge hat." Bestand Edwin darauf. "Dann habe ich hier eine Zeugin für dich." Erwiderte ich darauf und sah zu Misaki. Nun war ihr Moment gekommen. Sie musste den Ältesten berichten dass der Kinston Clan wieder an Kraft gewonnen hatte. An mörderischer Kraft. "Kind, schwörst du uns die Wahrheit zu sagen?" Fragte Kamagih, die dem gesamten Geschehen aufmerksam und besorgt gefolgt war.
Als Misaki berichtet hatte, setzte ich erneut an. "Ich gebe euch Zeit bis der Mond wieder abnimmt. Dann werde ich euch erneut einberufen und will einen Rat von euch erhalten."
So endete die kleine Versammlung.

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467 Re: Lioness und Kuraiko am So Jun 28, 2015 3:32 pm

Kuraiko

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Misaki

Meine Augen wurden ganz groß, als Duncan mir tatsächlich zustimmte. Das hätte ich wirklich nie erwartet nicht einmal in meinen Träumen. Zwar war Duncan seid neuer zeit mir nicht mehr ganz so feindlich gesinnt, aber dennoch hatte ich nie gedacht, dass er mir je zustimmen würde, schließlich kam ich immer noch von einem fremden Clan und da auch noch aus der Hauptfamilie, aber er wusste ja auch schon von der Sache zwischen Sola und mir, auch wenn er uns geraten hatte, dass wir uns nicht öffentlich so zeigen sollten. Er hatte wenigstens nicht gegen uns gewettert oder es irgendwem erzählt und er hatte Recht mit seinen Worten, wenn die Clanmitglieder mitbekamen, dass Sola und ich uns liebten, dann würde es sehr viel Ärger für Sola geben und ganz egal, was sie dazu sagte, sie würde mich töten oder verstoßen, was schlussendlich auch mein sicherer Tot bedeutete. Kurz blickte Duncan auf unsere verschränkten Hände, aber sagte nichts dazu, sondern warf uns nur einen Blick zu, welcher so viel sagte, dass wir vorsichtig sein sollten. Kurz darauf trafen auch schon die Ältesten ein und ich senkte automatisch den Blick, damit keiner von ihnen sich angegriffen fühlte. In der Zwischenzeit hatte auch Sola ihre Hand wieder von meiner gelöst.
Nur mit den Ohren verfolgte ich das Gerede zwischen Sola und den Ältesten. Immer noch blieb mein Kopf gesenkt und das würde er auch bleiben, bis man mich aufforderte aufzuschauen. Ich stand unter allen in diesem Clan und ich kannte die Regeln ganz genau, denn diese waren in fast jedem Clan gleich oder ähnelten sich.
Kamagih wendete sich nun an mich und sprach mit ruhiger Stimme: "Du hast nun das Wort, steh auf und berichte uns von den Vorkimmnissen in deinem Dorf." Mit zitternden Beinen erhob ich mich und blickte nicht einmal zu Sola, aus Angst, dass die Geste uns verraten könnte. Leise begann ich zu sprechen, als ich mich an jenen Tag erinnerte und am liebsten würde ich sofort wieder beginnen zu weinen, aber ich hielt mich zurück. "Der Tag begann wie jeder andere auch. Die Arbeiter und Arbeiterinnen gingen ihrer Arbeit nach und die Soldaten überwachten die Grenze oder das Dorf. Gegen..." Kamagih unterbrach mich sanft: "Sieh mich dabei an, Kind. Wir brauchen deine Informationen und somit auch dich." Vorsichtig hob ich den Blick und blickte die Älteste an, welche aufmunternd zu mir sah. Von Mona kam ein empörtes Keuchen, aber Kamagih brachte sie mit nur einem Blick zum schweigen. Dann sah sie wieder zu mir. "Sprich weiter," forderte sie mich ruhig auf und ich nickte ehe ich fortfuhr. "Plötzlich hörte ich schreie und blickte in Richtung der Ostmauer, welche komplett in Flammen stand. Es dauerte nur wenige Sekunden, da roch ich auch den Rauch. Sofort rannte ich zu der Mauer, um bei den Löscharbeiten zu helfen und die Kinder in Sicherheit zu bringen, weil dort in der Nähe die Kinderstube war. Allerdings...sollte ich da nie angekommen." Kleine Tränen bahnten sich ihren Weg über meine Wange, als ich mich an den düsteren Tag zurück erinnerte. Doch ich erzählte weiter: "Mein Verlobter kam mir entgegen gerannt und schnappte sich meinen Arm, damit er mich in Sicherheit bringen konnte. In jenem Moment wurde er von einem Pfeil durchbohrt. Erschrocken taumelte ich zurück und konnte mich erst gar nicht von dem Anblick abwenden. Für mich lief das alles ab, wie in einem Albtraum. Als ich nach Minuten aufblickte-es hatte sich angefühlt, wie stunden- stand schon das ganze Dorf in Flammen. Viele der Bewohner waren schon abgeschlachtet worden oder standen kurz vor dem Tod. Aus Angst auch noch den Rest meiner Familie zu verlieren rannte ich durch das Dorf immer auf der Suche nach überlebenden oder Leuten denen ich noch helfen konnte. Immer wieder musste ich mich vor den Kriegern verstecken. Hinter dem Marktplatz fand ich endlich meinen Vater, welcher zum Glück noch lebte. Doch die Erleichterung hielt nicht lange an, denn ich sah, wie Talon, ja, ich konnte es selbst kaum glauben, sich in seiner Gestalt auf meinen Vater warf. Immer und immer wieder. Ich war gelähmt vor Angst, selbst als er mit meinem Vater fertig war und mich entdeckte. Er kam immer näher und näher. Tränen rannen über mein Gesicht und ich hatte selbst schon mit der Welt abgeschlossen. Mit eurem Tot steht mir nur noch ein Clan im Weg! waren seine letzten Worte ehe er mich durchbohrte." Ich endete mit meiner Erzählung abrupt, als mir klar wurde, was das hieß. Es hatte hier immer drei große Clans gegeben. Meinen, Solas und noch einen dritten, was so viel hieß, dass schon zwei Herrscherclans zerstört wurden und nun nur noch Solas übrig blieb. Hilfeholen wurde schwerer, weil wir nun alle kleinen Clans überzeugen mussten, welche aber noch mehr hass auf uns hatten, weil sie kleinere und auch schlechtere Gebiete besaßen. Schockiert über diese Erkenntnis sank ich auf die Knie und ließ die Tränen still laufen. Duncan half mir auf, während Sola weiter mit dem Clan sprach.
Der Rat war in heller Aufruhe, lediglich Kamagih trat noch einmal zu mir und strich mir über die nasse Wange. "du hast schlimmes durchgemacht, aber das hier wird irgendwann deine neue Familie sein," aus großen Augen sah ich sie an, denn etwas schöneres hätte sie in dem Moment nicht sagen können

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468 Re: Lioness und Kuraiko am Fr Jul 03, 2015 8:41 pm

Lioness

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Sola

Ich war stolz auf Misaki. Stolz dass sie die Kraft besaß vor den Ältesten ihre Geschichte zu erzählen. Auch wenn ich sie am liebsten in meine Arme geschlossen hätte, als ich bemerkte, dass ihr Tränen über die Wange liefen. Doch das ließ ich mir nicht anmerken indem ich mein Gesicht versteinern ließ.
Innerlich hin und her gerissen zwischen meinen Gefühlen für die Dunkelhaarige und dem Wissen, dass ich eben diese nicht zeigen durfte, fechtete ich einen kleinen Kampf mit mir selbst aus. Doch als Misaki abrupt endete, hatte ich es nicht mehr aushalten können und einen Schritt auf sie zu getan, doch Duncan sah mich mahnend an, was uns allen zu Gute kam, da mir schlagartig bewusst wurde, dass ich mich wieder zügeln musste. Während Misaki das Geschehe geschildert hatte, war in mir Wut aufgekommen. Wie konnte man nur so krank sein, dass man ganze Clans ausrottete? Ich schluckte den Zorn über Talon und den gesamten Kingston-Clan hinunter und stellte, nach Kamagihs sanften Worten gegenüber Misaki, den Ältesten das Ultimatum.
Nachdem sie die große Halle verlassen hatten und die mächtige Holztür zuschlug, wandte ich mich zu Misaki und nahm zumindest ihre Hände in die meinen. "Es tut mir so leid, Misaki." Hatte ich mich zu ihr vor gebeugt und lüsterte es ihr ins Ohr. Und mit diesen Worten meinte ich alles. Es tat mir leid, dass sie solche Schmerzen hatte ertragen müssen. Es tat mir leid, dass sie ihre Clan - ihre Familie verloren hatte. Es tat mir leid, dass sie mein Clan alles andere als gastfreundlich aufgenommen hatte und es tat mir leid, dass wir wohl nie das was wir für einander empfanden in der Öffentlichkeit zeigen durften. Eben einfach alles.
Duncan räusperte sich mit verschränkteverschränkten Armen und begann zu reden als ich zu ihm sah. "Wir müssen noch die Jagdstrecke für die Festivitäten in zwei Tagen festlegen. Und wir müssen noch trainieren, Sola, sonst nimmt es kein Gutes Ende." Erinnerte er mich daran, dass ich Probleme mit den Formen hatte. Er hatte ja auch Recht. Ich konnte hatte mich zwar in die zweite, animalische Form verwandeln können, das war jedoch vor dem Kampf mit Talon gewesen... bevor er mich und was noch viel schlimmer war meinen Clan fast zu Grunde gerichtet hatte. SeitdSeitdem war es wie eine Blockade, die mich nicht meine Erscheinungsform verwandeln ließ. Es war als stünde ich vor einer Tiefen Schlucht ohne Boden und würde hinein fallen, wenn ich mich verwandeln würde. Ich konnte es einfach nicht mehr. Und die dritte Form, die eine Symbiose aus unserer humanitären und animalischen Form darstellte, hatte ich noch nie beherrscht. Zudem war sie die schwerste von allen Formen und ich fragte mich, wie ich dieses Ziel jemals erreichen sollte, wenn ich noch nichgnicht einmal die zweite schaffte. Deshalb musste ich unbedingt mit Duncan üben, es war höchste Zeit, wenn ich bereits in zwei Tagen den Clan zur Jagd anführen sollte.
Ich nickte und sah noch mal zu Misaki. "Wir sehen uns später." Drückte ich ihr sanft die Hände und hauchte ihr einen Kuss auf die Stirn.



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469 Re: Lioness und Kuraiko am Do Aug 06, 2015 10:56 am

Kuraiko

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Misaki

Sola trat zu mir, sobald alle weg waren und am liebsten hätte ich mich einfach an sie gekuschelt und weiter geweint, aber das ging nicht. Ich durfte das nicht zulassen, denn ich konnte nicht den ganzen Tag in Selbstmitleid versinken. Damit hielt ich Sola nur von ihren Aufgaben ab und drückte ihr meine Probleme auf. Dadurch, dass mein Onkel ebenfalls Führer meines Clans war, wusste ich wie wichtig es war, dass man seine Ruhe hatte und auch einen reinen Kopf, denn die Aufgaben und vor allem die Politik zwischen den Clans und in einem Clan erforderte alle Konzentration. Da konnte man es sich nicht leisten, wenn man immer abgelenkt war, denn eine falsche Entscheidung konnte tödlich sein, auch für einen selbst. Wurde ein Clanoberhaupt gestürzt, so folgte immer durch das Volk die Todesstrafe und Sola bewegte sich eh auf dünnem Eis, weil sie mich in diesem Clan akzeptierte. Langsam tat dies auch der ältesten Rat und das konnte Sola und mir zu gute kommen. Doch so war es ja nicht von Anfang an gewesen. Ich nickte nur in Solas Richtung und rang mir ein Lächeln ab, während ich flüsterte: "Bis heute Abend."
Dann musste meine Sola leider auch schon gehen. Ich selbst fühlte mich hier in dem großen Saal nicht so wohl. Aus diesem Grund beeilte ich mich das Gebäude zu verlassen und begab mich auf direktem Wege zum Koch, damit ich diesem wieder helfen konnte, schließlich stand das Fest nun bald an und er hatte sicherlich sehr viel zu tun. Ich kannte das alles ja aus meinem eigenen Clan. Außerdem lenkte mich die Arbeit bestimmt von meinem inneren Chaos ab und ich konnte mich  besser auf wichtigere Dinge konzentrieren, wie die Vorbereitung für das Fest. Kaum hatte ich die Lagerhalle mit der Küche betreten da hörte ich schon den dicken Koch. "Da bist du ja liebes. Genau pünktlich. Du musst bitte den Salat machen." Sofort lächelte ich und nickte schnell ehe ich mir die Schürze umband und dann den Salat sowie meine Hände wusch. Wobei allein das waschen der Zutaten über eine halbe Stunde dauerte, weil es einfach so viel war. Aber damit musste man rechnen, wenn man für mehrere hundert Leute Kochen musste, wobei die Gestaltwandler auch meist mehr verdrückten, gerade die männlichen, als normale Menschen

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470 Re: Lioness und Kuraiko am Mi Aug 26, 2015 6:05 pm

Lioness

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Sola

Ich hatte die alten Schriftrollen aus dem eichernen Bücherschrank der im Lesezimmer meiner Eltern vor sich her vegetiere hervorgeholt und sie unten auf dem breiten Küchentisch ausgebreitet. Duncan stellte sich neben mich als ich meine Hände auf die Platte abstämmte und legte seine in die Hüften. "Wie wäre es mit der nördlichen Route bei den Kiefern?" Fragte er und beugte sich vor, um mit dem Finger den auf dem Pergament eingezeichneten Weg entlang zu fahren. "Mir gefällt diese besser." Gab ich meine Meinung dazu preis und strich mit der Fingerkuppe über eine im Süd-Westen liegenden Weg. "Dort kommen wir auch an den Wiesen vorbei und den Wasserfällen." Ein kleines Lächeln entfuhr mir bei den Gedanken an die in Blüte stehenden Wiesen und den rauschenden Wasserfällen bei Mondlicht. Zu gerne hätte ich Misaki dabei gehabt. Nur Misaki. Doch sie hatte eine Entscheidung gefällt und die respektierte ich, selbst wenn der Gedanke an eine Nacht mit ihr an solchen Orten verlockend war.
"Wenn wir die nehmen kommen wir den Klippen gefährlich nah. Ich hätte im Grunde nichts dagegen, doch in diesen Zeiten halte ich das für keine gute Idee." Äußerte er seine Bedenken. Mich holte das auf den Boden der Tatsachen zurück. Talon wurde immer präsenter, das wurde mir immer wieder bewusst, auch wenn er bloß indirekt anwesend schien. Dennoch schwebte wegen ihm ein bedrohlicher Schleier über uns alle. Ich nickte. "Wie wäre es mit der Östlichen?" "An der Grenze zum Helada-Clan?" "Wir kommen nur kurz an der Grenze vorbei und überschreiten sie nicht." Entgegnete ich meinem Beta. Er atmetete langsam aus, es war fast schon ein Seufzer. "Sie sind uns in letzter Zeit nicht sonderlich feindlich gestimmt. Also gut, es spricht nichts dagegen." Stimmte er zu. Ich verschränkte zufrieden die Arme vor der Brust. "Dann werden wir hauptsächlich in Waldgegend jagen." "Gut so, dann können Talons Spione uns von der Luft aus nicht ausmachen, der Wald gibt uns Schutz." Überlegte er laut. So hatte ich die Sache noch gar nicht gesehen.
Dann gingen wir die Route ablaufen, dabei begleiteten und Selmon und Anny. In der Mitte der Strecke hielt Duncan an und ich übte mit ihm bis kurz vor Sonnenuntergang an meinem Wandlungsfähigkeiten. Pünktlich zum Sonnenuntergang kamen wir an den Toren an.
Mit hängenden Schultern öffnete ich die Haustür und ließ sie hinter mich ins Schloß fallen. Kurz starrte ich vor mich auf den Boden, ehe ich das schlechte Gefühl abschüttelte und aufsah. "Misaki...?" Fragte ich in den leeren Raum hinein. "Misaki?" Rief ich nun durch das Haus, aber keine Antwort. Wahrscheinlich war sie noch nicht da. Ich verspürte keinen Appetit setzte aber trotzdem Tee auf. Während das Wasser noch brauchte bis es kochen würde, räumte ich die Pergamentrollen weg und ging hinauf um sie im Bücherschrank zu verstauen.


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471 Re: Lioness und Kuraiko am So Nov 22, 2015 7:13 pm

Kuraiko

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wie hieß der koch? xD

Misaki

Eigentlich dachte ich, dass es schon viel Salat war, welchen ich schneiden musste. Allerdings war es in diesem Clan genauso, wie in meinem Familienclan, dass die meisten hier nicht so viel Salat aßen, sondern eher mehr deftige Speisen, wie Fleisch und ordentliche Kartoffelgerichte und ähnliches. Wo wir genau bei den Kartoffeln wären. Denn eben jene hatte ich nun von mir und das war nun wirklich keine erfreuliche Aufgabe. Der große Haufen sah aus, als hätte der Küchenchef für jeden ein Kilo Kartoffeln eingeplant und bei dieser Anzahl an Dorfbewohnern ging das Kartoffelschälen ins unermessliche.
Mit der Zeit kamen mehr und mehr Helfer in die Küche. Einige bedachten mich mit misstrauischen Blicken und wieder andere ignorierten mich komplett. Bei beiden Arten wusste ich nicht, was mir besser gefiel. Auch wenn ich sehr schüchtern war, war ich dennoch ein Gesellschaftsmensch. Solange ich im Hintergrund bleiben konnte. Deshalb blieb ich dabei meine Aufgaben zu erledigen, welche auch so sehr viel Zeit einnahmen, da war es wahrscheinlich gut, dass ich mich nicht von den anderen ablenken ließ indem sie versuchten mit mir zu reden. So lief ich mit gesenktem Blick durch die Halle und suchte dabei immer wieder meine Sachen zusammen, welche ich brauchte, während ich den anderen so gut es ging aus dem Weg ging, damit ich ihnen nicht allzu sehr im Blickfeld stand. In solchen Situationen wünschte ich mir doch sehr meine Sola wieder, denn da trauten sich die meisten nicht, mich mit bösen Blicken zu bedenken, da sie sich doch langsam an mich gewöhnten. Doch war mir auch klar, dass es noch ein sehr langer Weg war, bis sie mich wirklich respektierten und akzeptierten, wobei ich schon beinahe davon ausging, dass sie mich nie akzeptieren würden, weil sie immer wissen, dass ich nicht Teil von ihnen war, dass anderes Blut in meinen Adern floss und dass mein Geburtsname immer derselbe bleiben würde.
Seufzend fuhr ich mir ins Gesicht, als ich in jemanden hineinlief. "Was fällt dir ein?!" zischte eine Stimme und ich hielt den Kopf gesenkt, bloß nicht Benzin ins Feuer schütten. "E-Es tut mir leid," flüsterte ich schnell. "Ach ja, tut es das? Das glaube ich nicht du kleiner Parasit, aber ich sorge schon dafür, dass es dir leid tut." Die Frau griff in meine Haare, als plötzlich die Stimme des Kochs erklang. "PATRIZIA! Du wagst es doch nicht wirklich in MEINER Küche, in MEINEM Reich, dich an MEINER Köchin zu vergreifen?!" So böse hatte ich den lieben, dicken Koch noch nie erlebt und ich wusste nicht einmal, dass er so böse werden konnte. Sofort ließ diese Patrizia mich los und ich plumpste zurück auf den Po. "Ich denke, ich brauche dich nicht mehr hier. Du verdirbst noch das essen," schnaubte der Koch und warf die Frau raus, welche versuchte sich zu rechtfertigen, was aber nicht klappte. "Alles Okay, mein Kind," wurde ich gefragt und noch etwas schockiert nickte ich. "Wir sind hier gleich fertig, du kannst schon nach Hause gehen und dich fertig machen," ruhig sah er mich an und ich nickte schnell. "Danke," verbeugte ich mich und machte mich auf den Heimweg, welcher nicht so weit war, sodass ich Sicher bei Sola ankam.
"Sola," rief ich sanft durchs Haus, als ich Teegeruch vernahm

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472 Re: Lioness und Kuraiko am Di Nov 24, 2015 2:41 pm

Lioness

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Sola

Die Schriftrollen waren in meinen Armen am überquellen und mich beschlich das Gefühl, dass wenn ich nicht aufpasste, mir alle Permanente weg rutschen und auf den Boden aufschlagen würden - wenn ich Glück hatte wahrscheinlich auch noch auf meine Füße. Da konnte ich mir doch etwas angenehmeres vorstellen, als die Teilweise mit Holzgiffen versehenen Schriften auf meinem Fußspann aufprallen zu lassen. Doch weniger zu nehmen und zweimal hin und her laufen hatte ich auch nicht im Sinn. Der Wagemut gewann über die Vernunft. Deshalb ging ich vorsichtig den Flur in der unteren Etage zum Lesezimmer entlang, jeden Schritt preziese ausführend und darauf bedacht jah nicht zu stolpern. Doch vor dem Zimmer kam die größte aller Hürden. Die Tür. An sich eine recht hübsche rustikale Holztür mit einigen Gravuren hinein geschnitzt, doch das was mich daran störte war die Tatsache, dass sie verschlossen war. Hatte ich das getan? Das linke Bein nun langsam anwinkelnd und als Unterstütze für die Schriftrollen in meinen Armen nutzend, balancierte ich auf dem rechten Bein und versuchte mit der einen Hand mich frei zu machen, um den Türknauf packen und drehen zu können. Es rutschte gefährlich in meinen Armen, aber zum Glück konnte ich noch rechtzeitig alles mit beiden Händen fest halten, sodass nichts herunter fiel.
Ich fixierte den Türknauf in einem Starrwettbewerb an, wobei er zu gewinnen schien und überlegte wie ich nun die Tür öffnen könnte, da hörte ich Misakis Stimme nach mir rufen. "Hier!" Rief ich routinemäßig zurück und hatte bei meiner Freude um ihre Heimkehr leider meinen Griff gelockert, was noch mehr Pergamentrollen zum hinabrutschen veranlasste. "Mist." Murmelte ich in mich hinein, als ich schnell versucht hatte das zu verhindern. "Misaki?", rief ich, "kannst du mir die Tür öffnen?"
Etwas peinlich war es mir schon, dass ich noch nicht einmal in der Lage war die einfachsten Sachen zurück zu räumen. Doch hatte ich in dieser Situation keine andere Wahl als um Hilfe zu bitten und nahm an, dass Misaki es mir nicht verübeln würde, wenn ich sie um diesen Gefallen bat.

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473 Re: Lioness und Kuraiko am Do Feb 11, 2016 10:15 am

Kuraiko

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Misaki

Ein Lächeln stahl sich auf mein Gesicht, als ich Solas Stimme vernahm und die Strapazen von eben waren wie weggefegt. Allerdings wurde Solas Stimmte von dem Pfeifen des Teekessels verschluckt, weshalb ich mich beeilte in die Küche zu kommen, um den Herd auszustellen. Schnell nahm ich den dampfenden Topf vom Herd und verbrannte mir fast die Finger daran, weil ich in der ganzen Hektik vergessen hatte mir einen Topflappen zu nehmen. Mein Glück, dass ich relativ schnell war. "Aua," fluchte ich leise und hielt meine Hand unter kaltes Wasser ehe sich sie abtrocknete und nach oben rief: "Was hast du gesagt?" In dem ganzen Trubel hatte ich gar nicht richtig wahrgenommen, was sie jetzt von mir wollte, doch da ich es auch blöd fand durch das Haus zu schreien und ich sowieso kein Mensch war der gerne schrie, beschloss ich mich einfach auf den Weg zu Sola zu machen.
Das war anscheinend auch dringend nötig, denn kaum, dass ich oben angekommen war, kam Zola mir schon mit einem riesigen Stapel Pergamenten entgegen, welche sie nur gerade so auf ihren Armen stapeln konnte. Wobei das auch nicht ganz stimmte, denn Stück für Stück begangen sich die Pergamente zu lösen und langsam herunterzurutschen. Bevor aber eben jenes auf ihren Fuß fallen konnte, schnappte ich mir das und hielt es an Ort und Stelle. Wenn ich es einfach herausgezogen hätte, dann hätten sich wahrscheinlich fünf weitere Pergamente gelöst und wären dann doch alle heruntergefallen. Das hier war gar keine so einfache Mission und ich fühlte mich ein bisschen wie bei Mikado Burdas das hier die schmerzhaftere Version von beiden war. "Vorsichtig, ich nehme die drei lockeren langsam heraus," warnte ich Sola vor, damit sie sich im Fall der Fälle mit einem großen Sprung nach hinten retten konnte ohne dass ihre Füße zerquetscht wurden. Langsam zog ich die drei Rollen raus und hielt dabei noch die andern fest, damit sich hier niemand verletzte. Nach einer halben Ewigkeit, hatten wir dann endlich den wackligen Haufen stabilisiert und ich hielt grinsend die Pergamente in der Hand. "So schwer war das doch gar nicht."

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